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Auerhahn

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Ein ganz schön seltener Vogel, nicht nur im Schwarzwald

Ein recht scheuer Geselle ist der Auerhahn, der größte in Europa vorkommende Hühnervogel. Man erkennt ihn vor allem an seinem typischen glucksenden Balzlaut wie auch an seiner beachtlichen Größe. Im Schwarzwald ist er heimisch, da er generell in Hochlagen anzutreffen ist. Der Auerhahn ist ein sogenannter Standvogel, was bedeutet, dass er über das ganze Jahr hinweg in einer Region verbleibt, also kein Zugvogel ist.

Leider steht der Auerhahn auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere in Deutschland. Im Nationalpark Nordschwarzwald hat sich sein Bestand allerdings stabilisiert und erhalten können. Das ist kein Wunder, denn es ist in erster Linie die Forstwirtschaft, die die Wälder so verändert, dass sie für den Auerhahn ungeeignet sind.

Doch warum ist das so? Zum einen benötigt der Auerhahn viele lichte, aufgelockerte Waldflächen. Da er sehr schwer ist, braucht er etwas Anlauf, um vom Boden abheben zu können. Zum anderen besteht seine Nahrung hauptsächlich aus Beeren, wobei er im Winter, wenn Schnee liegt, auf die Nadeln oder Knospen von Bäumen ausweichen muss. Leider werden durch die Forstwirtschaft kleine Waldlichtungen, auf denen die Beeren wachsen können, zunehmend aufgeforstet, sodass der Auerhahn keinen geeigneten Lebensraum mehr findet.

 

Das ist im Nationalpark Nordschwarzwald nicht der Fall. Im Jahre 2014 gegründet, werden hier die Wälder auf einer Gesamtfläche von 10.062 Hektar größtenteils sich selbst überlassen. Das führt dazu, dass sich die für die Auerhühner vorteilhaften kleinen Lichtungen bilden können. Diese sind nicht nur für die Vögel wichtig, sondern erlauben auch vielen Pflanzen ein ungehindertes Wachstum.

Wie bei vielen Vogelarten kann man auch beim Auerhahn Männchen und Weibchen deutlich voneinander unterscheiden. Ein Hahn kann bis zu einem Meter groß und fünf Kilogramm schwer werden, die Henne nur ungefähr halb so viel. Das Gefieder des Hahns ist grau bis braun und an der Brust grün schimmernd gefärbt. Die Henne hat an Rücken und Flügeln ein braunes Federkleid, das von silbernen und schwarzen Streifen durchzogen ist. An der Unterseite des Tieres ist die Färbung heller und geht mehr ins Gelbliche. Die Küken ähneln in ihrem Äußeren der Henne. Ein Auerhahnei sieht übrigens fast so aus wie ein Hühnerei. Allerdings hat es deutliche braune Flecken.

 

Auerhähne hinterlassen im Schnee deutlich sichtbare und für sie typische Spuren, da ihre Füße ähnlich wie Schneeschuhe aufgebaut sind und Hornstifte haben, die seitlich zu den Zehen wachsen. Somit haben die Tiere auch im Schnee guten Tritt. Das ist vor allem deshalb wichtig, da Auerhähne nicht besonders gut fliegen können und sich vorrangig am Boden fortbewegen.

Die Balz, bei der der Hahn den charakteristischen Gluckslaut von sich gibt, findet während der Frühlingsmonate statt. Der Tanz, den der Hahn dabei aufführt, ist komplex, besteht aus verschiedenen Vorgängen, die man als »Knappen«, »Trillern«, »Hauptschlag« und »Schleifen« (oder »Wetzen«) bezeichnet. Seine Federn hat er dabei ähnlich einem Pfau zu einem Fächer aufgestellt. Die Hähne verteidigen auch ihre Reviere gegen Konkurrenten, gelegentlich sogar gegen Menschen. Zumeist kommen vier Tiere pro hundert Hektar vor.

 

Interessante Informationen zum Auerhahn kannst Du beim Wandern auf dem Wichtelpfad Feldberg sammeln.

An besonderen Vogelarten leben im Schwarzwald außer dem Auerhahn auch Kuckuck und Kreuzschnabel. Ebenso ist der Rotmilan wieder heimisch geworden. Daneben gibt es Graureiher und Kormorane, Falken und Eulen.

Kurzer Text zum Vorkommen des Auerhuhns im Schwarzwald: Auerhuhn im Schwarzwald e.V.

Das Auerhuhn ist ein Spezialist im Winter: Nationalpark Schwarzwald

Reichliche Informationen zur Situation des Auerhuhns von Schwarzwaldportal.com: Schwarzwaldportal

Auf dem Wichtelpfad beim Feldberg Wissenswertes zum Auerhahn erfahren: Wichtelpfad Feldberg

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