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Dom St. Blasien

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Groß und prächtig

Der Ort St. Blasien liegt im südwestlichen Teil des Schwarzwaldes, in einem Gebiet, das man auch als Hotzenwald bezeichnet. Dessen westliche Begrenzung bildet der Fluss Wehra, die östliche die Schwarza, die auch durch den Schluchsee fließt. Tatsächlich ist St. Blasien gar nicht weit von diesem See entfernt.

St. Blasien ist vor allem durch seinen imposanten Dom bekannt, der schon von Weitem das Ortsbild bestimmt. In seiner heutigen Form besteht er seit 1783. Er ist nach dem Vorbild des römischen Pantheons entstanden und insgesamt 62 Meter hoch. Herausragend ist seine Kuppel, die sich über 36 Meter spannt und die drittgrößte in Europa ist. Auch für sie hatte der Baumeister, der Franzose Pierre Michel d'Ixnard, ein wohlbekanntes Vorbild, nämlich die Michelangelo-Kuppel des Petersdoms zu Rom. Die Kuppel in St. Blasien besteht aus zwei ineinandergefügten Schalen, die von zwanzig korinthischen Säulen getragen werden. An ihrer äußeren Spitze ist eine goldene Kugel samt Kreuz angebracht. Es gibt auch eine Galerie, die an den zwanzig Säulen entlangverläuft. Eine Besonderheit: Würde man die Kuppel in ihrer Wölbung nach unten ergänzen, also eine runde Kugel aus ihr formen, so würde ihr tiefster Punkt genau auf dem Boden der Kirche liegen. Die Kuppel sorgt für eine angenehme Akustik, sodass der Dom zu St. Blasien heute gerne für Konzerte genutzt wird.

An der Vorderseite des Rundbaus, den die Kuppel überspannt, erheben sich sechs Säulen, sowie an ihrer Außenseite zwei dreißig Meter hohe Türme, die insgesamt zehn Glocken beherbergen. Die letzte kam erst im Jahre 2005 hinzu.

Bereits früh gab es an derselben Stelle schon eine Kirche. In der Zeit von 1088 bis 1104 soll sie erstmals geweiht worden sein. Sie wurde allerdings durch eine Brand im Jahre 1322 sowie während der Bauernkriege schwer beschädigt, sodass sie erneuert und 1538 ein zweites Mal geweiht werden musste. Doch wieder kam es zu Zerstörungen und Feuer, zuletzt 1768. Seit seinem letzten Neubau im Jahre 1783 ist der Dom jedoch unbeschädigt geblieben.

Das Adelsgeschlecht der Habsburger hat eine Gruft im Dom, worin mehrere Gebeine gebettet sind. Der Name des Ortes St. Blasien geht auf den Heiligen Blasius von Sebaste zurück, der im Jahre 316 als Märtyrer starb. Ebenfalls sehenswert ist das Gerichtsgebäude des Ortes. Dort gibt es nämlich eine Sonnenuhr aus der Barockzeit zu bewundern.

 

Informationen zum Dom St. Blasien inklusive Veranstaltungen und Wegweiser zur Anreise. 

Dom St. Blasien

Auf der Homepage zum Dom gibt es umfangreiche Informationen zur Geschichte des Bauwerkes. Offizielle Seite des Doms St. Blasien

So sieht die Sonnenuhr am Gerichtsgebäude von St. Blasien aus. Sonnenuhr St. Blasien

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