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- Dom St. Blasien | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Dom St. Blasien Groß und prächtig Der Ort St. Blasien liegt im südwestlichen Teil des Schwarzwaldes, in einem Gebiet, das man auch als Hotzenwald bezeichnet. Dessen westliche Begrenzung bildet der Fluss Wehra, die östliche die Schwarza, die auch durch den Schluchsee fließt. Tatsächlich ist St. Blasien gar nicht weit von diesem See entfernt. St. Blasien ist vor allem durch seinen imposanten Dom bekannt, der schon von Weitem das Ortsbild bestimmt. In seiner heutigen Form besteht er seit 1783. Er ist nach dem Vorbild des römischen Pantheons entstanden und insgesamt 62 Meter hoch. Herausragend ist seine Kuppel, die sich über 36 Meter spannt und die drittgrößte in Europa ist. Auch für sie hatte der Baumeister, der Franzose Pierre Michel d'Ixnard, ein wohlbekanntes Vorbild, nämlich die Michelangelo-Kuppel des Petersdoms zu Rom. Die Kuppel in St. Blasien besteht aus zwei ineinandergefügten Schalen, die von zwanzig korinthischen Säulen getragen werden. An ihrer äußeren Spitze ist eine goldene Kugel samt Kreuz angebracht. Es gibt auch eine Galerie, die an den zwanzig Säulen entlangverläuft. Eine Besonderheit: Würde man die Kuppel in ihrer Wölbung nach unten ergänzen, also eine runde Kugel aus ihr formen, so würde ihr tiefster Punkt genau auf dem Boden der Kirche liegen. Die Kuppel sorgt für eine angenehme Akustik, sodass der Dom zu St. Blasien heute gerne für Konzerte genutzt wird. An der Vorderseite des Rundbaus, den die Kuppel überspannt, erheben sich sechs Säulen, sowie an ihrer Außenseite zwei dreißig Meter hohe Türme, die insgesamt zehn Glocken beherbergen. Die letzte kam erst im Jahre 2005 hinzu. Bereits früh gab es an derselben Stelle schon eine Kirche. In der Zeit von 1088 bis 1104 soll sie erstmals geweiht worden sein. Sie wurde allerdings durch eine Brand im Jahre 1322 sowie während der Bauernkriege schwer beschädigt, sodass sie erneuert und 1538 ein zweites Mal geweiht werden musste. Doch wieder kam es zu Zerstörungen und Feuer, zuletzt 1768. Seit seinem letzten Neubau im Jahre 1783 ist der Dom jedoch unbeschädigt geblieben. Das Adelsgeschlecht der Habsburger hat eine Gruft im Dom, worin mehrere Gebeine gebettet sind. Der Name des Ortes St. Blasien geht auf den Heiligen Blasius von Sebaste zurück, der im Jahre 316 als Märtyrer starb. Ebenfalls sehenswert ist das Gerichtsgebäude des Ortes. Dort gibt es nämlich eine Sonnenuhr aus der Barockzeit zu bewundern. Informationen zum Dom St. Blasien inklusive Veranstaltungen und Wegweiser zur Anreise. Dom St. Blasien Auf der Homepage zum Dom gibt es umfangreiche Informationen zur Geschichte des Bauwerkes. Offizielle Seite des Doms St. Blasien So sieht die Sonnenuhr am Gerichtsgebäude von St. Blasien aus. Sonnenuhr St. Blasien
- Mühle | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Mühle Es steht eine Mühle im Schwarzwälder Tal. Die Flussläufe des Schwarzwaldes mit ihren bisweilen beträchtlichen Gefällen eigneten sich seit früher Zeit zur Nutzung von Wasserkraft. Diese ist eine sehr alte Methode der Energiegewinnung und bereits ab dem fünften vorchristlichen Jahrhundert belegt. Erste Getreidemühlen gab es im dritten vorchristlichen Jahrhundert. Im Schwarzwald geschah die Wasserkraftnutzung zunächst durch herkömmliche Mühlen, die vor allem für die Getreideverarbeitung in der Landwirtschaft eingesetzt wurden. Daneben wurden auch Hammerwerke und Sägen für die Holzbearbeitung mit Wasser angetrieben. Sie alle wurden an den Hängen errichtet, wo das Gefälle des Wassers am größten ist und somit die meiste kinetische Energie entwickelt. Beim Mahlen wird das entstaubte Getreide in einen Trichter eingefüllt, aus dem die Körner nach und nach zwischen zwei Mühlsteine fallen. Einer der Mühlsteine steht am Boden und wiegt bis zu zehn Kilogramm. Über diesem ist ein zweiter Stein angebracht, der ungefähr halb so schwer ist. Dieser wird mittels Wasserkraft bewegt. Die durch die Reibung zermahlenen Körner gelangen in eine Trommel, die ebenfalls über das Mühlrad gedreht wird und wie ein Sieb fungiert. Da die obere Gesteinsschicht im Schwarzwald Sandstein ist, bestanden auch die Mühlsteine aus diesem Material. Für die Verarbeitung des Baustoffes Holz wurden Sägewerke benötigt. Bis ins neunzehnte Jahrhundert hinein war Holz das Material, aus dem der überwiegende Teil der Gebrauchsgegenstände wie etwa Geschirr und Behälter gefertigt wurde. Auch und vor allem für den Hausbau war es von zentraler Wichtigkeit. In der Region finden sich des Öfteren Gewannnamen mit dem Bestandteil »Säge«, etwa häufig ein »Sägedobel«. Eine sehr alte Schwarzwaldmühle kannst Du im Simonswälder Tal bewundern, nämlich die Hexenlochmühle. Ähnliches gilt für die Rankmühle in St. Märgen. Die Mönchhof-Sägemühle in Waldachtal kann besichtigt werden. Sie wurde bereits im fünfzehnten Jahrhundert erbaut und ist immer noch im Originalzustand, also auch funktionstüchtig. Sehenswert ist außerdem die Großjockenmühle, die im Jahre 1883 am Eingang der Ravennaschlucht errichtet wurde. Sie verfügt über eine bauliche Besonderheit: Das Wasser für das Mühlrad wird nicht von außen zugeführt, sondern fließt durch das Dach. Weiterhin einen Blick wert ist die Kobisenmühle bei St. Georgen. Sie ist restauriert und kann besichtigt werden. Interessant ist, dass sie über zwei Mahlgänge verfügt. Im Laufe der Zeit wurden vor allem die Sägewerke auf Dampfbetrieb umgerüstet, heute laufen sie natürlich mit Strom. Auf dieser Seite gibt es eine Übersicht über verschiedene Mühlen im Schwarzwald, jeweils mit Beschreibung und Lageplan: Schwarzwald-Tourismus.info – Schwarzwälder Mühlen Eine »richtige« Mühle mit allem Drum und Dran findet sich hier: Hexenlochmühle
- Gerberei | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Gerberei Heute erinnern nur noch Straßennamen an dieses Handwerk Die Gerberei ist ein sehr altes Handwerk, das sich bereits bis in die Steinzeit zurückverfolgen lässt. Das ist nicht verwunderlich, denn schon damals gab es einfache Steinwerkzeuge zum Schaben und Schneiden sowie auch Felle, die man von erlegten Tieren abzog. Die Gerberei verarbeitet die Tierhäute und macht Leder daraus. Vor allem im Mittelalter war Leder sehr wichtig für die Herstellung von Kleidung, weshalb die Gerberei ein verbreitetes Handwerk war. Ebenso alt wie die Gerberei ist auch die Verwendung von Wolle von domestizierten Schafen. Die heutzutage weithin beliebte Baumwolle ist zwar ebenfalls alt, hat sich aber erst mit Beginn des neunzehnten Jahrhunderts global verbreiten können. Beim Gerben ging es darum, die Tierhaut so zu festigen, dass sie zu Leder wurde. War sie nämlich abgezogen, trocknete sie schnell aus, und kam sie mit Wasser in Berührung, drohte sie sogar zu faulen. Um diese Vorgänge zu verhindern, wurden Gerbstoffe eingesetzt. Zu Anfang waren dies Fette oder Öle, später dann auch Tran oder Baumrindenextrakte. Allerdings litten die Gerber unter einem schlechten Ruf, denn wer mit Tierhäuten arbeitete, lief Gefahr, sich durch den Verwesungsprozess oder über die in den Häuten enthaltenen Erreger Krankheiten wie Milzbrand einzufangen. Außerdem verbreiteten die Häute sowie die Gerbstoffe teilweise sehr üble Gerüche, weshalb man die Gerber mied. In Schiltach gibt es das Schüttesäge-Museum, das sich neben der Flößerei auch der historischen Entwicklung der Gerberei im Schwarzwald widmet. Davon abgesehen hat sich dieses traditionsreiche Handwerk in etlichen Namen erhalten. So gibt es nicht nur in Villingen eine Gerberstraße. Das Schüttesägemuseum in Schiltach bietet viele Ausstellungsstücke zu Flößerei, Holzwirtschaft und Gerberei im Schwarzwald. Schüttesägemuseum Schiltach
- Hirsch | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Hirsch Kann der wirklich so weit springen? Der Hirsch ist der König des Waldes. Im Schwarzwald lebt, wie auch in anderen Teilen Deutschlands, der Rothirsch. Er kann bis zu 1,50 Metern groß werden und bis zu 2,50 Metern lang. Dabei bringt er durchaus ein Gewicht von 250 Kilogramm auf die Waage. Das typische Merkmal von Hirschen ist ihr Geweih, das allerdings nur die männlichen Tiere tragen. Interessant daran ist, dass das Geweih jedes Jahr von Neuem wächst. Es fällt zunächst im Frühling ab und entwickelt sich wieder bis zum Sommer, wobei jedes Jahr zwei weitere Sprossen dazuwachsen. Somit kann man an der Anzahl der Geweihenden das Alter eines männlichen Hirsches bestimmen, wobei es aber nicht mehr als zwölf Enden werden können. Ebenso typisch für Hirsche sind ihre röhrenden Laute zur Brunftzeit, die im Spätsommer stattfindet. Die Kälber werden zu Beginn des Sommers geboren. Sie wachsen in einer Gruppe mit mehreren Hirschkühen auf, von denen eine das Rudel anführt. Die männlichen Tiere leben zumeist einzelgängerisch. Allerdings ist die Anzahl der Rothirsche im Schwarzwald nicht mehr besonders hoch. Demhingegen spielt er in der Kultur dieser Region eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Im Höllental gibt es den sogenannten »Hirschsprung«, eine enge, felsige Stelle, bei der die Berghänge 130 Meter über der Talsohle aufragen. An der Basis waren sie nur neun Meter auseinander, am oberen Felsenrand an die fünfzig. Dort befindet sich eine bronzene Hirschfigur mit einer Höhe von zweieinhalb Metern, die an eine Sage erinnert. Genau hier soll sich ein Hirsch mit einem gewaltigen Sprung von dem einen zum anderen Berghang vor einem Ritter gerettet haben, der auf der Jagd nach ihm war. Ob das wohl stimmt? Im Laufe der Zeit wurde die Stelle allerdings von Menschenhand verbreitert. Interessant ist auch der Zusammenhang des Hirsches mit dem Ursprung des Donauquellflusses Brigach bei St. Georgen. Die Brigach entspringt beim Hirzbauernhof. »Hirz« ist das althochdeutsche Wort für »Hirsch«, und tatsächlich findet sich unweit der Quelle der Brigach ein Stein mit dem Bild eines weißen Hirsches darauf. Der Rothirsch ist nach wie vor im Schwarzwald beheimatet. Hier gibt es Wissenswertes über das Tier: der Rothirsch Eine sehr eindrucksvolle Engstelle eines Schwarzwaldtales gibt es hier zu bewundern. Hirschsprung im Höllental Auf dieser Seite gibt es umfangreiche Informationen über das Management von Rotwild im nördlichen Schwarzwald. Rotwildkonzeption Nordschwarzwald der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg
- Schluchseetalsperre | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Schluchseetalsperre Schwarzwälder Wasserkraft Der Schluchsee bei der gleichnamigen Gemeinde ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen, bietet er doch reichlich Möglichkeiten zum Baden und Segeln. Er liegt in 930 Metern Meereshöhe und seine tiefste Stelle misst einundsechzig Meter. Er ist 7.5 Kilometer lang und 1.5 Kilometer breit. Somit ist er im Schwarzwald der größte See. Westlich davon gibt es zwei hohe Berge zu bewundern, die Schnepfhalde mit 1.282 Metern Höhe und den 1.274 Meter hohen Habsberg. Auf einem Rundweg kann man einmal das gesamte Ufer erwandern. In seiner heutigen Form besteht der Schluchsee erst seit 1932. Damals wurde eine 63 Meter hohe Staumauer errichtet, um den Pegel des Sees zur Nutzung von Wasserkraftwerken anzuheben. Man staute den Bach Schwarza, einen der Zuläufe, bis der Wasserspiegel um dreißig Meter angestiegen war. Der Schluchsee ist seither Deutschlands höchstgelegener Stausee. Allerdings mussten für seine Anhebung etliche Bewohner ihre Häuser für immer verlassen, da die Uferbereiche überflutet wurden. Im Wasser verschwunden sind sogar eine alte Poststraße und ein Schulgebäude. Heute wird Strom mit einer Leistung von ungefähr 520 Millionen Kilowattstunden pro Jahr erzeugt. Der Hauptteil des gesamten Kraftwerkkomplexes befindet sich unterirdisch. Aus dem Schluchsee fließt Wasser durch drei Kraftwerksstufen in Richtung Rhein, wobei es insgesamt über 610 Meter tief fällt und eine Strecke von ca 25 Kilometern zurücklegt. Um den Schluchsee ausreichend mit Wasser zu versorgen, wird dies in der anderen Richtung aus dem Rhein nach oben gepumpt. Außerdem wird ein Teil der Wassermenge aus dem oberen Lauf der Wutach, dem Seebach, abgezapft. Da das aus dem Rhein zugeführte Wasser zumeist wärmer ist als das der Schwarza, friert der Schluchsee im Winter nur selten zu, und wenn, dann ist das Eis recht brüchig. Schlittschuhlaufen ist dadurch nicht möglich. Da der Wasserstand des Schluchsees gelegentlich verringert werden muss, um zum Beispiel Wartungsarbeiten am Kraftwerkkomplex durchzuführen, kommt es des Öfteren zu Zerwürfnissen zwischen den Kraftwerksbetreibern und der Tourismusbranche, die den Pegel des Sees gerne konstant halten würde, damit der Bade- und Segelbetrieb weiterlaufen kann. Außerdem sehen die trocken gelegten Ufer nicht besonders schön aus. Unweit der Staumauer liegt der Ort Seebrugg, der den Endpunkt der Dreiseenbahn bildet. Im Bahnhof gibt es eine Tauchstation, von wo aus Du Tauchgänge im See unternehmen kannst. Wenn Du bei einem Besuch einen schönen Ausblick auf den Schluchsee genießen möchtest, kannst Du dies vom ungefähr dreißig Meter hohen Riesenbühlturm aus tun, der unweit des Ortes Schluchsee liegt. Möchtest Du lieber rodeln, kannst Du das im Rodel-und-Spaß-Park tun, übrigens auch im Sommer. Ebenfalls in Schluchsee gibt es den »Blumenpfad«, an dem Du verschiedene Kunstwerke aus Blumen bewundern kannst. Eine kurze Vorstellung inklusive Zeichnungen und Fotos findet man hier: Talsperren.info - Schluchsee Eine weitere kurze Vorstellung enthält auch Informationen zur Stadt und dem See. Schwarzwald-Informationen.de - Schluchsee So richtig geheimnisvoll wird es in diesem ausführlichen Video der Augsburger Allgemeinen. Friedbert Zapf, ein Lokalhistoriker, erzählt davon, wie beim Ablassen des Wassers aus dem Schluchsee alte Gemäuer wieder ans Tageslicht kommen. Augsburger Allgemeine – Versunkenes Dorf im Schluchsee Quelle: Schluchseewerk AG
- Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Lies in unserem großen Schwarzwaldlexikon viel Wissenswertes, Spannendes und manch Amüsantes über Deutschlands größtes Mittelgebirge, seine Menschen, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten sowie seine Tierwelt und einmalige Natur. Deine DEINDESIGNWERK GmbH Lies in unserem großen Schwarzwaldlexikon viel Wissenswertes, Spannendes und manch Amüsantes über Deutschlands größtes Mittelgebirge, seine Menschen, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten sowie seine Tierwelt und einmalige Natur. Erfahre mehr über den Schwarzwald, indem du einfach auf die einzelnen Motive drückst. Themenübersicht Auerhahn Bär Bannwald Barockkirche St. Peter (Schwarzwälder-) Bauernstube Baumwipfelpfad Besucherzentrum Bierbrauerei (Gutacher-) Bollenhut Der Hof von innen Dom St. Blasien Donauquelle (Uhrmacher-) Drehbank Feldberg Flößerei (Gebackene Schwarzwald-) Forelle Freiburger Münster Gerberei Glasbläserei Hirsch Hochzeitspaar Kartoffeln und Bibeleskäs (Schwarzwälder-) Kirschtorte (Schwarzwälder-) Kirschwasser Köhlerei
- Skispringen | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Skispringen »Fast« jeder Ort hatte eine Schanze. Im Schwarzwald ist Schnee im Winter keine Seltenheit, auch wenn er in den vergangenen Jahren durch den Klimawandel immer weniger geworden ist. Noch vor ungefähr hundert Jahren waren die Schneemengen hier beträchtlich. So verwundert es nicht, dass die Schwarzwälder dem Wintersport zugetan sind. So verfügen die hiesigen Skigebiete über viele präparierte Pisten mit einer Gesamtlänge von 250 Kilometer, sowie ungefähr 170 Skilifte. Apropos Skilift: Der wurde auch im Schwarzwald erfunden, nämlich im Jahre 1908 von Robert Winterhalder aus Schollach bei Eisenbach. Der hatte eine Mühle und die Idee, man könnte sich doch von der Wasserkraft auf den Berg ziehen lassen. So überwindet sein Lift zweiunddreißig Höhenmeter auf einer Strecke von ungefähr 280 Metern. Was viele nicht wissen, ist, dass der Wintersport in Deutschland zu einem großen Teil im Schwarzwald überhaupt erst begonnen hat. Vor allem gab es im Schwarzwald viele Skisprungschanzen. Nahezu jeder Ort hatte eine, wenn diese auch recht einfach gebaut waren und viele davon in der Zwischenzeit wieder verschwunden sind. Die größten stehen heute in Titisee-Neustadt (Hochfirstschanze, 142 Meter), Hinterzarten (Rothausschanze, 108 Meter) und Schonach (Langenwaldschanze, 106 Meter). In Titisee-Neustadt finden jährlich Weltcups im Skispringen statt, in Schonach solche der Nordischen Kombinierer. Die Hochfirstschanze ist nicht nur die größte Schanze im Schwarzwald, sondern auch die größte Naturschanze Deutschlands. Sie befindet sich direkt an einem Hang des Berges Hochfirst, der 1.197 Meter hoch ist. In Hinterzarten wird alljährlich ein internationales Sommerskispringen veranstaltet. Das findet auf der dortigen Rothausschanze statt. Generell ist Hinterzarten ein zentraler Ort des deutschen Skisprungs. Die Bedeutung Hinterzartens wird auch dadurch offensichtlich, dass namhafte Olympiasieger von hier stammen. Einer von ihnen ist Georg Thoma. Er gewann 1960 Gold in der Nordischen Kombination. Auf ihn geht auch die Gründung des Skimuseums zurück, das sich am Ort befindet. Sportlich noch erfolgreicher war dann sein Neffe Dieter Thoma im Skisprung sowie Skifliegen. Er war nicht nur Olympiasieger, sondern auch vierzehnmal deutscher Meister. Des Weiteren ist noch Olympiasieger Martin Schmitt zu nennen. Das Adler-Skistadion in Hinterzarten kann man hier betrachten. Hochschwarzwald.de - Adler-Skistadion Alles Wissenswerte über Skisprunglegende Dieter Thoma ist hier zusammengestellt: Wikipedia – Dieter Thoma Der Schwarzwaldpokal in Schonach informiert hier über die nächste Veranstaltung. Der Ticketverkauf startet jedes Jahr im November. Offizielle Seite des Schwarzwaldpokals in Schonach Deutschlands größte Naturskisprungschanze in Titisee-Neustadt wird hier vorgestellt, inklusive Veranstaltungstipps und Anfahrtsplan. Hochschwarzwald.de - Hochfirstschanze
- Glasbläserei | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Glasbläserei Der Schwarzwald war schon mal fast verschwunden. Das Glasbläserhandwerk im Schwarzwald ist sehr alt. Seine Anfänge liegen wohl schon im zwölften Jahrhundert. An mehreren Flussläufen wie etwa an der Kinzig und der Murg wurde das Waldglas hergestellt. Am Feldberg entstanden erste Glashütten um das Jahr 1579. Dies war vor allem durch die Beschaffenheit der Böden mit ihrem hohen Gehalt an Quarz möglich, einem Rohstoff, der für die Glasherstellung unabdingbar ist. Ursprünglich waren die Glashütten nicht an einen festen Ort gebunden. Sie wurden meist von einem Grundbesitzer an die Glasbläsermeister verpachtet. Da für deren Arbeit viel Holz benötigt wurde, war der Wald im Umkreis einer Glashütte schnell gerodet und die Werkstatt musste an einen anderen Ort verlegt werden. Die genaue Kenntnis zur Herstellung des Glases wurde von den Glasbläsermeistern geheim gehalten. Es wird überdies gemunkelt, dass die Glasbläsermeister alle einer einzigen weit verzweigten Familie entstammten, die nur untereinander verheiratet wurde. Da die Glashütten des Schwarzwaldes sehr weit entfernt vom tatsächlichen Einsatzort des produzierten Glases lagen, musste dieses dorthin transportiert werden. Dies geschah durch Glasträger, die mit einer großen Trage, der sogenannten »Krätze«, das Material auf dem Rücken in die Städte schafften, wo es auf Märkten verkauft wurde. Die Glasbläserei änderte sich dann im achtzehnten Jahrhundert nennenswert. Da der Bedarf an Glas vor allem für Fenster enorm anstieg, entstanden an verschiedenen Orten größere Betriebe, um die herum ganze Dörfer angesiedelt wurden, um die benötigten Arbeitskräfte unterzubringen und zu versorgen. Zusammen mit Flößerei und Köhlerei führte auch die Glasbläserei zur nahezu gänzlichen Abholzung des Schwarzwaldes. Dieser war übrigens ursprünglich ein Misch- und nicht wie heute ein Nadelwald. Dass es in der Gegenwart sehr viele Fichten gibt, liegt in erster Linie an deren raschem Wachstum, wodurch sie für ein zügiges Wiederaufforsten prädestiniert waren. Der Wirtschaftszweig der Glasherstellung hat sich dennoch bis in die Gegenwart erhalten. Traditionell arbeitende Glasbläsereien gibt es auch heute noch. So kann man den Glasbläsern an verschiedenen Orten bei ihrer Arbeit zuschauen, etwa in Alpirsbach, Altglashütten nahe des Feldbergs, in Buhlbach bei Baiersbronn oder in Herrischried. Auch in der Dorotheenhütte in Wolfach ist das möglich, wobei es hier sogar noch ein Glasmuseum gibt. Außerdem erinnern viele Ortsnamen mit dem Bestandteil »Glas« an die langjährige Tradition im Schwarzwald. Es gibt öfters eine »Glashalde« oder einen »Glasbach« und die Schwarzwaldbahn hat sogar drei »Glasträgertunnel«. Die letzte Kirstallglashütte im Schwarzwald, ein spannendes Museum und unterhaltsames Ausflugsziel ist die Dorotheenhütte in Wolfach. Dorotheenhütte Wolfach Im Schwarzwald finden sich noch einige traditionell arbeitende Glasbläsereien. Standorte im Schwarzwald
- Wildsee | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Wildsee Was ist denn ein Karsee und wo kommt er her? Auf 910 Metern Meereshöhe liegt der Wildsee im südlichen Teil des Nationalparks Schwarzwald, unweit des Berges Seekopf, der 1.055 Meter aufragt. Der Wildsee ist ungefähr elf Meter tief. Umgeben wird er von einem Waldgebiet, das bereits 1911 zum Bannwald erklärt wurde, also seither nicht mehr bewirtschaftet und vollkommen sich selbst überlassen wird. Die Karwand hinter dem Wildsee ist 125 hoch. Sein Wasser fließt über den Bach Schönmünz ab, der wiederum in die Murg mündet. Der Wildsee ist ein eiszeitlicher Karsee, wie es sie in den Höhenlagen des Schwarzwaldes häufig gibt. Entstanden sind Karseen durch Gletscher, die an Berghängen zu Vertiefungen geführt haben. Das Eis der Gletscher sinkt langsam talwärts. Darunter wird Schutt und Gestein vom Boden abgelöst und mitgeführt. Durch dieses dauerhafte Schieben vertieft sich der darunterliegende Boden zu einer tiefen Mulde. Dies ist das Becken des späteren Karsees, das sich durch das allmähliche Schmelzen des Gletschers füllt. Interessant ist, dass sich Kare im Schwarzwald vor allem an nördlichen bis östlichen Hängen gebildet haben. Das hängt damit zusammen, dass sich dort mehr Schnee angesammelt hatte und somit die Menge an Eis, die der Gletscher talwärts beförderte, größer war. Die Karseen haben sich während der letzten Eiszeit gebildet, als der Schwarzwald vergletschert war. Andere bekannte Gewässer dieser Art sind der Feldsee (beim Feldberg), der Mummelsee (bei Seebach im Ortenaukreis) oder der Nonnenmattweiher (Kleines Wiesental). Typisch für sie alle ist ihre Form mit einem relativ platten, vertieften Grund und einer meist steilen Rückwand. Karseen kommen nicht nur im Schwarzwald vor, sondern prinzipiell überall dort, wo es zuvor Gletscher gab. Kurze Vorstellung des Wildsees mit Bildern und Lageplan: Nationalparkregion-Schwarzwald.de - Wildsee Baiersbronn Hier gibt es einen interessanten Artikel über Karseen im Schwarzwald: Karseen im Schwarzwald auf Schwarzwald-Informationen.de
- Uhrenträger | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Uhrenträger Zu Fuß in die ganze Welt Der Beruf des Uhrenträgers hat sich im Schwarzwald aus dem des Glasträgers entwickelt. Um 1740 ist er erstmals belegt. Sein Markenzeichen ist auch das des Glasträgers, nämlich die »Krätze« genannte, aus Weiden geflochtene Rückentrage, in der die Uhren transportiert wurden. Die Uhrenträger waren zu Fuß unterwegs, denn Verkehrsmittel wie Eisenbahn oder Auto gab es zur damaligen Zeit noch nicht. Da die Schwarzwälder Uhren zunächst in häuslichen Werkstätten gefertigt wurden, hatten die Uhrmacher selbst kaum Möglichkeiten, ihre Ware zu verkaufen. Damals gab es aber die Glasträger, die bereits unterwegs zu Märkten waren. Daher gaben die Uhrmacher ihnen ihre Werke einfach mit. Somit entwickelte sich dann eine eigene Vereinigung von Händlern, die sich auf den Verkauf von Uhren spezialisierten, die Uhrenträger. Sie brachten nicht nur die weltbekannten Kuckucksuhren unters Volk. Im Schwarzwald wurden nämlich noch weitere Uhren angefertigt. Erste Zeitmesser aus Holz sollen bereits im 17. Jahrhundert entstanden sein, die sogenannten Waagbalkenuhren. Etwas bekannter waren die Lackschilduhren. Um 1843 sollen ungefähr 750 Uhrenträger unterwegs gewesen sein. Sie zogen teilweise weit fort, bis nach Russland und in die Türkei. Die Uhrenträger sorgten nicht zuletzt dafür, dass Uhren nicht mehr nur ein Luxusartikel waren. Durch die billigen Holzuhren aus dem Schwarzwald und die umherwandernden Uhrenträger konnten sich viele Menschen eine Uhr leisten. Wie die Krätze eines Schwarzwälder Uhrenträgers aussieht, kam man sich hier anschauen. Krätze aus dem Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen Eine der bekanntesten Uhrenfabriken des Schwarzwaldes entstand in Lenzkirch, die »Aktiengesellschaft für Uhrenfabrikation in Lenzkirch«. Heimatmuseumschwarzwald.de: Uhrenfabrik Lenzkirch Schilduhr
- Trachtenkinder | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Trachtenkinder Auch Kinder haben seinerzeit im Schwarzwald Trachten getragen. Allerdings war in jenen Tagen die hiesige Kindheit keine leichte, musste der Nachwuchs doch bereits in jungen Jahren auf dem familieneigenen Hof tatkräftig mithelfen. Kinder erbten das Anwesen schließlich. Allerdings wurde der Hof bei der Vererbung grundsätzlich nicht aufgeteilt. Das tat man, um sicherzustellen, dass der Betrieb unbeeinträchtigt weiterlaufen konnte und nicht etwa das Vieh auf einen anderen Hof genommen wurde. Das hat Auswirkungen auf die Erbfolge, sollte es mehr als ein Kind geben. Man vermachte den Hof entweder an den jüngsten Sohn oder die älteste Tochter. Weitere Kinder mussten sich verheiraten, um auf einen anderen Hof zu kommen. Hatten sie damit keinen Erfolg, blieben sie als Knecht oder Magd auf dem eigenen Anwesen zurück. Die Trachten für Kinder können im Trachtenmuseum in Haslach bewundert werden. Hier werden über hundert Trachten an lebensgroßen Puppen ausgestellt, daneben auch Alltagsgegenstände der Bauersleute des Schwarzwaldes. Untergebracht ist das Museum übrigens im Alten Kapuzinerkloster, wobei es sich um die letzte noch erhaltene Anlage der Kapuziner in Süddeutschland handelt. Eine interessante Quelle an Wissen über das Leben im und die Geschichte des Schwarzwaldes bietet die Seite von Autor Thomas Binder aus Freiburg. Geschichten aus dem Schwarzwald von Thomas Binder Das Schwarzwälder Trachtenmuseum in Haslach bietet einen Überblick über die hiesigen Trachten. Offizielle Seite des Trachtenmuseums Haslach
- Feldberg | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Feldberg Höher kommst Du hier nicht mehr hinauf: Der Feldberg. Mit 1.493 Metern Höhe bildet der Feldberg die höchste Erhebung des Schwarzwaldes. Gleichzeitig ist er in Deutschland der höchste Berg von allen Mittelgebirgen sowie außerhalb der Alpen. Er liegt südöstlich von Freiburg in einem Gebiet, das als Hochschwarzwald bezeichnet wird. Das Feldbergmassiv verfügt insgesamt über vier Gipfel. Unweit des Hauptgipfel, der auch »Höchster« genannt wird, liegt der Mittelbuck mit 1.472 Metern Höhe. Davon nördlich, 900 Meter vom Höchsten entfernt, schließt sich der Baldenweger Buck mit 1.460 Metern an. Ungefähr zwei Kilometer südöstlich des Hauptgipfels erhebt sich der Seebuck, der mit 1.449 Metern Höhe eine Art Vorberg bildet. Unter ihm liegt auf 1.109 Metern der Feldsee, ein eiszeitlicher Karsee. In den Feldberg eingeschnitten sind insgesamt fünf Täler, manche von ihnen sehr tief, vor allem die nach Westen hin liegenden. Das Zastlertal und das St. Wilhelmer Tal öffnen sich nach Nordwesten, das Wiesental nach Südwesten. Nach Osten erstreckt sich das Tal des Seebaches, der späteren Wutach, die den Feldsee durchquert. Das St. Wilhelmer Tal bietet einen wunderbaren Blick auf den Feldberg, der von dort aus über den Gipfeln der umliegenden Berge zu erkennen ist. Wegen seiner Höhe ist der Feldberg prädestiniert zur Wetterbeobachtung. Regelmäßige Messungen finden schon seit 1915 statt, eine Station mit Radar besteht seit 1937. Auch die fantastische Aussicht mit dem uneingeschränkten Fernblick auf Vogesen, Schwäbische Alb, Hegau und Alpen setzt die Besucher in Erstaunen. Bei günstigem Wetter kann man sogar die Zugspitze ausmachen. Vor allem im Sommer lohnt sich eine Wanderung in der Umgebung des Feldbergs. Dann wird die Vielfalt deutlich, die sich aus dem Zusammenspiel von Hochwäldern und -mooren, den eiszeitlichen Karseen und den Weiden ergibt und in dieser Form einzigartig ist. Erwähnenswert ist, dass der Hochschwarzwald durch eiszeitliche Gletscher geformt und beeinflusst ist. Der Feldsee ist somit ein Karsee, der größte seiner Art im Schwarzwald. Er erreicht eine Tiefe von bis zu 32 Metern und ist nahezu rund. Der um ihn liegende Feldseewald ist auf einer Fläche von 102 Hektar zum Bannwald erklärt worden. Bekannt ist der Feldberg auch durch sein Skigebiet. Das dortige Angebot umfasst sechzehn Pisten verschiedener Schwierigkeitsgrade sowie fünf Sesselbahnen und neun Lifte. Hinzu kommen noch sechs Loipen für Langlauftouren. Erstaunlich ist, dass der älteste noch bestehende Skiclub Deutschlands hier am Feldberg gegründet wurde, der SC Todtnau von 1891. 1897 wurde hier außerdem das erste Damenskirennen ausgetragen. Der Feldberg kann mit noch weiteren Besonderheiten aufwarten. Um ihn herum liegt ein gleichnamiges Naturschutzgebiet, das sogar das erste in Baden-Württemberg war und mit 4.227 Hektar auch noch das größte ist. Und in einem angrenzenden Tal befindet sich mit Feldberg-Bärental in 967 Metern Deutschlands höchstgelegener Bahnhof mit Normalspur, der Teil der Dreiseenbahn von Titisee nach Seebrugg ist. Auf dem Seebuck gibt es einen Turm, den man als Aussichtspunkt besteigen kann. Früher wurde er als Funkturm genutzt, seit 2013 jedoch enthält er ein Museum zum Thema Schwarzwälder Schinken sowie ein Trauzimmer, das höchste von Baden-Württemberg. Unweit des Turms steht ein Denkmal zu Ehren des Reichskanzlers Bismarck. Im Hochschwarzwald gibt es weitere markante Berge, zum Beispiel das Herzogenhorn mit 1.415 Metern oder den Belchen mit 1.414 Metern. Die höchste Erhebung des Nordschwarzwaldes bildet die Hornisgrinde mit 1.164 Metern. Im gesamten Schwarzwald gibt es über hundert Berge, die die Eintausendermarke überragen. Speziell zum Schwarzwälder Belchen gibt es eine Besonderheit. Von seinem Gipfel aus kann man in der Ferne zwei andere Berge mit demselben Namen sehen, einer liegt in den Vogesen, der andere in der Schweiz. Steht man abends am 21. März sowie am 23. September auf dem Belchen im Schwarzwald, also zur Tagundnachtgleiche, so sieht man, dass die Sonne über dem Belchen in den Vogesen untergeht. Ist man morgens am 21. Dezember, zur Wintersonnenwende, am gleichen Ort, geht die Sonne direkt über dem Belchen in der Schweiz auf. Informationen über das Skigebiet rund um den Feldberg. Liftverband Feldberg Den Feldberg kann man sich auch über Webcams anschauen. Na? Lust, selber vorbeizukommen? Liftverband Feldberg: Webcams Der idyllisch gelegene Feldsee wartet hier auf interessierte Leser. Feldsee

