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  • Mühle | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Mühle Es steht eine Mühle im Schwarzwälder Tal. Die Flussläufe des Schwarzwaldes mit ihren bisweilen beträchtlichen Gefällen eigneten sich seit früher Zeit zur Nutzung von Wasserkraft. Diese ist eine sehr alte Methode der Energiegewinnung und bereits ab dem fünften vorchristlichen Jahrhundert belegt. Erste Getreidemühlen gab es im dritten vorchristlichen Jahrhundert. Im Schwarzwald geschah die Wasserkraftnutzung zunächst durch herkömmliche Mühlen, die vor allem für die Getreideverarbeitung in der Landwirtschaft eingesetzt wurden. Daneben wurden auch Hammerwerke und Sägen für die Holzbearbeitung mit Wasser angetrieben. Sie alle wurden an den Hängen errichtet, wo das Gefälle des Wassers am größten ist und somit die meiste kinetische Energie entwickelt. Beim Mahlen wird das entstaubte Getreide in einen Trichter eingefüllt, aus dem die Körner nach und nach zwischen zwei Mühlsteine fallen. Einer der Mühlsteine steht am Boden und wiegt bis zu zehn Kilogramm. Über diesem ist ein zweiter Stein angebracht, der ungefähr halb so schwer ist. Dieser wird mittels Wasserkraft bewegt. Die durch die Reibung zermahlenen Körner gelangen in eine Trommel, die ebenfalls über das Mühlrad gedreht wird und wie ein Sieb fungiert. Da die obere Gesteinsschicht im Schwarzwald Sandstein ist, bestanden auch die Mühlsteine aus diesem Material. Für die Verarbeitung des Baustoffes Holz wurden Sägewerke benötigt. Bis ins neunzehnte Jahrhundert hinein war Holz das Material, aus dem der überwiegende Teil der Gebrauchsgegenstände wie etwa Geschirr und Behälter gefertigt wurde. Auch und vor allem für den Hausbau war es von zentraler Wichtigkeit. In der Region finden sich des Öfteren Gewannnamen mit dem Bestandteil »Säge«, etwa häufig ein »Sägedobel«. Eine sehr alte Schwarzwaldmühle kannst Du im Simonswälder Tal bewundern, nämlich die Hexenlochmühle. Ähnliches gilt für die Rankmühle in St. Märgen. Die Mönchhof-Sägemühle in Waldachtal kann besichtigt werden. Sie wurde bereits im fünfzehnten Jahrhundert erbaut und ist immer noch im Originalzustand, also auch funktionstüchtig. Sehenswert ist außerdem die Großjockenmühle, die im Jahre 1883 am Eingang der Ravennaschlucht errichtet wurde. Sie verfügt über eine bauliche Besonderheit: Das Wasser für das Mühlrad wird nicht von außen zugeführt, sondern fließt durch das Dach. Weiterhin einen Blick wert ist die Kobisenmühle bei St. Georgen. Sie ist restauriert und kann besichtigt werden. Interessant ist, dass sie über zwei Mahlgänge verfügt. Im Laufe der Zeit wurden vor allem die Sägewerke auf Dampfbetrieb umgerüstet, heute laufen sie natürlich mit Strom. Auf dieser Seite gibt es eine Übersicht über verschiedene Mühlen im Schwarzwald, jeweils mit Beschreibung und Lageplan: Schwarzwald-Tourismus.info – Schwarzwälder Mühlen Eine »richtige« Mühle mit allem Drum und Dran findet sich hier: Hexenlochmühle

  • Gerberei | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Gerberei Heute erinnern nur noch Straßennamen an dieses Handwerk Die Gerberei ist ein sehr altes Handwerk, das sich bereits bis in die Steinzeit zurückverfolgen lässt. Das ist nicht verwunderlich, denn schon damals gab es einfache Steinwerkzeuge zum Schaben und Schneiden sowie auch Felle, die man von erlegten Tieren abzog. Die Gerberei verarbeitet die Tierhäute und macht Leder daraus. Vor allem im Mittelalter war Leder sehr wichtig für die Herstellung von Kleidung, weshalb die Gerberei ein verbreitetes Handwerk war. Ebenso alt wie die Gerberei ist auch die Verwendung von Wolle von domestizierten Schafen. Die heutzutage weithin beliebte Baumwolle ist zwar ebenfalls alt, hat sich aber erst mit Beginn des neunzehnten Jahrhunderts global verbreiten können. Beim Gerben ging es darum, die Tierhaut so zu festigen, dass sie zu Leder wurde. War sie nämlich abgezogen, trocknete sie schnell aus, und kam sie mit Wasser in Berührung, drohte sie sogar zu faulen. Um diese Vorgänge zu verhindern, wurden Gerbstoffe eingesetzt. Zu Anfang waren dies Fette oder Öle, später dann auch Tran oder Baumrindenextrakte. Allerdings litten die Gerber unter einem schlechten Ruf, denn wer mit Tierhäuten arbeitete, lief Gefahr, sich durch den Verwesungsprozess oder über die in den Häuten enthaltenen Erreger Krankheiten wie Milzbrand einzufangen. Außerdem verbreiteten die Häute sowie die Gerbstoffe teilweise sehr üble Gerüche, weshalb man die Gerber mied. In Schiltach gibt es das Schüttesäge-Museum, das sich neben der Flößerei auch der historischen Entwicklung der Gerberei im Schwarzwald widmet. Davon abgesehen hat sich dieses traditionsreiche Handwerk in etlichen Namen erhalten. So gibt es nicht nur in Villingen eine Gerberstraße. Das Schüttesägemuseum in Schiltach bietet viele Ausstellungsstücke zu Flößerei, Holzwirtschaft und Gerberei im Schwarzwald. Schüttesägemuseum Schiltach

  • Wildtiere | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Wildtiere Die Tiere der Region und ein nicht immer beliebter Heimkehrer Der Schwarzwald bietet mit seinen vielen Wäldern Lebensraum für verschiedenste Tierarten. Wohl am häufigsten trifft man auf Rehe, Wildschweine und Füchse. Sehr zahlreich kommen Rehe im Schwarzwald vor. Sie werden maximal 1,30 Meter lang und 75 Zentimeter hoch und sind, wie man äußerlich leicht feststellen kann, mit Hirschen verwandt, jedoch kleiner als diese. So hat auch der Rehbock eine Art Geweih, »Gehörn« genannt, das im Herbst abgeworfen wird und über den Winter nachwächst. Es bekommt dabei jährlich neue Gabelenden, sodass ein Rehbock bis zu sechs Spitzen an seinem Gehörn hat, drei auf jeder Seite. Rehe haben im Sommer rotbraunes, im Winter eher graubraunes Fell. Junge Rehkitze kommen Anfang Juni zur Welt. Sie werden im Gras versteckt und bei Gefahr dort zurückgelassen. Es kann also passieren, dass Du im Wald ein solches Kitz auffindest, da seine Mutter vor Dir geflüchtet ist. In diesem Falle darfst Du das Kitz nicht anfassen, da es die Mutter sonst nicht mehr annimmt. Rehe leben zumeist in kleinen Gruppen und sind überwiegend nachtaktiv, da sie tagsüber zu oft im Wald gestört werden. Füchse sind weitläufig an den Hund verwandt und haben rotbraunes Fell, das am Bauch deutlich heller ist, sowie einen buschigen Schwanz. Sie fressen Mäuse und Vogeleier, gelegentlich auch Hasen und Rehkitze, daneben selten Früchte oder Pilze. Sie bewohnen unterirdische Bauten, die mehrere Eingänge haben, damit der Fuchs bei Gefahr unbemerkt fliehen kann. Wie fast überall in Deutschland gibt es auch im Schwarzwald Wildschweine. Das hat einen Grund. Diese Tiere scheuen auf der Suche nach neuen Revieren kaum eine natürliche Grenze. Wenn es sein muss, schwimmen sie auch durch breite Gewässer. Da stellt sogar eine Autobahn kaum ein Hindernis dar. Wildschweine leben in Gruppen, Rotten genannt, von miteinander verwandten Bachen, den weiblichen Tieren, zu denen sich die Jungen, Frischlinge genannt, gesellen. Männliche Wildschweine, die Keiler, dürfen sich den Rotten nur zur Paarungszeit nähern. Wildschweine können schlecht sehen, dafür aber gut hören und riechen. Mit ihren Nasen spüren sie Würmer, Insekten und Kleintiere auf, auch unter der Erdoberfläche. Oftmals zerwühlen sie dann den Boden, um an ihre Nahrung heranzukommen. Das sorgt bei Bauern für Unmut, wenn die Wildschweine die Felder umgraben, für den Wald ist es hingegen sehr von Nutzen, da nicht nur das Erdreich aufgelockert wird, sondern auch Wurzelschädlinge wie der Engerling aufgefressen werden. Wildschweine lieben es, zu baden und sich anschließend im Schlamm zu suhlen. Das hilft ihnen, lästige Insekten loszuwerden. Wieder eingewandert sind der Luchs, der sich aus der Schweiz in den Schwarzwald ausgebreitet hat, sowie der Biber. Der große, sehr geschäftige Nager wurde zunächst an der oberen Donau angesiedelt, von wo aus er flussaufwärts bis in die Schwarzwaldtäler gezogen ist. Außer seiner beachtlichen Gesamtlänge von bis zu einem Meter und einem Gewicht von bis zu dreißig Kilogramm beeindruckt der Biber vor allem durch seine Bautätigkeiten. In einem Gewässer errichtet er aus Reisig und Schlamm eine Biberburg, also einen Bau, in dem er seine Jungen zur Welt bringt und versteckt. Damit die Biberburg geschützt ist, liegt ihr Eingang immer unter Wasser. Da aber ein Gewässer je nach Jahreszeit und Wetter seinen Wasserstand ändert, greift der Biber selbst in den Lauf ein. Dazu errichtet er Dämme, um das Wasser aufzustauen und den Wasserspiegel zu regulieren. Steigt der zu stark an, öffnet der Biber den Damm und lässt Wasser ab. Somit bleibt seine Burg für andere Raubtiere unzugänglich. Der Biber ist außerdem ein sehr guter Schwimmer. Leider sorgt er mit seinen Bautätigkeiten mancherorts auch für Ungemach, wenn er zum Beispiel Wiesen unter Wasser setzt, weil er einen Damm gebaut hat. Außerdem braucht er Bäume, die er mit seinen Nagezähnen fällt. Die meisten Menschen im Schwarzwald freuen sich aber über den geschäftigen Heimkehrer. Heutzutage ist der Schwarzwald zu etwa 75% bewaldet. Das klingt nach einer ganzen Menge, doch stimmt das auch? Tatsächlich ist sehr viel Waldfläche vorhanden, doch wenn man sich diese genauer anschaut, stellt man fest, dass sie sehr engmaschig unterbrochen wird, meist durch Straßen. Somit kann gesagt werden, dass es nur in begrenztem Maße zusammenhängende, großflächige Wälder im Schwarzwald gibt, ein Umstand, der die heimischen Tiere einschränkt und gefährdet. Weiterführende Informationen über besondere Tierarten im Schwarzwald gibt es auf dieser Seite: Naturpark Südschwarzwald – Seltene Tierarten Nicht immer ganz willkommen ist der Wolf. Die Badische Zeitung hat hier einen Artikel zu dessen Wiederkehr geschrieben. Badische Zeitung - Wann kommt der Wolf wieder? Im Blog des Nationalparks Schwarzwaldwald findet sich ein Artikel über Hirsch, Reh und Wildschwein. Nationalpark Schwarzwal - Vor der Kamera

  • Schwarzwaldtal | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Schwarzwaldtal Wo Berge sind, gibt es auch Täler. Im Schwarzwald befinden sich etliche Berge mit einer Höhe über 1.000 Metern. Insgesamt sind es über hundert. Doch wo solch hohe Berge aufragen, gibt es natürlich auch Täler. An der Westseite des Schwarzwaldes, also aus Richtung des Oberrheingrabens, sind diese tief in die Flanken der Berge eingeschnitten. An der Ostseite hingegen fallen sie eher flach und hügelartig ab und die Höhenunterschiede zwischen Berg und Tal sind geringer. An den Hängen vor allem des Hochschwarzwaldes sowie der Höhenlagen des Nordschwarzwaldes haben sich während der letzten Eiszeit Gletscher gebildet, die durch ihren allmählichen Abfluss und den in ihnen mitgeführten Schotter einige Karseen geformt haben. In den Senken kommt wegen der allmählichen Auswaschung durch die Wasserläufe zumeist der Gneis zutage, der in Verbindung mit mehreren Granitkörpern wie etwa dem in Triberg das Grundgebirge des Schwarzwaldes bildet, während die Berge aus einer Deckgebirgsschicht bestehen, bei der es sich um Buntstandstein handelt. An der westlichen Seite, also zum Oberrheingraben hin, tritt das Grundgebirge sehr viel stärker in Erscheinung als an der Ostseite. An der Westseite führen die Bäche und Flüsse mehr Wasser als nach Osten hin. Generell ist die Buntsandsteinschicht im Nordschwarzwald stärker als im Südschwarzwald. Das Wasser der Schwarzwaldtäler gelangt in den Rhein oder in die Donau. Somit liegt auch die Europäische Hauptwasserscheide zu einem Teil im Schwarzwald, hat hier ihre westlichste Ausbuchtung. Einige der Flussquellen sind brunnenartig eingefasst, vor allem die Donauquelle bei Donaueschingen, wie auch die Neckar-, die Enz-, die Pregnitz- und die Berkelquelle. Der längste Fluss innerhalb des Schwarzwaldes ist mit 105 Kilometern die Enz. Ein paar Flüsse haben in der Vergangenheit ihren Lauf verändert, zum Beispiel die Wutach. In Zeiten vor ca 70.000 Jahren war sie noch ein Zufluss der Donau, was an ihrer östlichen Laufrichtung in ihrem oberen Bereich zu erkennen ist. Erst bei Achdorf knickt sie mit dem sogenannten »Wutachknie« um 100 Grad nach Süden hin ab und nähert sich dann dem Rhein. Ebenfalls eine enge Biegung vollzieht das Tal der Elz, wenn es sich um den Berg Gschasikopf windet. Ein anderes Tal ist nicht so sehr aus geologischen Gründen berühmt, sondern aus dem Fernsehen: Das Glottertal bot die Kulisse für die in den Achtzigerjahren sehr populäre Seifenoper »Die Schwarzwaldklinik«. Auch wenn die Serie nicht mehr läuft, ist das Glottertal einen Besuch wert. Das Höllental ist wegen seiner engen Einschnitte sehenswert. In ihm windet sich die nach ihm benannte Höllentalbahn von Freiburg ausgehend hinauf nach Titisee-Neustadt. An seinem oberen Ende schließt sich die vier Kilometer lange Ravennaschlucht an, die mit ihren Wasserfällen sehr urtümlich ist. Ebenfalls eher wild gibt sich das 25 Kilometer lange Simonswälder Tal mit seinen bis zu 700 Meter hohen Hängen. Es enthält ein Bannwaldgebiet und die vierzig Meter hohen Zweribacher Wasserfälle. Eines der markantesten Täler und zugleich die Grenze zwischen Nord- und Südschwarzwald ist das Kinzigtal. Bei Hausach liegt es 550 tiefer als die es umgebenden Berge und ist relativ breit. Zusammen mit ihren Nebenflüssen bildet die Kinzig das wasserreichste und am weitesten verzweigte Gewässer des Schwarzwaldes. Hier sowie in den Seitentälern fand schon früh Bergbau statt, Kobalt und Silber wurden bei Schenkenzell abgebaut. Dieses Tal war bereits von den Römern durch die Kinzigtalstraße erschlossen. Außerdem gibt es einige Höhlen, die Du besichtigen kannst, wie etwa die Erdmannshöhle in Hasel. Im Schwarzwald gibt es reichlich Flüsse und Täler. Eine kleine Auswahl ist auf dieser Seite zusammengestellt. Schwarzwald-Tourismus.info – Flüsse und Täler Höllental Bekannt wurde nicht nicht zuletzt dank der Schwarzwaldklinik, das Glottertal. Dass es darüber hinaus einiges zu bieten hat, kann man auf dieser Seite nachlesen. Schwarzwald-Toursimus-info - Glottertal Das Kinzigtal bildet die Grenze zwischen nördlichem und südlichem Schwarzwald, liegt also mittendrin in dieser faszinierenden Landschaft. Im Kinzigtal gibt es unglaublich viel zu entdecken. Diese Seite bietet einen umfassenden Überblick: Schwarzwald-Kinzigtal.info Deutschlands größten und ältesten Tropfstein findet man in der Erdmannshöhle. Die folgende Seite informiert über Anfahrt, Öffnungszeiten und so manches, was man in der Höhle entdecken kann. Schwarzwald-Tourismus.info – Hasel - Erdmannshöhle

  • Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Lies in unserem großen Schwarzwaldlexikon viel Wissenswertes, Spannendes und manch Amüsantes über Deutschlands größtes Mittelgebirge, seine Menschen, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten sowie seine Tierwelt und einmalige Natur. Deine DEINDESIGNWERK GmbH Lies in unserem großen Schwarzwaldlexikon viel Wissenswertes, Spannendes und manch Amüsantes über Deutschlands größtes Mittelgebirge, seine Menschen, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten sowie seine Tierwelt und einmalige Natur. Erfahre mehr über den Schwarzwald, indem du einfach auf die einzelnen Motive drückst. Themenübersicht Auerhahn Bär Bannwald Barockkirche St. Peter (Schwarzwälder-) Bauernstube Baumwipfelpfad Besucherzentrum Bierbrauerei (Gutacher-) Bollenhut Der Hof von innen Dom St. Blasien Donauquelle (Uhrmacher-) Drehbank Feldberg Flößerei (Gebackene Schwarzwald-) Forelle Freiburger Münster Gerberei Glasbläserei Hirsch Hochzeitspaar Kartoffeln und Bibeleskäs (Schwarzwälder-) Kirschtorte (Schwarzwälder-) Kirschwasser Köhlerei

  • Skispringen | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Skispringen »Fast« jeder Ort hatte eine Schanze. Im Schwarzwald ist Schnee im Winter keine Seltenheit, auch wenn er in den vergangenen Jahren durch den Klimawandel immer weniger geworden ist. Noch vor ungefähr hundert Jahren waren die Schneemengen hier beträchtlich. So verwundert es nicht, dass die Schwarzwälder dem Wintersport zugetan sind. So verfügen die hiesigen Skigebiete über viele präparierte Pisten mit einer Gesamtlänge von 250 Kilometer, sowie ungefähr 170 Skilifte. Apropos Skilift: Der wurde auch im Schwarzwald erfunden, nämlich im Jahre 1908 von Robert Winterhalder aus Schollach bei Eisenbach. Der hatte eine Mühle und die Idee, man könnte sich doch von der Wasserkraft auf den Berg ziehen lassen. So überwindet sein Lift zweiunddreißig Höhenmeter auf einer Strecke von ungefähr 280 Metern. Was viele nicht wissen, ist, dass der Wintersport in Deutschland zu einem großen Teil im Schwarzwald überhaupt erst begonnen hat. Vor allem gab es im Schwarzwald viele Skisprungschanzen. Nahezu jeder Ort hatte eine, wenn diese auch recht einfach gebaut waren und viele davon in der Zwischenzeit wieder verschwunden sind. Die größten stehen heute in Titisee-Neustadt (Hochfirstschanze, 142 Meter), Hinterzarten (Rothausschanze, 108 Meter) und Schonach (Langenwaldschanze, 106 Meter). In Titisee-Neustadt finden jährlich Weltcups im Skispringen statt, in Schonach solche der Nordischen Kombinierer. Die Hochfirstschanze ist nicht nur die größte Schanze im Schwarzwald, sondern auch die größte Naturschanze Deutschlands. Sie befindet sich direkt an einem Hang des Berges Hochfirst, der 1.197 Meter hoch ist. In Hinterzarten wird alljährlich ein internationales Sommerskispringen veranstaltet. Das findet auf der dortigen Rothausschanze statt. Generell ist Hinterzarten ein zentraler Ort des deutschen Skisprungs. Die Bedeutung Hinterzartens wird auch dadurch offensichtlich, dass namhafte Olympiasieger von hier stammen. Einer von ihnen ist Georg Thoma. Er gewann 1960 Gold in der Nordischen Kombination. Auf ihn geht auch die Gründung des Skimuseums zurück, das sich am Ort befindet. Sportlich noch erfolgreicher war dann sein Neffe Dieter Thoma im Skisprung sowie Skifliegen. Er war nicht nur Olympiasieger, sondern auch vierzehnmal deutscher Meister. Des Weiteren ist noch Olympiasieger Martin Schmitt zu nennen. Das Adler-Skistadion in Hinterzarten kann man hier betrachten. Hochschwarzwald.de - Adler-Skistadion Alles Wissenswerte über Skisprunglegende Dieter Thoma ist hier zusammengestellt: Wikipedia – Dieter Thoma Der Schwarzwaldpokal in Schonach informiert hier über die nächste Veranstaltung. Der Ticketverkauf startet jedes Jahr im November. Offizielle Seite des Schwarzwaldpokals in Schonach Deutschlands größte Naturskisprungschanze in Titisee-Neustadt wird hier vorgestellt, inklusive Veranstaltungstipps und Anfahrtsplan. Hochschwarzwald.de - Hochfirstschanze

  • Glasbläserei | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Glasbläserei Der Schwarzwald war schon mal fast verschwunden. Das Glasbläserhandwerk im Schwarzwald ist sehr alt. Seine Anfänge liegen wohl schon im zwölften Jahrhundert. An mehreren Flussläufen wie etwa an der Kinzig und der Murg wurde das Waldglas hergestellt. Am Feldberg entstanden erste Glashütten um das Jahr 1579. Dies war vor allem durch die Beschaffenheit der Böden mit ihrem hohen Gehalt an Quarz möglich, einem Rohstoff, der für die Glasherstellung unabdingbar ist. Ursprünglich waren die Glashütten nicht an einen festen Ort gebunden. Sie wurden meist von einem Grundbesitzer an die Glasbläsermeister verpachtet. Da für deren Arbeit viel Holz benötigt wurde, war der Wald im Umkreis einer Glashütte schnell gerodet und die Werkstatt musste an einen anderen Ort verlegt werden. Die genaue Kenntnis zur Herstellung des Glases wurde von den Glasbläsermeistern geheim gehalten. Es wird überdies gemunkelt, dass die Glasbläsermeister alle einer einzigen weit verzweigten Familie entstammten, die nur untereinander verheiratet wurde. Da die Glashütten des Schwarzwaldes sehr weit entfernt vom tatsächlichen Einsatzort des produzierten Glases lagen, musste dieses dorthin transportiert werden. Dies geschah durch Glasträger, die mit einer großen Trage, der sogenannten »Krätze«, das Material auf dem Rücken in die Städte schafften, wo es auf Märkten verkauft wurde. Die Glasbläserei änderte sich dann im achtzehnten Jahrhundert nennenswert. Da der Bedarf an Glas vor allem für Fenster enorm anstieg, entstanden an verschiedenen Orten größere Betriebe, um die herum ganze Dörfer angesiedelt wurden, um die benötigten Arbeitskräfte unterzubringen und zu versorgen. Zusammen mit Flößerei und Köhlerei führte auch die Glasbläserei zur nahezu gänzlichen Abholzung des Schwarzwaldes. Dieser war übrigens ursprünglich ein Misch- und nicht wie heute ein Nadelwald. Dass es in der Gegenwart sehr viele Fichten gibt, liegt in erster Linie an deren raschem Wachstum, wodurch sie für ein zügiges Wiederaufforsten prädestiniert waren. Der Wirtschaftszweig der Glasherstellung hat sich dennoch bis in die Gegenwart erhalten. Traditionell arbeitende Glasbläsereien gibt es auch heute noch. So kann man den Glasbläsern an verschiedenen Orten bei ihrer Arbeit zuschauen, etwa in Alpirsbach, Altglashütten nahe des Feldbergs, in Buhlbach bei Baiersbronn oder in Herrischried. Auch in der Dorotheenhütte in Wolfach ist das möglich, wobei es hier sogar noch ein Glasmuseum gibt. Außerdem erinnern viele Ortsnamen mit dem Bestandteil »Glas« an die langjährige Tradition im Schwarzwald. Es gibt öfters eine »Glashalde« oder einen »Glasbach« und die Schwarzwaldbahn hat sogar drei »Glasträgertunnel«. Die letzte Kirstallglashütte im Schwarzwald, ein spannendes Museum und unterhaltsames Ausflugsziel ist die Dorotheenhütte in Wolfach. Dorotheenhütte Wolfach Im Schwarzwald finden sich noch einige traditionell arbeitende Glasbläsereien. Standorte im Schwarzwald

  • Wildsee | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Wildsee Was ist denn ein Karsee und wo kommt er her? Auf 910 Metern Meereshöhe liegt der Wildsee im südlichen Teil des Nationalparks Schwarzwald, unweit des Berges Seekopf, der 1.055 Meter aufragt. Der Wildsee ist ungefähr elf Meter tief. Umgeben wird er von einem Waldgebiet, das bereits 1911 zum Bannwald erklärt wurde, also seither nicht mehr bewirtschaftet und vollkommen sich selbst überlassen wird. Die Karwand hinter dem Wildsee ist 125 hoch. Sein Wasser fließt über den Bach Schönmünz ab, der wiederum in die Murg mündet. Der Wildsee ist ein eiszeitlicher Karsee, wie es sie in den Höhenlagen des Schwarzwaldes häufig gibt. Entstanden sind Karseen durch Gletscher, die an Berghängen zu Vertiefungen geführt haben. Das Eis der Gletscher sinkt langsam talwärts. Darunter wird Schutt und Gestein vom Boden abgelöst und mitgeführt. Durch dieses dauerhafte Schieben vertieft sich der darunterliegende Boden zu einer tiefen Mulde. Dies ist das Becken des späteren Karsees, das sich durch das allmähliche Schmelzen des Gletschers füllt. Interessant ist, dass sich Kare im Schwarzwald vor allem an nördlichen bis östlichen Hängen gebildet haben. Das hängt damit zusammen, dass sich dort mehr Schnee angesammelt hatte und somit die Menge an Eis, die der Gletscher talwärts beförderte, größer war. Die Karseen haben sich während der letzten Eiszeit gebildet, als der Schwarzwald vergletschert war. Andere bekannte Gewässer dieser Art sind der Feldsee (beim Feldberg), der Mummelsee (bei Seebach im Ortenaukreis) oder der Nonnenmattweiher (Kleines Wiesental). Typisch für sie alle ist ihre Form mit einem relativ platten, vertieften Grund und einer meist steilen Rückwand. Karseen kommen nicht nur im Schwarzwald vor, sondern prinzipiell überall dort, wo es zuvor Gletscher gab. Kurze Vorstellung des Wildsees mit Bildern und Lageplan: Nationalparkregion-Schwarzwald.de - Wildsee Baiersbronn Hier gibt es einen interessanten Artikel über Karseen im Schwarzwald: Karseen im Schwarzwald auf Schwarzwald-Informationen.de

  • Uhrenträger | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Uhrenträger Zu Fuß in die ganze Welt Der Beruf des Uhrenträgers hat sich im Schwarzwald aus dem des Glasträgers entwickelt. Um 1740 ist er erstmals belegt. Sein Markenzeichen ist auch das des Glasträgers, nämlich die »Krätze« genannte, aus Weiden geflochtene Rückentrage, in der die Uhren transportiert wurden. Die Uhrenträger waren zu Fuß unterwegs, denn Verkehrsmittel wie Eisenbahn oder Auto gab es zur damaligen Zeit noch nicht. Da die Schwarzwälder Uhren zunächst in häuslichen Werkstätten gefertigt wurden, hatten die Uhrmacher selbst kaum Möglichkeiten, ihre Ware zu verkaufen. Damals gab es aber die Glasträger, die bereits unterwegs zu Märkten waren. Daher gaben die Uhrmacher ihnen ihre Werke einfach mit. Somit entwickelte sich dann eine eigene Vereinigung von Händlern, die sich auf den Verkauf von Uhren spezialisierten, die Uhrenträger. Sie brachten nicht nur die weltbekannten Kuckucksuhren unters Volk. Im Schwarzwald wurden nämlich noch weitere Uhren angefertigt. Erste Zeitmesser aus Holz sollen bereits im 17. Jahrhundert entstanden sein, die sogenannten Waagbalkenuhren. Etwas bekannter waren die Lackschilduhren. Um 1843 sollen ungefähr 750 Uhrenträger unterwegs gewesen sein. Sie zogen teilweise weit fort, bis nach Russland und in die Türkei. Die Uhrenträger sorgten nicht zuletzt dafür, dass Uhren nicht mehr nur ein Luxusartikel waren. Durch die billigen Holzuhren aus dem Schwarzwald und die umherwandernden Uhrenträger konnten sich viele Menschen eine Uhr leisten. Wie die Krätze eines Schwarzwälder Uhrenträgers aussieht, kam man sich hier anschauen. Krätze aus dem Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen Eine der bekanntesten Uhrenfabriken des Schwarzwaldes entstand in Lenzkirch, die »Aktiengesellschaft für Uhrenfabrikation in Lenzkirch«. Heimatmuseumschwarzwald.de: Uhrenfabrik Lenzkirch Schilduhr

  • Trachtenkinder | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Trachtenkinder Auch Kinder haben seinerzeit im Schwarzwald Trachten getragen. Allerdings war in jenen Tagen die hiesige Kindheit keine leichte, musste der Nachwuchs doch bereits in jungen Jahren auf dem familieneigenen Hof tatkräftig mithelfen. Kinder erbten das Anwesen schließlich. Allerdings wurde der Hof bei der Vererbung grundsätzlich nicht aufgeteilt. Das tat man, um sicherzustellen, dass der Betrieb unbeeinträchtigt weiterlaufen konnte und nicht etwa das Vieh auf einen anderen Hof genommen wurde. Das hat Auswirkungen auf die Erbfolge, sollte es mehr als ein Kind geben. Man vermachte den Hof entweder an den jüngsten Sohn oder die älteste Tochter. Weitere Kinder mussten sich verheiraten, um auf einen anderen Hof zu kommen. Hatten sie damit keinen Erfolg, blieben sie als Knecht oder Magd auf dem eigenen Anwesen zurück. Die Trachten für Kinder können im Trachtenmuseum in Haslach bewundert werden. Hier werden über hundert Trachten an lebensgroßen Puppen ausgestellt, daneben auch Alltagsgegenstände der Bauersleute des Schwarzwaldes. Untergebracht ist das Museum übrigens im Alten Kapuzinerkloster, wobei es sich um die letzte noch erhaltene Anlage der Kapuziner in Süddeutschland handelt. Eine interessante Quelle an Wissen über das Leben im und die Geschichte des Schwarzwaldes bietet die Seite von Autor Thomas Binder aus Freiburg. Geschichten aus dem Schwarzwald von Thomas Binder Das Schwarzwälder Trachtenmuseum in Haslach bietet einen Überblick über die hiesigen Trachten. Offizielle Seite des Trachtenmuseums Haslach

  • Hirsch | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Hirsch Kann der wirklich so weit springen? Der Hirsch ist der König des Waldes. Im Schwarzwald lebt, wie auch in anderen Teilen Deutschlands, der Rothirsch. Er kann bis zu 1,50 Metern groß werden und bis zu 2,50 Metern lang. Dabei bringt er durchaus ein Gewicht von 250 Kilogramm auf die Waage. Das typische Merkmal von Hirschen ist ihr Geweih, das allerdings nur die männlichen Tiere tragen. Interessant daran ist, dass das Geweih jedes Jahr von Neuem wächst. Es fällt zunächst im Frühling ab und entwickelt sich wieder bis zum Sommer, wobei jedes Jahr zwei weitere Sprossen dazuwachsen. Somit kann man an der Anzahl der Geweihenden das Alter eines männlichen Hirsches bestimmen, wobei es aber nicht mehr als zwölf Enden werden können. Ebenso typisch für Hirsche sind ihre röhrenden Laute zur Brunftzeit, die im Spätsommer stattfindet. Die Kälber werden zu Beginn des Sommers geboren. Sie wachsen in einer Gruppe mit mehreren Hirschkühen auf, von denen eine das Rudel anführt. Die männlichen Tiere leben zumeist einzelgängerisch. Allerdings ist die Anzahl der Rothirsche im Schwarzwald nicht mehr besonders hoch. Demhingegen spielt er in der Kultur dieser Region eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Im Höllental gibt es den sogenannten »Hirschsprung«, eine enge, felsige Stelle, bei der die Berghänge 130 Meter über der Talsohle aufragen. An der Basis waren sie nur neun Meter auseinander, am oberen Felsenrand an die fünfzig. Dort befindet sich eine bronzene Hirschfigur mit einer Höhe von zweieinhalb Metern, die an eine Sage erinnert. Genau hier soll sich ein Hirsch mit einem gewaltigen Sprung von dem einen zum anderen Berghang vor einem Ritter gerettet haben, der auf der Jagd nach ihm war. Ob das wohl stimmt? Im Laufe der Zeit wurde die Stelle allerdings von Menschenhand verbreitert. Interessant ist auch der Zusammenhang des Hirsches mit dem Ursprung des Donauquellflusses Brigach bei St. Georgen. Die Brigach entspringt beim Hirzbauernhof. »Hirz« ist das althochdeutsche Wort für »Hirsch«, und tatsächlich findet sich unweit der Quelle der Brigach ein Stein mit dem Bild eines weißen Hirsches darauf. Der Rothirsch ist nach wie vor im Schwarzwald beheimatet. Hier gibt es Wissenswertes über das Tier: der Rothirsch Eine sehr eindrucksvolle Engstelle eines Schwarzwaldtales gibt es hier zu bewundern. Hirschsprung im Höllental Auf dieser Seite gibt es umfangreiche Informationen über das Management von Rotwild im nördlichen Schwarzwald. Rotwildkonzeption Nordschwarzwald der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg

  • Feldberg | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Feldberg Höher kommst Du hier nicht mehr hinauf: Der Feldberg. Mit 1.493 Metern Höhe bildet der Feldberg die höchste Erhebung des Schwarzwaldes. Gleichzeitig ist er in Deutschland der höchste Berg von allen Mittelgebirgen sowie außerhalb der Alpen. Er liegt südöstlich von Freiburg in einem Gebiet, das als Hochschwarzwald bezeichnet wird. Das Feldbergmassiv verfügt insgesamt über vier Gipfel. Unweit des Hauptgipfel, der auch »Höchster« genannt wird, liegt der Mittelbuck mit 1.472 Metern Höhe. Davon nördlich, 900 Meter vom Höchsten entfernt, schließt sich der Baldenweger Buck mit 1.460 Metern an. Ungefähr zwei Kilometer südöstlich des Hauptgipfels erhebt sich der Seebuck, der mit 1.449 Metern Höhe eine Art Vorberg bildet. Unter ihm liegt auf 1.109 Metern der Feldsee, ein eiszeitlicher Karsee. In den Feldberg eingeschnitten sind insgesamt fünf Täler, manche von ihnen sehr tief, vor allem die nach Westen hin liegenden. Das Zastlertal und das St. Wilhelmer Tal öffnen sich nach Nordwesten, das Wiesental nach Südwesten. Nach Osten erstreckt sich das Tal des Seebaches, der späteren Wutach, die den Feldsee durchquert. Das St. Wilhelmer Tal bietet einen wunderbaren Blick auf den Feldberg, der von dort aus über den Gipfeln der umliegenden Berge zu erkennen ist. Wegen seiner Höhe ist der Feldberg prädestiniert zur Wetterbeobachtung. Regelmäßige Messungen finden schon seit 1915 statt, eine Station mit Radar besteht seit 1937. Auch die fantastische Aussicht mit dem uneingeschränkten Fernblick auf Vogesen, Schwäbische Alb, Hegau und Alpen setzt die Besucher in Erstaunen. Bei günstigem Wetter kann man sogar die Zugspitze ausmachen. Vor allem im Sommer lohnt sich eine Wanderung in der Umgebung des Feldbergs. Dann wird die Vielfalt deutlich, die sich aus dem Zusammenspiel von Hochwäldern und -mooren, den eiszeitlichen Karseen und den Weiden ergibt und in dieser Form einzigartig ist. Erwähnenswert ist, dass der Hochschwarzwald durch eiszeitliche Gletscher geformt und beeinflusst ist. Der Feldsee ist somit ein Karsee, der größte seiner Art im Schwarzwald. Er erreicht eine Tiefe von bis zu 32 Metern und ist nahezu rund. Der um ihn liegende Feldseewald ist auf einer Fläche von 102 Hektar zum Bannwald erklärt worden. Bekannt ist der Feldberg auch durch sein Skigebiet. Das dortige Angebot umfasst sechzehn Pisten verschiedener Schwierigkeitsgrade sowie fünf Sesselbahnen und neun Lifte. Hinzu kommen noch sechs Loipen für Langlauftouren. Erstaunlich ist, dass der älteste noch bestehende Skiclub Deutschlands hier am Feldberg gegründet wurde, der SC Todtnau von 1891. 1897 wurde hier außerdem das erste Damenskirennen ausgetragen. Der Feldberg kann mit noch weiteren Besonderheiten aufwarten. Um ihn herum liegt ein gleichnamiges Naturschutzgebiet, das sogar das erste in Baden-Württemberg war und mit 4.227 Hektar auch noch das größte ist. Und in einem angrenzenden Tal befindet sich mit Feldberg-Bärental in 967 Metern Deutschlands höchstgelegener Bahnhof mit Normalspur, der Teil der Dreiseenbahn von Titisee nach Seebrugg ist. Auf dem Seebuck gibt es einen Turm, den man als Aussichtspunkt besteigen kann. Früher wurde er als Funkturm genutzt, seit 2013 jedoch enthält er ein Museum zum Thema Schwarzwälder Schinken sowie ein Trauzimmer, das höchste von Baden-Württemberg. Unweit des Turms steht ein Denkmal zu Ehren des Reichskanzlers Bismarck. Im Hochschwarzwald gibt es weitere markante Berge, zum Beispiel das Herzogenhorn mit 1.415 Metern oder den Belchen mit 1.414 Metern. Die höchste Erhebung des Nordschwarzwaldes bildet die Hornisgrinde mit 1.164 Metern. Im gesamten Schwarzwald gibt es über hundert Berge, die die Eintausendermarke überragen. Speziell zum Schwarzwälder Belchen gibt es eine Besonderheit. Von seinem Gipfel aus kann man in der Ferne zwei andere Berge mit demselben Namen sehen, einer liegt in den Vogesen, der andere in der Schweiz. Steht man abends am 21. März sowie am 23. September auf dem Belchen im Schwarzwald, also zur Tagundnachtgleiche, so sieht man, dass die Sonne über dem Belchen in den Vogesen untergeht. Ist man morgens am 21. Dezember, zur Wintersonnenwende, am gleichen Ort, geht die Sonne direkt über dem Belchen in der Schweiz auf. Informationen über das Skigebiet rund um den Feldberg. Liftverband Feldberg Den Feldberg kann man sich auch über Webcams anschauen. Na? Lust, selber vorbeizukommen? Liftverband Feldberg: Webcams Der idyllisch gelegene Feldsee wartet hier auf interessierte Leser. Feldsee

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