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  • Mountainbiking | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Mountainbiking Über Stock und Stein Auch mit dem Rad kannst Du den Schwarzwald erkunden. Speziell für das Mountainbike gibt es eine Vielzahl von Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, darunter auch anspruchsvolle Cross-Country-Strecken. Wie immer beim Radfahren gilt: Bitte auf Fußgänger achten. Außerdem sollte bitte wie in ganz Baden-Württemberg auch die Zwei-Meter-Regel eingehalten werden. Sie besagt, dass Wege mit einer Breite von weniger als zwei Metern den Fußgängern vorbehalten sind, sofern sie nicht explizit als Bike-Trails ausgeschildert sind. Aber keine Bange: Die Beschilderung der Wege ist im Schwarzwald vorbildlich, sodass Wanderer und Biker gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Für das Mountainbike gibt es Routen rund um den Feldberg oder den Schluchsee, wie auch welche, die von Freiburg ausgehen. Sehr beliebt ist die Runde vom Kybfelsen zum Aussichtsturm Schauinsland oder die vom Rosskopf über den Kandelhöhenweg. Darüber hinaus kannst Du Deine Fähigkeiten auch in einem von mehreren Bikerparks verbessern, wie es sie etwa in Bad Wildbad oder Todtnau gibt. Nicht nur für das Mountainbike besteht der Schwarzwald-Panoramaradweg, der sich von Pforzheim im Norden bis nach Waldshut-Tiengen quer durch das gesamte Mittelgebirge erstreckt. Vor allem aber bekannt und beliebt ist das Bike-Crossing Schwarzwald, eine Strecke mit ca 440 Kilometern Länge, die von Pforzheim nach Bad Säckingen verläuft, allerdings recht anspruchsvoll ist, da Du hier bis zu 16.000 Höhenmeter überwinden musst. Das Gute daran ist, dass es fast ebenso weit wieder abwärts geht, sodass Du hierbei die grandiose Landschaft genießen kannst. Da viele der Strecken alles andere als eben verlaufen, solltest Du aufpassen beim Bergabfahren, oftmals ist das durchaus gefährlich. Wenn Du an den Anstiegen nicht gerne viel strampelst, kannst Du einen E-Bike-Verleih nutzen. Dazu gibt es fast überall in der Region Ladestationen, 170 sind es insgesamt. Im Kinzigtal gibt es außerdem Wege speziell für Inline-Skater. Hier gibt es reichlich Touren-Tipps für Mountainbiker und sogar einen Routenplaner. Schwarzwald-Tourismus.info - Mountainbike-Touren Der älteste Bikerpark liegt auch im Schwarzwald, und zwar in Todtnau. Hier kann man ihn sich schon mal virtuell anschauen. Bikepark Todtnau In diesem Blogbeitrag wird der Kandelhöhentrail vorgestellt. Er startet direkt am Hauptbahnhof in Freiburg. Frei-Weg.com – Der Kandelhöhenweg

  • ​Bierbrauerei | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Bierbrauerei Bier und Mönche gehören einfach zusammen – auch im Schwarzwald. Die Besiedelung des Schwarzwaldes geschah ab dem achten Jahrhundert vor allem durch Bauersleute, die neue Gebiete für den Ackerbau erschlossen. Außerdem wurden Klöster gegründet, wie etwa in St. Blasien (858), St. Peter (1093), St. Georgen (1084), Alpirsbach (1095) und St. Märgen (ca 1100). Das Kloster Hirsau in Calmbach bei Bad Wildbad wird bereits im neunten Jahrhundert erwähnt und war zeitweise von immenser Bedeutung, gingen von hier etliche weitere Klostergründungen aus. Die Klöster verwalteten nicht nur die ihnen zugeteilten Gebiete, sondern sorgten auch für die Verbreitung schriftlicher Zeugnisse, indem die Mönche Abschriften bestehender Bücher anfertigten. Das war aber nicht alles. In Klöstern gab es nicht selten Brauereien, die Bier herstellten. Aber wieso? Der Grund dafür war die Fastenzeit. Während des Fastens durften die Mönche so gut wie keine festen Speisen zu sich nehmen. Da das Bier der damaligen Zeit noch recht dünn war, versuchten sich die Mönche daran, es nahrhafter zu machen. Somit wurde die Braukunst in den Klöstern immer weiter verfeinert. Klosterbier wurde dadurch höherwertiger als anderes, weshalb die Mönche schließlich damit begannen, es zu verkaufen. Das Brauen ist alles andere als ein einfacher Vorgang, sondern erfordert mehrere Arbeitsschritte und dementsprechend viel Zeit. Zunächst benötigt man Getreide, in der Regel Gerste, woraus Braumalz gemacht wird. Dieses wird geschrotet, mit Wasser vermengt und anschließend erhitzt. Einen Teil davon sondert man danach ab, nämlich den Malztreber, der nicht vergärbar ist. Übrig bleibt die vergärbare sogenannte »Würze«. Diese wird wiederum unter Zugabe von Hopfen in Pfannen erhitzt und danach gefiltert, um Schwebstoffe zu entfernen. Nun hat man die sogenannte »Anstellwürze« gewonnen. Dieser führt man Hefe zu und lässt sie auf eine Temperatur herunterkühlen, bei der sie gären kann. Bei der Gärung, die zumeist ungefähr eine Woche andauert, wird der in der Anstellwürze enthaltene Zucker in Ethanol umgewandelt. Man lagert das so entstandene Bier in der Regel noch mehrere Wochen, bevor man es abfüllt. Mit der Zeit haben sich außerhalb der Klöster weitere Brauereien entwickelt. Die bei Weitem älteste ist die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei in Donaueschingen. Sie besteht seit 1283. Wesentlich jünger, aber dennoch altehrwürdig sind die Löwenbrauerei Bräunlingen (von 1783), die Privatbrauerei Waldhaus in Weilheim im Hotzenwald (1833), die Privatbrauerei Rogg in Lenzkirch (1846), die Löwenbrauerei O. Dold in Elzach (1856), die Brauerei Ganter in Freiburg (1865) und die Familienbrauerei M. Ketterer in Hornberg (1877). Erwähnenswert ist hierbei, dass die Brauerei Waldhaus Naturhopfen einsetzt, ein Umstand, der in den Brauereien in Deutschland recht selten ist. Auf dieser Seite gibt es viele Informationen zu den Bierbrauereien der Region. Schwarzwald-Tourismus.info: Brauereien im Schwarzwald Die älteste Brauerei im Schwarzwald ist die Fürstenberg-Brauerei in Donaueschingen. Es gibt sie seit 1283. Offizielle Seite der Fürstenberg-Brauerei

  • ​Baumwipfelpfad | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Baumwipfelpfad Auf Augenhöhe mit den Vögeln In den Baumkronen wandern? Ja, das geht. Und zwar auf dem Baumwipfelpfad in Bad Wildbad im Nordschwarzwald, den es dort seit 2014 gibt. Insgesamt beträgt die Länge des begehbaren Weges 1250 Meter. Man bewegt sich dabei auf einer Höhe zwischen vier und zwanzig Metern über dem Erdboden und hat daher einen faszinierenden Ausblick. Aber das ist nicht alles. Der Baumwipfelpfad besteht nicht nur aus dem Weg selbst, sondern enthält auch eine Reihe von Zwischenstationen, die zum Klettern wie auch zum Lernen animieren und wissenswerte Informationen zur Tier- und Pflanzenwelt der Gegend bieten. Der Pfad befindet sich auf dem Sommerberg in einem Mischwald auf ungefähr 750 Metern Meereshöhe. Da er nur über eine sehr geringe Steigung verfügt, lässt er sich durchaus mit einem Kinderwagen bewältigen. Zuerst musst Du jedoch auf den Berg. Dafür kannst Du die Sommerbergbahn nutzen, die von der Stadt aus auf deren Hausberg fährt. Es handelt sich um eine Standseilbahn, die auf ihrer Strecke eine Steigung von bis zu 53% überwindet. Eröffnet wurde sie bereits im Jahre 1908. Das Highlight des Baumwipfelpfades kommt dann zum Schluss. Was so aussieht wie ein Becher, der auf dem Kopf steht, ist ein Aussichtsturm. Er besteht größtenteils aus Holz und bietet eine Plattform, von wo aus Du bis weithin ins Rheintal im Westen und zur Schwäbischen Alb im Osten blicken kannst. Möchtest Du dann wieder zurück auf den Boden, brauchst Du nicht zu Fuß zu gehen. Es gibt nämlich eine Tunnelrutsche mit 55 Metern Länge, mit der es wesentlich schneller nach unten geht. Bad Wildbad ist eine Kurstadt am Fluss Enz. Es liegt im Tal auf ungefähr 424 Metern Höhe, was dazu führt, dass es etwas weniger Sonne abbekommt als seine Nachbarorte. Der Sommerberg hingegen ist davon nicht betroffen, daher auch sein Name. Auch anderswo im Schwarzwald kannst Du in die Höhe klettern, nämlich in Hochseilgärten. Die gibt es zum Beispiel in Schiltach, Höchenschwand, Schramberg oder Triberg. Reichliche Informationen zum Baumwipfelpfad Bad Wildbad: Offizielle Seite des Baumwipfelpfades Bad Wildbad Auf der Seite von Bad Wildbad kann man sich über die Sommerbergbahn informieren: Bad Wildbad: Die Sommerbergbahn Bei Bad Wildbad gehts hoch hinaus – auf der Hängebrücke Wildline: Offizielle Seite der Wildline

  • Freiburger Münster | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Freiburger Münster Nicht nur die größte Kirche, sondern auch die größte Stadt im Schwarzwald: Freiburg Auch wenn Freiburg offiziell den Zusatz »im Breisgau« im Stadtnamen führt, ist es doch diejenige Großstadt, die am engsten mit dem Schwarzwald verbunden ist, gleichzeitig auch seine größte Stadt. Tatsächlich steigen in ihrer östlichen Umgebung die Berghänge steil an und man kann die bewaldeten Gipfel überall in der Stadt aufragen sehen. Besonders deutlich erhebt sich Freiburgs Hausberg, der Schauinsland, mit 1.287 Metern. Dessen Gipfel kann man von Freiburg aus mit einer Seilbahn erreichen. Freiburg wurde um 1120 von den Zähringern unter Berthold II gegründet. Dadurch hat es wie manch andere Zähringerstadt ebenfalls die ovale Form erhalten. Die Altstadt ist in weiten Teilen bis in die Gegenwart erhalten geblieben, von den ehemals vier Stadttoren fehlen allerdings zwei. Eines der Wahrzeichen der Stadt ist das Münster. Erbaut wurde es in der Zeit von 1200 bis 1513. Es hat den zweithöchsten Turm im Schwarzwald. 116 Meter ist er hoch. Übertroffen wird er nur noch durch einen 246 Meter hohen Aufzugtestturm in Rottweil. Der Münsterturm hat in siebzig Metern Höhe eine Aussichtsplattform. Fertiggestellt wurde er um 1330 und ist seither weitgehend unbeschädigt geblieben. Beim Bau hat man im Turmhelm eiserne und in Blei eingebettete Anker eingefügt, die die einzelnen Teile miteinander verbinden, was zu einer hohen Stabilität beigetragen hat. Der Münsterturm diente seither als Vorbild für weitere Kirchtürme im neugotischen Stil. Das älteste Kunstwerk innerhalb des Freiburger Münsters ist ein um 1200 entstandenes Kreuz aus Eichenholz mit einer Höhe von 2,63 und einer Breite von 1,45 Metern. Es ist mit mehreren Silberpaletten versehen und seit 2009 im Altarraum angebracht. Auch eine der insgesamt neunzehn Glocken des Münsters stammt aus dem dreizehnten Jahrhundert, genauer aus 1258. Sie trägt den Namen Hosanna. Interessant ist, dass sie in der Zeit von 1843 bis 2008 nur alleine angeschlagen wurde. Das hatte einen musikalischen Grund: Gegenüber allen anderen Glocken war die Hosanna um einen Viertelton nach unten verstimmt, das Zusammenläuten wäre folglich dissonant gewesen. Erst seit 2008, als eine Sanierung des gesamten Glockenstuhls inklusive Umverteilung der Glocken vollzogen worden ist, kann die Hosanna wieder im Zusammenspiel erklingen. Freiburg hat noch eine andere Besonderheit, die es sonst nicht sehr häufig gibt: Seine Bächle. In der gesamten Altstadt finden sich an den Straßenrändern schmale Wasserläufe, in denen Wasser aus dem Fluss Dreisam fließt. Die Bächle sind schon sehr alt, bereits um 1220 urkundlich erwähnt. Es handelt sich um künstliche Kanäle mit einer Länge von insgesamt 16 Kilometern, die früher zur Wasserversorgung der Einwohner sowie der Felder dienten. Man vermutet, dass sie angelegt wurden, da das Grundwasser im Stadtgebiet sehr tief lag und es daher nur wenige Brunnen gab. Heute dienen die Bächle mehr dem angenehmen Stadtbild. Manchmal sorgen sie jedoch für Unmut, wenn Touristen aus Versehen hineintreten und nasse Füße bekommen. Das Gute daran ist aber, dass eine Sage verkündet: Wer beim Besuch Freiburgs unabsichtlich in ein Bächle tritt, wird bald eine Freiburgerin oder einen Freiburger heiraten. Na, wenn das kein Grund ist, nach Freiburg zu kommen … Die Stadt hat ein relativ warmes Klima. Allerdings sorgt ein besonderer Bergwind dafür, dass es abends in der Innenstadt schnell abkühlt, der sogenannte »Höllentäler«, der seinen Namen vom Höllental hat. Allerdings kommt seine Luft hauptsächlich aus dem Dreisamtal. Er setzt an Tagen mit Hochdruckwetterlage ungefähr eine Stunde nach Sonnenuntergang ein und bringt schwallartig kühle Luft von den Talhängen in die Stadt. Das Freiburger Münster stellt sich vor: offizielle Seite des Freiburger Münsters Der Schauinsland in der markante Berg, den man von Freiburg aus sehen kann. In ihm verbirgt sich mehr, als es auf den ersten Blick scheint: Schauinsland Im Freiburger Münster gibt es ein monumentales Kreuz zu bestaunen: Triumphkreuz im Münster

  • Trachtenpaar | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Trachtenpaar Fast jeder Ort hat seine eigene Tracht. »Trachten« sind das, was man »trägt«. Im Schwarzwald haben Trachten eine große Tradition, die auch heute noch aktiv gepflegt wird. Dabei ist auffallend, dass der Variantenreichtum von Ort zu Ort recht hoch ist. Insgesamt soll es im Schwarzwald 120 verschiedene Trachten geben. Trachten sind wohl im sechzehnten Jahrhundert entstanden, als Folge diverser Kleiderverordnungen, die mit den jeweiligen gesellschaftlichen Ständen zusammenhingen. Die Zugehörigkeit zu religiösen Konfessionen spielte dabei eine wesentliche Rolle, genauso wie der Familienstand. Allerdings richten sich Trachtengebiete großräumig nach den Herrschaftsbezirken, wie sie in vornapoleonischer Zeit waren. Dennoch sind die Schwarzwälder Trachten auch Teil der kirchlichen Tradition. Im Schwarzwald dominieren bei den Trachten die Farben Schwarz, Weiß und Rot sowie Lila. Die Männer tragen zumeist ein weites, weißes Hemd, darüber eine schwarze Weste mit rotem Innenfutter und dazu eine schwarze Hose sowie einen gleichfarbigen Hut. Die Strümpfe sind entweder weiß oder rot, die Schuhe wiederum schwarz. Die Frauen tragen grundsätzlich dieselbe Garnitur, statt der Hose einen langen Rock in Schwarz, der stark gefältelt und deswegen recht schwer ist. Die weiße Bluse hat halblange Puffärmel. Darüber kommt ein Mieder aus Samt, das mit kleinen Blumenmotiven bestickt ist, speziell am Kragen mit Flitter versehen. Dazu gehören dann lila Bänder sowie weiße Strümpfe und schwarze Schuhe. Im Jahre 1894 wurde ein erster Trachtenverein in Hausach gegründet. Diesem Beispiel folgten viele andere Städte und Gemeinden. Wenn Du Dir einen Überblick über die Gesamtheit der im Schwarzwald bekannten Trachten verschaffen möchtest, solltest Du einen Blick in das 1980 gegründete Schwarzwälder Trachtenmuseum in Haslach werfen. Darin werden an über hundert lebensgroßen Figuren verschiedenste Trachten gezeigt. Original nachempfundene Trachten aus dem Schwarzwald kannst Du auch in einigen Geschäften der Region kaufen. Allerdings sind die Stücke nicht gerade billig, da ihre Herstellung aufwendig ist. Das Schwarzwälder Trachtenmuseum in Haslach bietet einen Überblick über die hiesigen Trachten. Offizielle Seite des Trachtenmuseums Haslach Noch mehr Infos über den Bollenhut finden sich auf dieser Seite. Schwarzwald-Kinzigtal.info – Der Schwarzwälder Bollenhut Der Bollenhut ist schon seit über 200 Jahren im Gebrauch. Hier gibt es reichhaltige Informationen über die weltbekannte Tracht auf dem Schwarzwald. Schwarzwald-tourismus.info – 225 Jahre Bollenhut Diese Seite zeigt, was der Schwarzwald außer dem Bollenhut noch an Trachten zu bieten hat. Bollenhut und Trachten auf Schwarzwald-geniessen.de

  • Schwarzwaldkarte | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Schwarzwaldkarte So groß ist dieser Wald Der Schwarzwald ist das größte und höchste Mittelgebirge in Deutschland. Es liegt im Südwesten Baden-Württembergs und reicht auf einer Länge von 150 Kilometern vom Kraichgau bis an den Hochrhein. Seine westliche Begrenzung bildet der Oberrheingraben, im Osten schließen sich verschiedene Landschaften wie die Baar an. Seine Gesamtfläche beträgt ungefähr 6.009 Quadratkilometer. Auf dem Gebiet des Schwarzwaldes befinden sich mehrere Land- und Stadtkreise. Im Nordwesten liegt der Landkreis Rastatt, darin eingebettet der Stadtkreis Baden-Baden. Östlich von Rastatt folgen der Kreis Karlsruhe, dann der Enzkreis, in dem der Stadtkreis Pforzheim liegt. Dieser enthält die zweitgrößte Stadt des Schwarzwaldes, nämlich Pforzheim. Weiter südlich schließen sich der Landkreis Calw und der Landkreis Freudenstadt an, noch ein Stück südlicher der Ortenaukreis im Westen und der Landkreis Rottweil im Osten. Wiederum südlicher liegen von Westen nach Osten der Landkreis Emmendingen und der Schwarzwald-Baar-Kreis, der sich weit nach Süden erstreckt und an den Schweizer Kanton Schaffhausen grenzt. Südlich vom Landkreis Emmendingen folgen der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, darin eingelagert die kreisfreie Großstadt Stadt Freiburg im Breisgau, dann der Landkreis Lörrach im äußersten Südwesten Baden-Württembergs und der Landkreis Waldshut. Der Schwarzwald wird in einen nördlichen und einen südlichen Teil gegliedert, wobei das Tal des Flusses Kinzig die Grenze zwischen diesen beiden Regionen darstellt. Der nördliche Abschnitt ist bis zu 30 Kilometer breit, der südliche bis zu 50. Im Norden ist die Hornisgrinde mit 1.164 Metern der höchste Berg, im Süden der 1.493 Meter hohe Feldberg, der auch der höchste Gipfel eines Mittelgebirges in Deutschland und ebenso der höchste Berg ist, der nicht in den Alpen liegt. Insgesamt gibt es im Schwarzwald über hundert Berge, deren Gipfel höher als 1.000 Meter Meereshöhe sind. Eine kleine Auswahl: Drei Berge überragen die Marke von 1.400 Metern: Feldberg (1.493), Herzogenhorn (1.416) und Belchen (1.414). Elf sind es, die mehr als 1.300 Meter haben: Stübenwasen (1.389), Grafenmatte (1.376), Immisberg (1.373), Silberberg (1.359), Spießhorn (1.351), Toter Mann (1.322), Köpfle (1.321), Bärhalde (1.319), Blößling (1.309), Hochkopf (1.309) und Schweizerwald (1.305). Siebenundzwanzig Berge sind höher als 1.200, dreißig höher als 1.100 und weitere fünfunddreißig höher als 1.000 Meter. Im Schwarzwald befindet sich der westlichste Abschnitt der Europäischen Hauptwasserscheide. Sie teilt die Einzugsgebiete von Rhein und Donau, wobei die Donau, der zweitlängste Fluss Europas, ihren Ursprung im Schwarzwald nimmt. Außerdem entspringt im Schwarzwald der Neckar, der Fluss, der in Baden-Württemberg als besonders heimisch empfunden wird. Ähnlich wie die Vogesen im Westen ist auch der Schwarzwald an der Ostseite des Oberrheingrabens im Laufe der Zeit nach oben geschoben worden. Daher ragen die Berge an der Westseite des Schwarzwaldes recht steil aus der Tiefebene hervor, während sie nach Osten hin eher hügelartig abfallen. Das Grundgebirge des Schwarzwaldes, das an der Westseite bis an die Oberfläche tritt, besteht aus Gneis, enthält daneben einige Granitkörper. Weiter nach Osten und Norden hin gibt es eine Deckgebirgsschicht aus Buntsandstein. Klimatisch ist der Schwarzwald maritim, was bedeutet, dass er viel Niederschlag und eher milde Winter hat. Da aber die Temperaturen wegen der Höhenlage im Durchschnitt niedriger sind als im Tiefland, fallen die Winter meist kalt und schneereich aus. An der Westseite des Schwarzwaldes gibt es mehr Niederschlag als an der Ostseite. Im Winter tritt auf den Höhen außerdem die Inversionswetterlage auf. Das bedeutet, dass es in den Tälern neblig und kalt ist, auf den Bergen jedoch sonnig und mild. Daher kann man vor allem im Winter auf den Bergen des Schwarzwaldes eine atemberaubende Fernsicht genießen. Charakteristisch sind für die Region weiterhin die gute Luft und ein ganz spezieller Geruch, der Dir sofort auffallen wird, wenn Du den Schwarzwald besuchst. Übrigens liegt auch das Gebiet mit der höchsten Wahrscheinlichkeit für Hagelschlag im Schwarzwald, genauer gesagt im Schwarzwald-Baar-Kreis. Schon im sechsten Jahrhundert vor Christus siedelten Kelten in den Randregionen des Schwarzwaldes. Das weiß man durch verschiedene archäologische Funde beispielsweise aus der Nähe von Villingen-Schwenningen. Das Innere des Schwarzwaldes galt damals noch als undurchdringlich. Das sahen auch die Römer so, die diesem Gebiet verschiedene Bezeichnungen gaben. So hieß es »Abnoba mons«, also »Berg (oder Gebirge) der Abnoba«, wobei Abnoba eine keltische Gewässergöttin war und in Badenweiler als Schutzgöttin der Heilquellen galt. Ein anderer lateinischer Name für den Schwarzwald war »Marciana silva«, was wahrscheinlich »Grenzwald« heißt. Aber auch »Silva nigra« war in Gebrauch, »schwarzer Wald«. Auf jeden Fall heißt der Schwarzwald nachweislich schon im neunten Jahrhundert in althochdeutscher Sprache so wie heute, wobei man davon ausgeht, dass die Alemannen ihn ab dem achten Jahrhundert besiedelten. Zu jener Zeit trat eine Verbesserung des Klimas ein. Schon im zehnten Jahrhundert sind höhergelegene Täler erschlossen. Der Hochschwarzwald, also der Bereich in der Umgebung des Feldbergmassivs, blieb jedoch bis ins Mittelalter menschenleer. Die Römer besiedelten das Innere des Schwarzwaldes zwar nicht, errichteten aber im Kinzigtal eine Straße. Höchstwahrscheinlich diente sie dem Bergbau, der dort bereits zur Römerzeit betrieben wurde. Ansonsten errichteten sie an den Rändern des Mittelgebirges einige Ortschaften, vor allem mit Bädern. Heute ist der Schwarzwald in erster Linie wegen seiner vielen Wälder, der guten Luft und etlicher kultureller Besonderheiten bekannt und bei Touristen sehr beliebt. Schwarzwälder Kirschtorte wird fast überall auf der Welt gegessen, die Kuckucksuhr mit dem charakteristischen Vogelruf ist ein beliebtes Souvenir, und erfolgreiche Wintersportler haben Medaillen geholt. Durch den Schwarzwald kommt man gut mit Auto oder Bahn. So gibt es einige sehr bekannte Ferienstraßen, die beliebte Ausflugsziele ansteuern. Die ungefähr sechzig Kilometer lange Schwarzwaldhochstraße beginnt in Baden-Baden, verläuft dann auf der B500 in südöstlicher Richtung bis nach Freudenstadt. Sie passiert die Hornisgrinde, den höchsten Berg im Nordschwarzwald, und durchquert den Nationalpark Schwarzwald. Sie ist die älteste Ferienstraße des Schwarzwaldes. Eine andere Ferienstraße ist die Deutsche Uhrenstraße. Sie verknüpft die Ortschaften miteinander, an denen das Uhrmacherhandwerk im Schwarzwald lebendig war, kommt etwa an Furtwangen mit dem Deutschen Uhrenmuseum vorbei, wie auch an Lenzkirch, Rottweil, St. Georgen, St. Peter, Titisee-Neustadt und Triberg. Bahnstrecken sind im Schwarzwald zumeist von hohem touristischen Wert wegen der durch die Anstiege reduzierten Fahrgeschwindigkeiten. Berühmt sind die Schwarzwaldbahn von Offenburg nach Konstanz und die Höllentalbahn von Freiburg nach Donaueschingen. Fahrten mit Museumszügen werden auf der Sauschwänzlebahn (oder Wutachtalbahn) von Immendingen nach Waldshut-Tiengen angeboten. Darüber hinaus gibt es eine Menge kleinerer Nebenbahnen, in der Hauptsache zweigen sie von der Oberrheinbahn ab. Besuchen Sie unseren Onlineshop DEINDESIGNWERK Impressum Datenschutz AGB DEINDESIGNWERK GMBH

  • Besucherzentrum | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück BEsucherzentrum Von hier aus beginnt jede Expedition. Im Jahre 2014 wurde der Nationalpark Schwarzwald gegründet. In zwei dicht beieinanderliegenden Gebieten im Nordschwarzwald entstand somit der erste und bislang einzige Nationalpark Baden-Württembergs. Die nördliche der beiden zum Nationalpark gehörigen Flächen liegt um den Berg Hoher Ochsenkopf herum und umfasst ungefähr 2.400 Hektar. Der südliche Teil verfügt über fast 7.600 Hektar und umgibt den Ruhestein, eine Passhöhe mit 912 Metern. Im äußersten Nordwesten grenzt der Park direkt an den höchsten Berg des Nordschwarzwaldes, die Hornisgrinde. Der Nationalpark Schwarzwald ist mit 180 Nebeltagen eines der niederschlagsreichsten Gebiete in Deutschland. Die Aufgabe des Nationalparks ist in erster Linie der Erhalt der ursprünglichen Natur dieser Region. Hierin kann er bereits eindeutige Erfolge verzeichnen, denn vor allem die Population des Auerhahns hat sich seit Gründung des Parks stabilisiert. Darüber hinaus erfüllt er einen Bildungsauftrag. Im Besucherzentrum am Ruhestein gibt es vielfältige Ausstellungen und Vorträge. Von dort aus kann man auch an Führungen durch den Park teilnehmen. Geschützt werden im Nationalpark nicht nur die Wälder sondern auch eine weitere Landschaftsform, die es im Schwarzwald häufiger gibt, nämlich die Hochmoore. Der Begriff bezeichnet nicht etwa ein besonders hochgelegenes Moor, vielmehr eines, das sich langsam in die Höhe wölbt. Ähnlich wie die Karseen sind auch die Hochmoore ein Relikt der letzten Eiszeit. Es handelt sich um Flächen, auf denen Teichmoos wächst, während der Untergrund tonhaltig ist. Diese Bodenform bewahrt das Regenwasser vor dem Abfließen, worauf es vom Moos verbraucht wird, das in der Folge nach oben wächst. Die Betreuung des Nationalparks sowie Führungen der Besucher übernimmt ein Nationalparkranger. Sein Aufgabengebiet ist recht vielfältig. Er sorgt nicht nur für die Einhaltung der Maßnahmen zum Schutz der Natur, sondern unterstützt wissenschaftliche Untersuchungen, indem er im Parkgebiet Daten erhebt, kümmert sich um notwendige Eingriffe, um die Entsorgung von Abfällen aus dem Park und leistet jede Menge Öffentlichkeitsarbeit. Die genaue Berufsbezeichnung des Rangers in Deutschland lautet »Geprüfter Natur- und Landschaftspfleger«. Reichhaltige Informationen rund um den Nationalpark Schwarzwald: Offizielle Seite des Nationalparks Schwarzwald Ebenfalls auf der Hompage des Nationalparks gibt es eine Unterseite zum Nationalparkzentrum: Nationalpark Schwarzwald: Nantionalparkzentrum

  • Luchs | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Luchs Den bekommst Du hier nur ganz selten zu sehen. Er sieht aus wie eine Katze, ist aber wesentlich größer, der Luchs. Zu erkennen ist er nicht nur an seinem katzenhaften Äußeren, sondern vor allem an den in länglichen »Pinseln« auslaufenden Ohren, dem Backenbart und seinem stummelhaften Schwanz. In früheren Zeiten war der Luchs in weiten Teilen Mittel- und Nordeuropas heimisch, bis er vom Menschen ausgerottet wurde. Am Ende des zwanzigsten Jahrhundert begann ein Projekt zur Wiederansiedlung der Tiere in der Schweiz. Dass dies erfolgreich verlaufen ist, zeigt sich daran, dass von dort aus mehrere Exemplare in den Schwarzwald eingewandert und inzwischen wieder heimisch sind. Dies konnte anhand von Auswertungen von Senderdaten und Fotofallen seit 1998 sicher nachgewiesen werden. Luchse sind gemeinhin sehr scheu. Mit einer Körperlänge von bis zu 1,20 Metern und einer Höhe von maximal siebzig Zentimetern erreichen sie die Ausmaße eines Schäferhundes. Der recht kurze Schwanz misst maximal 25 Zentimeter. Ihr Gewicht kann bis zu 30 Kilogramm betragen. Sie sind vor allem nachts und in den Dämmerungsphasen aktiv. Ihre Reviere sind dabei von beträchtlicher Größe, können mehrere hundert Quadratkilometer umfassen, wobei männliche Tiere, auch Kuder genannt, wesentlich weiter umherstreifen als die Weibchen. Luchse haben individuell unterschiedlich gefärbtes, dichtes Fell, das meist Sand-, Rot- oder Brauntöne als Grundfarbe aufweist, nicht selten auch gefleckt ist. An den Ohren befindet sich ein weißer Fleck, während die Schwarzspitze immer schwarz ist. Luchse erbeuten verschiedene Tiere, Hasen, Nager, Fische, aber auch Rehe oder sogar Hirsche. Dabei bevorzugen sie es, sich an ihre Beute anzuschleichen. Ihr vortreffliches Gehör ist für sie von Vorteil. Luchse hören eine Maus aus 50 Metern Entfernung, sobald sie sich bewegt. Die Anzahl der Luchse in Deutschland ist recht gering. Sie beträgt zwischen ein- und zweihundert Exemplaren. Gefährdet sind Luchse durch die Zerstörung und Zerstückelung ihres Lebensraumes durch die Landwirtschaft und die Verkehrswege. Der Luchs steht somit auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere. Ob der Luchs zurückkommt, damit beschäftigt sich dieser interessante Blogbeitrag. Blog des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord Der NABU Baden-Württemberg stellt auf seiner Seite den Luchs im Detail vor. NABU Baden-Württemberg - Steckbrief Luchs

  • Wandern | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Wandern In der schönen Landschaft kann das richtig Spaß machen. Der Schwarzwald bietet sehr viele Wanderwege, wie sie verschiedenartiger nicht sein könnten. Einige sind überregional und durchqueren das Mittelgebirge, wieder andere sind Rundwege innerhalb des Schwarzwaldes. Erwähnenswert sind dabei vor allem die sogenannten Themenwege, auf denen in mehreren Stationen Wissen vermittelt wird. Die Schwierigkeitsgrade sind ebenfalls unterschiedlich. Es gibt steile Bergtouren, aber auch sanfte Wege, die man sogar mit einem Kinderwagen besuchen kann. Außerdem existieren Barfußrouten wie auch barrierefreie Wege. Landschaftlich herausragende Wanderrouten liegen vor allem um den Feldberg sowie in der Wutachschlucht. Aber auch die drei Höhenwege, die alle von Pforzheim ausgehen, sind sehr beliebt, mit jeweils über 200 Kilometern Länge allerdings eine Herausforderung. Der bekannteste hiervon ist der Westweg. Er hat seinen Endpunkt in Basel und kommt auf seinen 285 Kilometern an fast allen hohen Bergen des Schwarzwaldes vorbei. Eine Hommage an die Kuckucksuhr gibt es mit dem »U(h)rwaldpfad« am Rohrhardsberg. Hier sind in der warmen Jahreszeit alle möglichen Kuckucksuhren aufgehängt, die Nistplätze für Wildtiere bieten. Ein Uhrenträgerrundweg beginnt in Triberg und geht über Titisee-Neustadt sowie Villingen-Schwenningen auf über 180 Kilometern wieder nach Triberg zurück. Abgesehen vom Wandern kannst Du im Schwarzwald auch viele andere Freizeitaktivitäten genießen. So gibt es zahlreiche Freibäder, tolle Erlebnisbäder, Sommerrodelbahnen und Golfplätze, also Spaß für die ganze Familie. Inline-Skater kommen genauso auf ihre Kosten wie Drachenflieger. Und natürlich kannst Du auch reiten. Die schönsten Wanderwege im Schwarzwald werden auf dieser Seite ausführlich und reich bebildert vorgestellt. Schwarzwald-Tourismus.info – Wanderwege des Jahres Sehr viele Wanderwege gibt es auf dieser Seite zu bestaunen. Die Auswahl ist mehr als reichlich und gut beschrieben. Schwarzwald-Tourismus.info - Wandern im Schwarzwald

  • Nikolauskirche Buchenberg | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Nikolauskirche Buchenberg Ganz klein und bescheiden, aber uralt In Buchenberg, einem kleinen Ortsteil von Königsfeld, steht ein winziges Kirchlein, das sich von außen sehr bescheiden gibt. Tatsächlich ist es aber eines der ältesten im Schwarzwald. Seit dem elften Jahrhundert besteht die Nikolauskirche dort. Zu bestaunen gibt es darin Wandmalereien, die ebenfalls sehr alt sind und aus dem fünfzehnten Jahrhundert stammen. Sie wurden während umfangreicher Renovierungsarbeiten in den Fünfzigerjahren freigelegt und restauriert. Im Chor ist ein gemeißeltes Wappen der Familie von Falkenstein enthalten, die im fünfzehnten Jahrhundert Verbindungen nach Buchenberg hatte. Im Laufe der Zeit hat das Kirchlein einige Erdbeben und einen Blitzeinschlag im Turm nahezu unbeschadet überwunden. Es gab mehrfach Pläne, es zu vergrößern oder aber abzureißen. Jedoch wurde kaum etwas davon in die Tat umgesetzt bis zur schon erwähnten Runderneuerung im zwanzigsten Jahrhundert. Neben der Nikolauskirche gab es ein Pfarrhaus. Dieses wurde im sechzehnten Jahrhundert verkauft, worauf sich darin ein Gasthaus ansiedelte. Beim Thema Kirchen hat der Schwarzwald nicht nur solch beschauliche Orte wie Buchenberg zu bieten, sondern auch sehr große, imposante Bauwerke wie etwa das Freiburger Münster oder den Dom zu St. Blasien mit seiner riesigen Kuppel. Da die Region aus einem badischen und einem schwäbischen Teil besteht, gab es ab dem Dreißigjährigen Krieg nicht selten Reibungspunkte zwischen den christlichen Konfessionen, wobei einzelne Gemeinden im Laufe der Zeit mehrfach ihre Zugehörigkeit zu einem Hoheitsgebiet wechselten und dadurch zu einer anderen Konfession übertreten mussten. Auch etliche Klöster haben sich schon früh im Schwarzwald entwickelt. Darunter am wichtigsten ist das Kloster Hirsau, dessen Vorgeschichte bis ins neunte Jahrhundert reicht. Im elften Jahrhundert war es das größte Kloster im deutschsprachigen Gebiet. Es war nicht nur der Ausgangspunkt etlicher weiterer Klostergründungen, sondern auch der »Hirsauer Reform«, durch die schon existente Klostergemeinschaften erneuert wurden. Eine weitere Besonderheit des Schwarzwaldes ist das sogenannte Longinuskreuz. Es handelt sich um ein Kruzifix mit einem Walmdach, so wie es die hiesigen Bauernhöfe haben, sowie mit einem Bild des Longinus auf einem Pferd. Dieser war bei den Bauersleute Badens als Schutzpatron beliebt, was ein Grund für seine Anwesenheit an den Kreuzen sein könnte, zumal er dort meist in einer badischen Uniform dargestellt wird. Doch zurück zu Königsfeld: Der Ort ist vor allem bekannt als ein Zentrum der Herrnhuter Brüdergemeine, die im Jahre 1727 von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf gegründet wurde. Auf dem Gebiet Baden-Württembergs war Königsfeld zum Zeitpunkt seiner frühesten Beurkundung 1806 die erste Siedlung der Brüdergemeine. In Königsfeld gibt es ferner ein Albert-Schweitzer-Museum in einem nach dem bekannten Arzt benannten Haus, das er dort baute. Unweit von Buchenberg liegt das idyllische Glasbachtal, in dem ein gleichnamiger Bach fließt. Interessant an diesem ist, dass er bis zu seiner Einmündung in den jungen Neckar dessen wasserreichster Zufluss ist. Eine informative Seite zur Nikolauskirche: Geschichtsverein Buchenberg - Nikolauskirche Auf dieser Seite erfährt man alles Wissenswerte über das Longinuskreuz in St. Peter: Dreisamtal Online - Longinuskreuz

  • Bauernstube | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück (Schwarzwälder-) Bauernstube Nur in einem Raum war es so richtig warm. Die typische Schwarzwälder Bauernstube hat ein zentrales Element, den Kachelofen. Der sorgte nicht nur in der Stube für Wärme, sondern auch in der angrenzenden Küche, wo sich die Öffnung für die Befeuerung befand. Weitere Räume im Obergeschoss konnten durch Schiebetüren in der Decke beheizt werden. Am Abzug des Ofens gab es eine kleine Kammer, worin Fleisch geräuchert werden konnte. Der Ofen bzw. die Bank drumherum wird im Schwarzwälder Alemannischen »Kunscht« oder »Chust« genannt. Das Wort stimmt tatsächlich mit dem hochdeutschen »Kunst« überein. Gemeint ist damit die sogenannte »Holzersparungskunst« zum Benutzen von holzgefeuerten Öfen, die auf Konrad Zwick zurückgeht, der sie bereits im sechzehnten Jahrhundert in Konstanz niederschrieb. Die Stube war nicht nur ein Wohnbereich für die Gemütlichkeit. Hier wurde auch gearbeitet. So fanden hier nicht nur Uhrmacher- und andere Reparaturarbeiten statt, sondern es wurde auch gesponnen oder man stellte allerhand Gebrauchsgegenstände her, wie etwa Besen, Rechen, Geschirr, Eimer und Weiteres. Für diese Tätigkeiten boten sich die langen Winterabende an, wenn der Ackerbau ruhte. Nicht fehlen durfte in der Stube auch der Herrgottswinkel. Das war eine Ecke, meist gegenüber des Ofens, in der christliche Symbole angesammelt waren, an der Wand ein Kruzifix, dazu eine Marienfigur und Heiligenbilder. Dazu stellte man geweihte Kerzen und zündete sie beim Gebet an. Auch Bibel, Gesangbuch und Rosenkranz fanden sich dort. Somit kann gesagt werden, dass die Bauernstube ein zentraler Ort für die gesamte Familie und die meisten ihrer Beschäftigungen war.

  • Kartoffeln und Bibeleskäse | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Kartoffeln und Bibeleskäse Gegessen wird, was auf den Tisch kommt. Beim Bibeleskäs handelt es sich um eine Spezialität aus dem Schwarzwald. Sie wurde in der Vergangenheit von Bauersleuten zubereitet. Dafür wurde ein eher trockener Weißkäse mit Kräutern und Gewürzen vermengt. Die Zutaten können von Ort zu Ort variieren, Salz und Pfeffer sind jedoch grundsätzlich enthalten, daneben Zwiebeln, Schnittlauch und Knoblauch. Meistens wird Bibeleskäs mit Kartoffeln oder Brot serviert. Der Begriff leitet sich von der trockenen, bröseligen Konsistenz des Weißkäses ab. Das Wort »Bibele« bezeichnet in den alemannischen Mundarten so etwas wie »Knubbel«. Generell versteht man im Schwarzwald unter »Bibeleskäs« auch »Quark« im Allgemeinen. Wie alle Speisen der Bauersleute ist auch Bibeleskäs eher einfach und günstig in der Herstellung. Tatsächlich musste in früheren Zeiten möglichst sparsam gekocht werden, da die Landwirtschaft nur für den Eigenbedarf ausreichte und keine Gewinne abwarf. Heutzutage ist der Bibeleskäs allerdings bei Einheimischen wie auch Touristen sehr beliebt. Weiterhin bekannt für die Schwarzwälder Küche sind verschiedene Suppen, darunter die Hochzeits- und die Hechtklößchensuppe oder die badische Schneckensuppe. Am beliebtesten ist sicher die Flädlesuppe, in der Streifen aus Pfannkuchenteig eingelegt und zünftig gewürzt sind. Aber auch Spätzle und Maultaschen werden hier gerne serviert, ebenso wie »Schäufele«, »Leberle« und »Nierle«. Da der Schwarzwald einen badischen und einen württembergischen Teil hat, sind die Übergänge zwischen traditionell badischer und schwäbischer Küche hier eher fließend, weshalb Spätzle und Maultaschen fast genauso beliebt sind wie in Stuttgart. Wie der Bibbeleskäs zubereitet wird, kann man hier im Detail nachlesen. Naturpark Schwarzwald: Bibbelesekäs Und hier gibt es ausführliche Informationen zur Badischen Schneckensuppe: Schmeck den Süden: Schneckensuppe Wie man den Schwarzwald am besten kulinarisch erkunden kann, erfährt man hier: Schwarzwald-tourismus.info: Kulinarik

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