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- Schinken | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück (Schwarzwälder-) Schinken SAUlecker, wenn Du kein Vegetarier bist Der Schwarzwälder Schinken ist weithin bekannt. Zu erkennen ist er meist an seiner dunkelbraunen Schwarte und dem unverwechselbaren Geschmack. Seine Herstellung ist allerdings eine Wissenschaft für sich, die mehrere Wochen in Anspruch nimmt. Da der Begriff »Schwarzwälder Schinken« eine geschützte geographische Angabe der EU ist, darf er auch nur im Schwarzwald hergestellt werden. Es ist also tatsächlich drin, was draufsteht. Zur Verfeinerung der Schinkenherstellung trug die im Schwarzwald typische Bauweise der Bauernhäuser bei. Da sich nämlich oberhalb des Kachelofens eine Räucherkammer befand, lag es nahe, dort Speisen, vor allem aber Fleisch aufzubewahren, da sie im Rauch länger haltbar waren. Daraus ergab sich die Tradition des Schinkenräucherns. Generell werden für den Schwarzwälder Schinken die Hinterkeulen von Schweinen verwendet, wobei die Knochen entfernt werden. Der erste Schritt zur Herstellung besteht im sogenannten Pökeln. Hierbei wird das Fleisch mit einer Gewürzmischung eingerieben, deren Zutaten unter anderem Wacholder, Knoblauch, Koriander und Pfeffer sowie weitere Kräuter enthalten. Das Pökeln trägt zur besseren Haltbarkeit des Schinkens bei, da das Salz sich gleichmäßig im Fleisch verteilt. Der während dieses Arbeitsschrittes austretende Fleischsaft, die Lake, wird nach rund fünf Wochen vom Fleisch getrennt, worauf der Schinken zunächst nachbrennen muss und anschließend bei einer Temperatur von 18 bis 20 Grad geräuchert wird. Für den Rauch werden nur Zweige von Nadelbäumen aus dem Schwarzwald verwendet. Im letzten Schritt wird der Schinken nochmals für mehrere Wochen im Trockenen bei ca 5 Grad aufbewahrt, um zu reifen. Wenn Du dich bei einem Besuch im Schwarzwald über den Schinken informieren möchtest, kannst Du dies im Schwarzwälder Schinkenmuseum tun, das seit 2013 auf dem Feldberg in einem ehemaligen Funkturm eingerichtet ist. Hier geht es zum Podcast Der Schwarzwälder Schinken braucht seine Zeit zum Reifen. Dies wird auch in dem hier veröffentlichten Artikel angesprochen. Hochschwarzwald.de - Schwarzwaldschinken
- Über das Lexikon | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Das Lexikon erklärt in zahlreichen bebilderten Artikeln alles Wissenswerte rund um die Region Schwarzwald im Hinblick auf Landschaft, Kultur und Tourismus. Dem Werk liegt eine sorgfältige und kritische Recherche zugrunde. Der Autor (Dr. Andreas Fischer) ist gebürtiger Schwarzwälder, hat in Konstanz Linguistik studiert, an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert und ist als Korrektor und Lektor bei einem Verlag tätig. Quellen Literatur HB Bildatlas Südschwarzwald, HB Verlags- und Vertriebsgesellschaft mbH, Hamburg Schäfer, Jens: Total alles über den Schwarzwald. Folio, Wien, ISBN 783852568201 Scharf, Hans-Wolfgang: Die Schwarzwaldbahn und das Bahnbetriebswerk Villingen. Eisenbahn-Kurier Verlag, Freiburg. ISBN 3882557737 Internet www.wikipedia.org
- Wald | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Wald Warum ist der Wald denn eigentlich schwarz? Du hast Dich bestimmt schon gefragt, warum der Schwarzwald als schwarz bezeichnet wird. Genau ist das nicht mehr zu ermitteln, man vermutet jedoch, dass die Namensgebung mit der damals oft erwähnten Undurchdringlichkeit des Waldes, die ihn »schwarz«, also »nicht einsehbar« machte, zusammenhängt. Heutzutage finden sich hier vorrangig Fichten, die allerdings nicht immer derart häufig waren. Tatsächlich dominiert diese Baumart den Schwarzwald erst seit der Wende vom neunzehnten zum zwanzigsten Jahrhundert. Bis dahin war der Wald wesentlich stärker durchmischt und die Fichten standen mehrheitlich nur auf den höhergelegenen Gipfeln ab ungefähr 1.000 Metern. Ansonsten kamen nahezu alle in Deutschland heimischen Baumarten vor. Vor allem drei Wirtschaftszweige des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts führten zu einer fast flächendeckenden Rodung der Wälder, nämlich die Flößerei, die Glasbläserei und die Köhlerei. Während die Flößerei Baumstämme über die Flüsse in andere Städte und Länder beförderte, wo sie als Baumaterial benötigt wurden, brauchten Glasbläser und Köhler viel Brennholz für ihre Öfen und Meiler. Davon abgesehen diente Holz auch den Bauersleuten als Energiequelle zum Heizen sowie als Grundmaterial für den Hausbau und für Gebrauchsgegenstände. Dies alles hatte zur Folge, dass der Schwarzwald gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts nahezu kahlgeschlagen war. Dass das nicht so bleiben konnte, lag auf der Hand, denn das Fehlen von Bäumen hat fatale Folgen für den Boden. Der Humus, der den Untergrund eines jeden Waldes bildet, kann sich ohne das lebendige Wurzelwerk der Bäume nicht mehr halten und wird abgetragen. Dadurch kann Wasser schneller von den Berghängen abfließen, was zu mehr Hochwassern in den Ebenen an den Flüssen führte. Es musste also etwas unternommen werden, um den Schwarzwald wieder zu bewalden. Das erste Wiederaufforstungsgesetz der ehemaligen badischen Regierung zur Rettung des Schwarzwaldes wurde im Jahre 1833 erlassen. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gab es verstärkt Bestrebungen zur Wiederaufforstung. Da man vor allem Bäume pflanzen wollte, die sehr schnell wuchsen, wählte man die Fichte aus, was vermehrt zur Entstehung von Monokulturen führte. Seither bilden Fichten fast die Hälfte des Baumbestandes. Danach folgen mit je ungefähr einem Sechstel die Buche und die Tanne. Heutzutage ist der Schwarzwald zu drei Vierteln bewaldet und man versucht wieder mehr Mischwald aufzuforsten, um dem Klimawandel gerecht zu werden. Gerade Fichten vertragen wegen ihrer vergleichsweise flachen Wurzeln längere Dürrezeiten nicht gut, aber durch die zunehmende Erwärmung bleibt vor allem in den Sommermonaten immer öfter der Regen aus. Ein Mischwald kann solche Trockenperioden besser kompensieren. Außerdem treten in den letzten Jahren deutlich häufiger starke Stürme oder Orkane auf, die sich auf eine Monokultur drastischer auswirken. Eine umfangreiche Erörterung zur Forstgeschichte im Schwarzwald gibt es bei Waldwissen.net. Forstgeschichte im Schwarzwald Wie hat sich der Schwarzwald im Laufe der Zeit verändert? Diese Seite gibt Aufschluss: Naturpark Schwarzwald - Mensch und Landschaft Der Schwarzwald ohne Bäume? Schwer vorstellbar, aber in der Vergangenheit wäre es beinahe so gekommen. Schwarzwald-Aktuell.de – Als dem Schwarzwald die Bäume ausgingen
- Schauinslandbahn | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Schauinslandbahn Wer den Ausblick genießen will, muss auf den Gipfel. Südöstlich von Freiburg liegt der Schauinsland, ein Berg mit einer Höhe von 1.284 Metern. Vom Zentrum der Stadt ist er ungefähr zehn Kilometer entfernt, weshalb er auch als Hausberg von Freiburg bezeichnet wird. Er ragt unmittelbar aus dem Oberrheingraben auf, weshalb vor allem an seiner Westseite mitunter starke Winde vorherrschen. Wegen seiner Höhe bietet er sich natürlich wunderbar als Aussichtspunkt an. Von hier aus kannst Du die Vogesen und die Alpen sehen. Der Blick auf Freiburg ist ebenso faszinierend. Im Norden ist außerdem die Hornisgrinde zu erkennen, der höchste Berg des Nordschwarzwaldes. Um den Aufstieg zu erleichtern, gibt es eine Seilschwebebahn, die insgesamt 3,6 Kilometer lang ist. Damit ist sie die längste Kabinenseilbahn in Deutschland. Von der Talstation Horben in Freiburg geht es insgesamt 746 Meter in die Höhe. Dazu verfügt die Bahn über 37 Kabinen. Neben Personen (700 pro Stunde) werden in der Bahn auch Fahrräder und Skiausrüstungen befördert. Wenn Du nicht mit der Seilbahn nach oben fahren möchtest, kannst Du den Schauinsland auch erwandern und von oben den traumhaften Ausblick auf das Rheintal genießen. Der Gipfel des Schauinsland ist unbewaldet, ein Umstand, der auf den Bergbau zurückgeht. Im Mittelalter wurden in diesem Berg Silber sowie Blei und Zink abgebaut, weshalb man Holz benötigte, um die Stollen zu stabilisieren. Das holte man sich direkt aus der Nähe, eben ganz oben vom Gipfel, was zu einem regelrechten Kahlschlag führte. Der Bergbau wurde hier 1954 eingestellt. Seit 2002 steht der gesamte Gipfelbereich unter Naturschutz. Was man dem Schauinsland von außen nicht ansieht, ist das, was sich alles in seinem Innern befindet, und das ist eine ganze Menge. Zunächst sind die Stollen zu nennen, die vom Bergbau herrühren. Insgesamt sind es zweiundzwanzig und zusammen haben sie eine Länge von ungefähr hundert Kilometern. Heute werden keine Bodenschätze mehr abgebaut und der Schauinsland dient als Ausflugsziel. Hier kann man seit 1997 einen Teil des ehemaligen Bergwerks besichtigen. Noch interessanter ist das, was sich im sogenannten Barbarastollen befindet, der im Hörnergrund bei Oberried liegt. Es handelt sich nämlich um Filmrollen. Ja, Du hast Dich nicht verlesen, der Stollen ist voller Rollen. Und zwar ist dort seit 1975 ein Archiv des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe untergebracht, in dem auf Filmrollen kopierte Dokumente der Bundesrepublik Deutschland aufbewahrt werden, die von wichtiger Bedeutung für Geschichte und Kultur sind. Sie sind mit einer besonderen, hochauflösenden Technik auf speziellem, sehr lange haltbarem Polyester-Dünnfilm aufgenommen. Innerhalb Europas ist der Barbarastollen das größte Archiv dieser Art und steht unter besonderem internationalen Schutz durch die UNESCO. Zum Gipfel des Schauinsland geht es mit einer Seilbahn. Die folgende Seite enthält alles Wissenswerte dazu. Offizielle Seite der Schauinslandbahn Das Archiv im Barbarastollen ist wichtig für die Aufbewahrung verschiedenster Dokumente. Der Barbarastollen Die Grube Schauinsland besteht aus einer Vielzahl an Stollen. Einen Gesamtüberblick sowie reichhaltiges Wissen gibt es hier: Offizielle Seite der Grube Schauinsland
- Schwarzwaldstädtchen | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Schwarzwaldstädtchen Villingen, von den Zähringern gegründet Villingen ist ein Teil der Kreisstadt des Schwarzwald-Baar-Kreises Villingen-Schwenningen. Villingen liegt am Donauquellfluss Brigach, am östlichen Ausgang des Schwarzwaldes, der sich ab hier allmählich zur Hochfläche Baar hin absenkt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Villingen bereits im Jahre 817. Später, um 1119 begannen die Zähringer unter Berthold II mit einer neuen Bebauung des rechten Brigachufers. Bis dahin war nur das linke besiedelt. Nun aber schufen die Zähringer eine befestigte Stadt mit zwei ovalen Mauern, 1250 vollendet, und dazwischenliegendem Graben sowie einem Zentrum mit dem für sie charakteristischen Straßenkreuz. Von besonderem architektonischen Wert sind das frühgotische Münster sowie das Rathaus, das um 1534 erbaut worden ist und ein Museum zur Stadtgeschichte enthält. Von den zwei Wehranlagen ist heute noch die innere Mauer erhalten. Zu dieser gehören drei noch intakte Stadttore und mehrere Türme. Das Liebfrauenmünster wurde von 1130 bis 1293 errichtet. Im Jahre 1271 mussten die Arbeiten wegen eines Stadtbrandes unterbrochen werden. Bekannt ist Villingen nicht nur durch die gut erhaltene Innenstadt, sondern auch durch das Franziskanermuseum, ebenfalls ein historisches Gebäude beim Riedtor, in dem eine keltische Grabstätte von der frühesten Besiedelung des Schwarzwaldes um das sechste vorchristliche Jahrhundert zeugt. Villingen hat einen sagenhaften Helden, Romäus (ursprünglich Romeias) genannt, nach dem einer der Türme in der Altstadt benannt ist. Leider trägt er den Namen aber, weil Romäus darin einstmals eingesperrt gewesen sein soll. Und das, obwohl er für Villingen etliche Heldentaten vollbracht hat, die wichtigste davon war der Raub eines Stadttores aus Rottweil, das Romäus ob seiner beträchtlichen Körpergröße mit einer Hand tragen konnte. Diese Szene ist auf der Außenmauer des Romäusturms bildhaft verewigt. Dumm nur für die Villinger, dass ihm die Flucht aus dem Turm gelang. Sie warfen nämlich täglich ein Tier in sein Verlies, damit er etwas zu essen hatte. Die Knochen davon nahm er sich und steckte sie in die Ritzen des Mauerwerkes, um an ihnen aus dem Kerker zu klettern. Da er während seiner Flucht aus Villingen das Schloss Kusenberg belagerte und Lösegeld erhielt, nahmen die Villinger ihn doch wieder auf. Dass die Villinger nicht gerade zimperlich mit ihren Nachbarn umgingen, zeigt sich auch an der Beziehung mit dem Kloster St. Georgen, das durch die Villinger völlig zerstört wurde. Zu Rottweil ist noch zu sagen, dass es wesentlich älter ist als Villingen, nämlich beinahe tausend Jahre. Es wurde bereits im Jahre 74 nach Christus von den Römern gegründet. Im Jahre 1972 wurden Villingen und Schwenningen zu einer Stadt zusammengefügt, die seither auch Kreisstadt ist. Zwischen den beiden Teilgemeinden verläuft die Wasserscheide zwischen Rhein und Donau, wobei der Neckar nahe Schwenningen entspringt. Hier wird Villingen-Schwenningen in vielen Bildern vorgestellt, Anfahrtsplan inklusive: Schwarzwald-Tourimus.info - Villingen-Schwenningen Der Franziskaner ist ein Kulturzentrum der Doppelstadt. Auf deren offizieller Seite kann man sich darüber informieren. Franziskaner Kulturzentrum Die Altstadt Villingens weist viele verschiedene Türme auf. Hier ist Wissenswertes darüber zusammengefasst. Tor und Türme in Villingen Auf dieser Seite kann man sich über viele bekannte Städte im Schwarzwald informieren, jeweils mit vielen wunderschönen Bildern und Informationen zur Anfahrt. Schwarzwald-Tourismus.info - Verschiedene Schwarzwaldstädte
- Dom St. Blasien | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Dom St. Blasien Groß und prächtig Der Ort St. Blasien liegt im südwestlichen Teil des Schwarzwaldes, in einem Gebiet, das man auch als Hotzenwald bezeichnet. Dessen westliche Begrenzung bildet der Fluss Wehra, die östliche die Schwarza, die auch durch den Schluchsee fließt. Tatsächlich ist St. Blasien gar nicht weit von diesem See entfernt. St. Blasien ist vor allem durch seinen imposanten Dom bekannt, der schon von Weitem das Ortsbild bestimmt. In seiner heutigen Form besteht er seit 1783. Er ist nach dem Vorbild des römischen Pantheons entstanden und insgesamt 62 Meter hoch. Herausragend ist seine Kuppel, die sich über 36 Meter spannt und die drittgrößte in Europa ist. Auch für sie hatte der Baumeister, der Franzose Pierre Michel d'Ixnard, ein wohlbekanntes Vorbild, nämlich die Michelangelo-Kuppel des Petersdoms zu Rom. Die Kuppel in St. Blasien besteht aus zwei ineinandergefügten Schalen, die von zwanzig korinthischen Säulen getragen werden. An ihrer äußeren Spitze ist eine goldene Kugel samt Kreuz angebracht. Es gibt auch eine Galerie, die an den zwanzig Säulen entlangverläuft. Eine Besonderheit: Würde man die Kuppel in ihrer Wölbung nach unten ergänzen, also eine runde Kugel aus ihr formen, so würde ihr tiefster Punkt genau auf dem Boden der Kirche liegen. Die Kuppel sorgt für eine angenehme Akustik, sodass der Dom zu St. Blasien heute gerne für Konzerte genutzt wird. An der Vorderseite des Rundbaus, den die Kuppel überspannt, erheben sich sechs Säulen, sowie an ihrer Außenseite zwei dreißig Meter hohe Türme, die insgesamt zehn Glocken beherbergen. Die letzte kam erst im Jahre 2005 hinzu. Bereits früh gab es an derselben Stelle schon eine Kirche. In der Zeit von 1088 bis 1104 soll sie erstmals geweiht worden sein. Sie wurde allerdings durch eine Brand im Jahre 1322 sowie während der Bauernkriege schwer beschädigt, sodass sie erneuert und 1538 ein zweites Mal geweiht werden musste. Doch wieder kam es zu Zerstörungen und Feuer, zuletzt 1768. Seit seinem letzten Neubau im Jahre 1783 ist der Dom jedoch unbeschädigt geblieben. Das Adelsgeschlecht der Habsburger hat eine Gruft im Dom, worin mehrere Gebeine gebettet sind. Der Name des Ortes St. Blasien geht auf den Heiligen Blasius von Sebaste zurück, der im Jahre 316 als Märtyrer starb. Ebenfalls sehenswert ist das Gerichtsgebäude des Ortes. Dort gibt es nämlich eine Sonnenuhr aus der Barockzeit zu bewundern. Informationen zum Dom St. Blasien inklusive Veranstaltungen und Wegweiser zur Anreise. Dom St. Blasien Auf der Homepage zum Dom gibt es umfangreiche Informationen zur Geschichte des Bauwerkes. Offizielle Seite des Doms St. Blasien So sieht die Sonnenuhr am Gerichtsgebäude von St. Blasien aus. Sonnenuhr St. Blasien
- Mühle | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Mühle Es steht eine Mühle im Schwarzwälder Tal. Die Flussläufe des Schwarzwaldes mit ihren bisweilen beträchtlichen Gefällen eigneten sich seit früher Zeit zur Nutzung von Wasserkraft. Diese ist eine sehr alte Methode der Energiegewinnung und bereits ab dem fünften vorchristlichen Jahrhundert belegt. Erste Getreidemühlen gab es im dritten vorchristlichen Jahrhundert. Im Schwarzwald geschah die Wasserkraftnutzung zunächst durch herkömmliche Mühlen, die vor allem für die Getreideverarbeitung in der Landwirtschaft eingesetzt wurden. Daneben wurden auch Hammerwerke und Sägen für die Holzbearbeitung mit Wasser angetrieben. Sie alle wurden an den Hängen errichtet, wo das Gefälle des Wassers am größten ist und somit die meiste kinetische Energie entwickelt. Beim Mahlen wird das entstaubte Getreide in einen Trichter eingefüllt, aus dem die Körner nach und nach zwischen zwei Mühlsteine fallen. Einer der Mühlsteine steht am Boden und wiegt bis zu zehn Kilogramm. Über diesem ist ein zweiter Stein angebracht, der ungefähr halb so schwer ist. Dieser wird mittels Wasserkraft bewegt. Die durch die Reibung zermahlenen Körner gelangen in eine Trommel, die ebenfalls über das Mühlrad gedreht wird und wie ein Sieb fungiert. Da die obere Gesteinsschicht im Schwarzwald Sandstein ist, bestanden auch die Mühlsteine aus diesem Material. Für die Verarbeitung des Baustoffes Holz wurden Sägewerke benötigt. Bis ins neunzehnte Jahrhundert hinein war Holz das Material, aus dem der überwiegende Teil der Gebrauchsgegenstände wie etwa Geschirr und Behälter gefertigt wurde. Auch und vor allem für den Hausbau war es von zentraler Wichtigkeit. In der Region finden sich des Öfteren Gewannnamen mit dem Bestandteil »Säge«, etwa häufig ein »Sägedobel«. Eine sehr alte Schwarzwaldmühle kannst Du im Simonswälder Tal bewundern, nämlich die Hexenlochmühle. Ähnliches gilt für die Rankmühle in St. Märgen. Die Mönchhof-Sägemühle in Waldachtal kann besichtigt werden. Sie wurde bereits im fünfzehnten Jahrhundert erbaut und ist immer noch im Originalzustand, also auch funktionstüchtig. Sehenswert ist außerdem die Großjockenmühle, die im Jahre 1883 am Eingang der Ravennaschlucht errichtet wurde. Sie verfügt über eine bauliche Besonderheit: Das Wasser für das Mühlrad wird nicht von außen zugeführt, sondern fließt durch das Dach. Weiterhin einen Blick wert ist die Kobisenmühle bei St. Georgen. Sie ist restauriert und kann besichtigt werden. Interessant ist, dass sie über zwei Mahlgänge verfügt. Im Laufe der Zeit wurden vor allem die Sägewerke auf Dampfbetrieb umgerüstet, heute laufen sie natürlich mit Strom. Auf dieser Seite gibt es eine Übersicht über verschiedene Mühlen im Schwarzwald, jeweils mit Beschreibung und Lageplan: Schwarzwald-Tourismus.info – Schwarzwälder Mühlen Eine »richtige« Mühle mit allem Drum und Dran findet sich hier: Hexenlochmühle
- Gerberei | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Gerberei Heute erinnern nur noch Straßennamen an dieses Handwerk Die Gerberei ist ein sehr altes Handwerk, das sich bereits bis in die Steinzeit zurückverfolgen lässt. Das ist nicht verwunderlich, denn schon damals gab es einfache Steinwerkzeuge zum Schaben und Schneiden sowie auch Felle, die man von erlegten Tieren abzog. Die Gerberei verarbeitet die Tierhäute und macht Leder daraus. Vor allem im Mittelalter war Leder sehr wichtig für die Herstellung von Kleidung, weshalb die Gerberei ein verbreitetes Handwerk war. Ebenso alt wie die Gerberei ist auch die Verwendung von Wolle von domestizierten Schafen. Die heutzutage weithin beliebte Baumwolle ist zwar ebenfalls alt, hat sich aber erst mit Beginn des neunzehnten Jahrhunderts global verbreiten können. Beim Gerben ging es darum, die Tierhaut so zu festigen, dass sie zu Leder wurde. War sie nämlich abgezogen, trocknete sie schnell aus, und kam sie mit Wasser in Berührung, drohte sie sogar zu faulen. Um diese Vorgänge zu verhindern, wurden Gerbstoffe eingesetzt. Zu Anfang waren dies Fette oder Öle, später dann auch Tran oder Baumrindenextrakte. Allerdings litten die Gerber unter einem schlechten Ruf, denn wer mit Tierhäuten arbeitete, lief Gefahr, sich durch den Verwesungsprozess oder über die in den Häuten enthaltenen Erreger Krankheiten wie Milzbrand einzufangen. Außerdem verbreiteten die Häute sowie die Gerbstoffe teilweise sehr üble Gerüche, weshalb man die Gerber mied. In Schiltach gibt es das Schüttesäge-Museum, das sich neben der Flößerei auch der historischen Entwicklung der Gerberei im Schwarzwald widmet. Davon abgesehen hat sich dieses traditionsreiche Handwerk in etlichen Namen erhalten. So gibt es nicht nur in Villingen eine Gerberstraße. Das Schüttesägemuseum in Schiltach bietet viele Ausstellungsstücke zu Flößerei, Holzwirtschaft und Gerberei im Schwarzwald. Schüttesägemuseum Schiltach
- Wildtiere | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Wildtiere Die Tiere der Region und ein nicht immer beliebter Heimkehrer Der Schwarzwald bietet mit seinen vielen Wäldern Lebensraum für verschiedenste Tierarten. Wohl am häufigsten trifft man auf Rehe, Wildschweine und Füchse. Sehr zahlreich kommen Rehe im Schwarzwald vor. Sie werden maximal 1,30 Meter lang und 75 Zentimeter hoch und sind, wie man äußerlich leicht feststellen kann, mit Hirschen verwandt, jedoch kleiner als diese. So hat auch der Rehbock eine Art Geweih, »Gehörn« genannt, das im Herbst abgeworfen wird und über den Winter nachwächst. Es bekommt dabei jährlich neue Gabelenden, sodass ein Rehbock bis zu sechs Spitzen an seinem Gehörn hat, drei auf jeder Seite. Rehe haben im Sommer rotbraunes, im Winter eher graubraunes Fell. Junge Rehkitze kommen Anfang Juni zur Welt. Sie werden im Gras versteckt und bei Gefahr dort zurückgelassen. Es kann also passieren, dass Du im Wald ein solches Kitz auffindest, da seine Mutter vor Dir geflüchtet ist. In diesem Falle darfst Du das Kitz nicht anfassen, da es die Mutter sonst nicht mehr annimmt. Rehe leben zumeist in kleinen Gruppen und sind überwiegend nachtaktiv, da sie tagsüber zu oft im Wald gestört werden. Füchse sind weitläufig an den Hund verwandt und haben rotbraunes Fell, das am Bauch deutlich heller ist, sowie einen buschigen Schwanz. Sie fressen Mäuse und Vogeleier, gelegentlich auch Hasen und Rehkitze, daneben selten Früchte oder Pilze. Sie bewohnen unterirdische Bauten, die mehrere Eingänge haben, damit der Fuchs bei Gefahr unbemerkt fliehen kann. Wie fast überall in Deutschland gibt es auch im Schwarzwald Wildschweine. Das hat einen Grund. Diese Tiere scheuen auf der Suche nach neuen Revieren kaum eine natürliche Grenze. Wenn es sein muss, schwimmen sie auch durch breite Gewässer. Da stellt sogar eine Autobahn kaum ein Hindernis dar. Wildschweine leben in Gruppen, Rotten genannt, von miteinander verwandten Bachen, den weiblichen Tieren, zu denen sich die Jungen, Frischlinge genannt, gesellen. Männliche Wildschweine, die Keiler, dürfen sich den Rotten nur zur Paarungszeit nähern. Wildschweine können schlecht sehen, dafür aber gut hören und riechen. Mit ihren Nasen spüren sie Würmer, Insekten und Kleintiere auf, auch unter der Erdoberfläche. Oftmals zerwühlen sie dann den Boden, um an ihre Nahrung heranzukommen. Das sorgt bei Bauern für Unmut, wenn die Wildschweine die Felder umgraben, für den Wald ist es hingegen sehr von Nutzen, da nicht nur das Erdreich aufgelockert wird, sondern auch Wurzelschädlinge wie der Engerling aufgefressen werden. Wildschweine lieben es, zu baden und sich anschließend im Schlamm zu suhlen. Das hilft ihnen, lästige Insekten loszuwerden. Wieder eingewandert sind der Luchs, der sich aus der Schweiz in den Schwarzwald ausgebreitet hat, sowie der Biber. Der große, sehr geschäftige Nager wurde zunächst an der oberen Donau angesiedelt, von wo aus er flussaufwärts bis in die Schwarzwaldtäler gezogen ist. Außer seiner beachtlichen Gesamtlänge von bis zu einem Meter und einem Gewicht von bis zu dreißig Kilogramm beeindruckt der Biber vor allem durch seine Bautätigkeiten. In einem Gewässer errichtet er aus Reisig und Schlamm eine Biberburg, also einen Bau, in dem er seine Jungen zur Welt bringt und versteckt. Damit die Biberburg geschützt ist, liegt ihr Eingang immer unter Wasser. Da aber ein Gewässer je nach Jahreszeit und Wetter seinen Wasserstand ändert, greift der Biber selbst in den Lauf ein. Dazu errichtet er Dämme, um das Wasser aufzustauen und den Wasserspiegel zu regulieren. Steigt der zu stark an, öffnet der Biber den Damm und lässt Wasser ab. Somit bleibt seine Burg für andere Raubtiere unzugänglich. Der Biber ist außerdem ein sehr guter Schwimmer. Leider sorgt er mit seinen Bautätigkeiten mancherorts auch für Ungemach, wenn er zum Beispiel Wiesen unter Wasser setzt, weil er einen Damm gebaut hat. Außerdem braucht er Bäume, die er mit seinen Nagezähnen fällt. Die meisten Menschen im Schwarzwald freuen sich aber über den geschäftigen Heimkehrer. Heutzutage ist der Schwarzwald zu etwa 75% bewaldet. Das klingt nach einer ganzen Menge, doch stimmt das auch? Tatsächlich ist sehr viel Waldfläche vorhanden, doch wenn man sich diese genauer anschaut, stellt man fest, dass sie sehr engmaschig unterbrochen wird, meist durch Straßen. Somit kann gesagt werden, dass es nur in begrenztem Maße zusammenhängende, großflächige Wälder im Schwarzwald gibt, ein Umstand, der die heimischen Tiere einschränkt und gefährdet. Weiterführende Informationen über besondere Tierarten im Schwarzwald gibt es auf dieser Seite: Naturpark Südschwarzwald – Seltene Tierarten Nicht immer ganz willkommen ist der Wolf. Die Badische Zeitung hat hier einen Artikel zu dessen Wiederkehr geschrieben. Badische Zeitung - Wann kommt der Wolf wieder? Im Blog des Nationalparks Schwarzwaldwald findet sich ein Artikel über Hirsch, Reh und Wildschwein. Nationalpark Schwarzwal - Vor der Kamera
- Schwarzwaldtal | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Schwarzwaldtal Wo Berge sind, gibt es auch Täler. Im Schwarzwald befinden sich etliche Berge mit einer Höhe über 1.000 Metern. Insgesamt sind es über hundert. Doch wo solch hohe Berge aufragen, gibt es natürlich auch Täler. An der Westseite des Schwarzwaldes, also aus Richtung des Oberrheingrabens, sind diese tief in die Flanken der Berge eingeschnitten. An der Ostseite hingegen fallen sie eher flach und hügelartig ab und die Höhenunterschiede zwischen Berg und Tal sind geringer. An den Hängen vor allem des Hochschwarzwaldes sowie der Höhenlagen des Nordschwarzwaldes haben sich während der letzten Eiszeit Gletscher gebildet, die durch ihren allmählichen Abfluss und den in ihnen mitgeführten Schotter einige Karseen geformt haben. In den Senken kommt wegen der allmählichen Auswaschung durch die Wasserläufe zumeist der Gneis zutage, der in Verbindung mit mehreren Granitkörpern wie etwa dem in Triberg das Grundgebirge des Schwarzwaldes bildet, während die Berge aus einer Deckgebirgsschicht bestehen, bei der es sich um Buntstandstein handelt. An der westlichen Seite, also zum Oberrheingraben hin, tritt das Grundgebirge sehr viel stärker in Erscheinung als an der Ostseite. An der Westseite führen die Bäche und Flüsse mehr Wasser als nach Osten hin. Generell ist die Buntsandsteinschicht im Nordschwarzwald stärker als im Südschwarzwald. Das Wasser der Schwarzwaldtäler gelangt in den Rhein oder in die Donau. Somit liegt auch die Europäische Hauptwasserscheide zu einem Teil im Schwarzwald, hat hier ihre westlichste Ausbuchtung. Einige der Flussquellen sind brunnenartig eingefasst, vor allem die Donauquelle bei Donaueschingen, wie auch die Neckar-, die Enz-, die Pregnitz- und die Berkelquelle. Der längste Fluss innerhalb des Schwarzwaldes ist mit 105 Kilometern die Enz. Ein paar Flüsse haben in der Vergangenheit ihren Lauf verändert, zum Beispiel die Wutach. In Zeiten vor ca 70.000 Jahren war sie noch ein Zufluss der Donau, was an ihrer östlichen Laufrichtung in ihrem oberen Bereich zu erkennen ist. Erst bei Achdorf knickt sie mit dem sogenannten »Wutachknie« um 100 Grad nach Süden hin ab und nähert sich dann dem Rhein. Ebenfalls eine enge Biegung vollzieht das Tal der Elz, wenn es sich um den Berg Gschasikopf windet. Ein anderes Tal ist nicht so sehr aus geologischen Gründen berühmt, sondern aus dem Fernsehen: Das Glottertal bot die Kulisse für die in den Achtzigerjahren sehr populäre Seifenoper »Die Schwarzwaldklinik«. Auch wenn die Serie nicht mehr läuft, ist das Glottertal einen Besuch wert. Das Höllental ist wegen seiner engen Einschnitte sehenswert. In ihm windet sich die nach ihm benannte Höllentalbahn von Freiburg ausgehend hinauf nach Titisee-Neustadt. An seinem oberen Ende schließt sich die vier Kilometer lange Ravennaschlucht an, die mit ihren Wasserfällen sehr urtümlich ist. Ebenfalls eher wild gibt sich das 25 Kilometer lange Simonswälder Tal mit seinen bis zu 700 Meter hohen Hängen. Es enthält ein Bannwaldgebiet und die vierzig Meter hohen Zweribacher Wasserfälle. Eines der markantesten Täler und zugleich die Grenze zwischen Nord- und Südschwarzwald ist das Kinzigtal. Bei Hausach liegt es 550 tiefer als die es umgebenden Berge und ist relativ breit. Zusammen mit ihren Nebenflüssen bildet die Kinzig das wasserreichste und am weitesten verzweigte Gewässer des Schwarzwaldes. Hier sowie in den Seitentälern fand schon früh Bergbau statt, Kobalt und Silber wurden bei Schenkenzell abgebaut. Dieses Tal war bereits von den Römern durch die Kinzigtalstraße erschlossen. Außerdem gibt es einige Höhlen, die Du besichtigen kannst, wie etwa die Erdmannshöhle in Hasel. Im Schwarzwald gibt es reichlich Flüsse und Täler. Eine kleine Auswahl ist auf dieser Seite zusammengestellt. Schwarzwald-Tourismus.info – Flüsse und Täler Höllental Bekannt wurde nicht nicht zuletzt dank der Schwarzwaldklinik, das Glottertal. Dass es darüber hinaus einiges zu bieten hat, kann man auf dieser Seite nachlesen. Schwarzwald-Toursimus-info - Glottertal Das Kinzigtal bildet die Grenze zwischen nördlichem und südlichem Schwarzwald, liegt also mittendrin in dieser faszinierenden Landschaft. Im Kinzigtal gibt es unglaublich viel zu entdecken. Diese Seite bietet einen umfassenden Überblick: Schwarzwald-Kinzigtal.info Deutschlands größten und ältesten Tropfstein findet man in der Erdmannshöhle. Die folgende Seite informiert über Anfahrt, Öffnungszeiten und so manches, was man in der Höhle entdecken kann. Schwarzwald-Tourismus.info – Hasel - Erdmannshöhle
- Kuckucksuhr | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück (Schwarzwälder-) Kuckucksuhr »Kuckuck, kuckuck« rufts aus der Uhr. Die Kuckucksuhr ist das Wahrzeichen des Schwarzwaldes schlechthin. Die Wanduhr in der Form eines Häuschens, aus dem ein Kuckuck durch eine Klappe herauslugt und die Stunde ausruft, ist auf der ganzen Welt bekannt und ein beliebtes Souvenir für Deutschlandurlauber aus anderen Ländern. Es wird vermutet, dass eine erste Form der Schwarzwälder Kuckucksuhr um das Jahr 1738 in der Werkstatt des Schönwälder Uhrmachers Franz Anton Ketterer entstanden ist. Womöglich geht die Idee aber schon auf Ketterers Vater zurück. Auch Michael Dilger aus Neukirch und Matthäus Hummel sollen schon 1742 Kuckucksuhren im Schwarzwald gebaut haben. Von Friedrich Dilger weiß man zumindest, dass er 1712 in Frankreich sein Wissen über die Uhrmacherei vertieft hat. Ob das Konzept einer Uhr mit einem Vogelruf ursprünglich aus dem Schwarzwald stammt, ist nicht mehr sicher zu klären. So soll bereits der Kurfürst Johann Georg I von Sachsen eine Uhr mit Kuckucksruf anno 1619 in seiner Sammlung gehabt haben. Auch gibt es im Straßburger Münster eine künstlerisch ausgestaltete Uhr mit einem krähenden Hahn. Das könnte vielleicht eine Inspiration zur Kuckucksuhr gewesen sein. Zu Zeiten der Uhrmacher Ketterer, Dilger und Hummel sah die Kuckucksuhr noch nicht so aus wie heute. Es handelte sich zunächst um eine Holzuhr, die mit einem Kuckucksruf in Form zweier kleiner Orgelpfeifen versehen war. Die heute übliche, weltweit bekannte äußerliche Gestaltung der Kuckucksuhr geht auf eine Initiative von Robert Gerwig zurück. Der geniale Konstrukteur der Schwarzwald- und der Höllentalbahn war nämlich von 1850 bis 1857 der erste Direktor der Herzoglich Badischen Uhrmacherschule in Furtwangen, die im Jahre 1850 speziell für die Belange kleiner Uhrmacher gegründet worden war, um ein Gegengewicht zur zunehmend industriellen Massenproduktion von Uhren zu bilden. Gerwig suchte in einer Art Wettbewerb nach Entwürfen für neue, zeitgemäße Uhrenmodelle und heraus kam dabei die sogenannte »Bahnhäusleuhr«, deren Kennzeichen vor allem das Schrägdach ist. Von Friedrich Eisenlohr entworfen, ist sie im Wesentlichen einem Bahnwärterhäuschen nachempfunden, was zur damaligen Zeit etwas sehr Modernes war. Im Laufe der Jahre wurden diesem Grundkonzept von verschiedenen Werkstätten alle möglichen Verzierungen und teils kunstvoll ausgearbeitete Schnitzereien hinzugefügt, sodass die Kuckucksuhr trotz der Bahnhäusleform stets individuell gestaltet ist. Es gibt sogar Ausführungen, die außer dem Kuckuck noch zusätzliche Figuren aufweisen, die sich bewegen oder die Viertelstunden per Ruf anzeigen. Die meisten Kuckucksuhren sind recht klein, nur eine ist ziemlich riesig. Sie befindet sich in Triberg und ist über fünfzehn Meter hoch. Ihr Uhrwerk wiegt an die sechs Tonnen, doch das Tollste ist, dass Du ihr Inneres betreten kannst. Ist das nicht prima? Das ist wie ein Blick-Durch-Puzzle, nur in groß. Ist dies die älteste Kuckucksuhr? Blog des Deutschen Uhrenmuseums Und noch eine Folge aus dem Blog über die sehr frühen Kuckucksuhren. Blog des Deutschen Uhrenmuseums Hier gibt es einen Artikel über Robert Gerwig, Direktor der früheren Uhrmacherschule Furtwangen und Konstrukteur der Schwarzwaldbahn. Deutsche Biographie: Robert Gerwig Die weltgrößte Kuckucksuhr im Eble Uhrenpark in Triberg ist sogar begehbar. Weltgrößte Kuckucksuhr
- Trinkhalle Baden-Baden | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH
Zurück Trinkhalle Baden-Baden Fürsten und gekrönte Häupter erholten sich hier schon. Die Stadt Baden-Baden liegt am nordwestlichen Rand des Schwarzwaldes. Ihre Geschichte weist bis in die Zeit der Römer hinein, was mit den heißen Thermalquellen zusammenhängt, die sich unweit von ihr befinden. Nahe der Stadt erhebt sich der Merkur, nicht etwa der Planet, sondern ein Berg mit einer Höhe von 668 Metern. Noch etwas weiter nach Südosten befindet sich der höchste Punkt der Gemarkung, die Badener Höhe mit 1.002 Metern Meereshöhe. Die bebauten Stadtbezirke liegen jedoch im Tal des kleinen Flüsschens Oos. Von Baden-Baden geht die Schwarzwaldhochstraße aus, eine sehr beliebte Ferienstraße. Warum aber hat Baden-Baden so einen doppelt gemoppelten Namen? Um das zu erklären, muss man zunächst wissen, dass die Römer den Ort wegen der heißen Quellen »Aquae« nannten, was »Quelle« oder »Bad« bedeutet. Daraus ergab sich zunächst der einfache Name Baden. Im Laufe der Geschichte war das heutige Baden-Baden bis 1689 Residenzstadt der Markgrafschaft Baden, und deren Landesname »Baden« hat seinen Ursprung im Namen der Stadt. Nun gibt es aber mehrere Städte, die »Baden« heißen, eine liegt in der Schweiz, eine andere bei Wien, und ein »Badenweiler« hieß früher auch bloß »Baden«. So wurde »Baden-Baden« als Verdeutlichung benutzt, man meint damit also »Baden in Baden«. Ein besonderes Bauwerk der Stadt ist die Trinkhalle, die sich im Kurgarten befindet. Sie ist neunzig Meter lang und enthält sechzehn korinthische Säulen als Stützen. Entstanden ist sie nach Plänen des Architekten Heinrich Hübsch. In ihrem Inneren gibt es insgesamt vierzehn große Bilder, die von Jakob Götzenberger gemalt worden sind und jeweils eine mythische Sage aus der Umgebung Baden-Badens darstellen. Bekannt ist die Stadt vor allem wegen der Thermalquellen, die bis zu 68 Grad heiß sind. Ihnen verdankt Baden-Baden den Status einer Bäder- und Kurstadt, dem sie jedes Jahr viele Feriengäste – auch prominente – verdankt. Das Kurhaus beherbergt heutzutage etliche Konzerte und kulturelle Veranstaltungen. Daneben ist im alten Stadtbahnhof ein Festspielhaus entstanden, das das zweitgrößte seiner Art innerhalb Europas ist. Baden-Baden ist wichtiger Standort des Südwestrundfunks, der hier jährlich im September das New Pop Festival veranstaltet. Apropos Musik: Die ist in Baden-Baden ein zentrales Thema. Von internationaler Bekanntheit ist die Philharmonie Baden-Baden, deren Geschichte bis ins fünfzehnte Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Das Orchester tritt nicht nur in der Stadt auf, sondern gibt in vielen anderen Ländern Konzerte. Hinzu kommt das SWR Sinfonieorchster Baden-Baden und Freiburg. Seit 1997 werden in Baden-Baden überdies die Herbert-von-Karajan-Pfingstfestspiele veranstaltet, die seit 2003 die Verleihung des Herbert-von-Karajan-Musikpreises beinhalten. Und auch beim Thema Wald hat Baden-Baden etwas zu bieten: Sein Stadtwald ist nämlich der größte von Deutschland und umfasst eine Fläche von über 8.500 Hektar. Ansonsten findet man um Baden-Baden herum etliche Weinberge. Außerdem gibt es mit dem Battert einen 73 Hektar großen Bannwald auf der Gemarkung. Die Trinkhalle ist eine der bekanntesten Attraktionen in Baden-Baden. Auf dieser Seite wird sie anschaulich vorgestellt. Offizielle Seite von Baden-Baden - Trinkhalle Die Trinkhalle kann auch für Veranstaltungen genutzt werden. Wer daran Interesse hat, schaut hier: Kurhaus Baden-Baden - Wandelgang Die Thermalquellen sind eine besondere Sehenswürdigkeit in Baden-Baden. Hier kann man sich ausführlich darüber informieren, inklusive Anfahrtsplan. Die Thermalquellen Baden-Baden Musik auf internationalem Niveau, Veranstaltungen der gehobenen Art – all das bietet die Philharmonie in Baden-Baden. Auf ihrer Seite kann man sich ausführlich über sie informieren, inklusive Veranstaltungskalender. Offizielle Seite der Philharmonie Baden Baden Eine Tour durch den Baden-Badener Stadtwald gefällig? Hier kann man sich vorab informieren und planen. Der Stadtwald auf der offiziellen Seite von Baden-Baden

