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  • Schwarzwaldstädtchen | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Schwarzwaldstädtchen Villingen, von den Zähringern gegründet Villingen ist ein Teil der Kreisstadt des Schwarzwald-Baar-Kreises Villingen-Schwenningen. Villingen liegt am Donauquellfluss Brigach, am östlichen Ausgang des Schwarzwaldes, der sich ab hier allmählich zur Hochfläche Baar hin absenkt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Villingen bereits im Jahre 817. Später, um 1119 begannen die Zähringer unter Berthold II mit einer neuen Bebauung des rechten Brigachufers. Bis dahin war nur das linke besiedelt. Nun aber schufen die Zähringer eine befestigte Stadt mit zwei ovalen Mauern, 1250 vollendet, und dazwischenliegendem Graben sowie einem Zentrum mit dem für sie charakteristischen Straßenkreuz. Von besonderem architektonischen Wert sind das frühgotische Münster sowie das Rathaus, das um 1534 erbaut worden ist und ein Museum zur Stadtgeschichte enthält. Von den zwei Wehranlagen ist heute noch die innere Mauer erhalten. Zu dieser gehören drei noch intakte Stadttore und mehrere Türme. Das Liebfrauenmünster wurde von 1130 bis 1293 errichtet. Im Jahre 1271 mussten die Arbeiten wegen eines Stadtbrandes unterbrochen werden. Bekannt ist Villingen nicht nur durch die gut erhaltene Innenstadt, sondern auch durch das Franziskanermuseum, ebenfalls ein historisches Gebäude beim Riedtor, in dem eine keltische Grabstätte von der frühesten Besiedelung des Schwarzwaldes um das sechste vorchristliche Jahrhundert zeugt. Villingen hat einen sagenhaften Helden, Romäus (ursprünglich Romeias) genannt, nach dem einer der Türme in der Altstadt benannt ist. Leider trägt er den Namen aber, weil Romäus darin einstmals eingesperrt gewesen sein soll. Und das, obwohl er für Villingen etliche Heldentaten vollbracht hat, die wichtigste davon war der Raub eines Stadttores aus Rottweil, das Romäus ob seiner beträchtlichen Körpergröße mit einer Hand tragen konnte. Diese Szene ist auf der Außenmauer des Romäusturms bildhaft verewigt. Dumm nur für die Villinger, dass ihm die Flucht aus dem Turm gelang. Sie warfen nämlich täglich ein Tier in sein Verlies, damit er etwas zu essen hatte. Die Knochen davon nahm er sich und steckte sie in die Ritzen des Mauerwerkes, um an ihnen aus dem Kerker zu klettern. Da er während seiner Flucht aus Villingen das Schloss Kusenberg belagerte und Lösegeld erhielt, nahmen die Villinger ihn doch wieder auf. Dass die Villinger nicht gerade zimperlich mit ihren Nachbarn umgingen, zeigt sich auch an der Beziehung mit dem Kloster St. Georgen, das durch die Villinger völlig zerstört wurde. Zu Rottweil ist noch zu sagen, dass es wesentlich älter ist als Villingen, nämlich beinahe tausend Jahre. Es wurde bereits im Jahre 74 nach Christus von den Römern gegründet. Im Jahre 1972 wurden Villingen und Schwenningen zu einer Stadt zusammengefügt, die seither auch Kreisstadt ist. Zwischen den beiden Teilgemeinden verläuft die Wasserscheide zwischen Rhein und Donau, wobei der Neckar nahe Schwenningen entspringt. Hier wird Villingen-Schwenningen in vielen Bildern vorgestellt, Anfahrtsplan inklusive: Schwarzwald-Tourimus.info - Villingen-Schwenningen Der Franziskaner ist ein Kulturzentrum der Doppelstadt. Auf deren offizieller Seite kann man sich darüber informieren. Franziskaner Kulturzentrum Die Altstadt Villingens weist viele verschiedene Türme auf. Hier ist Wissenswertes darüber zusammengefasst. Tor und Türme in Villingen Auf dieser Seite kann man sich über viele bekannte Städte im Schwarzwald informieren, jeweils mit vielen wunderschönen Bildern und Informationen zur Anfahrt. Schwarzwald-Tourismus.info - Verschiedene Schwarzwaldstädte

  • Schwarzwaldhof Innenansicht | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Der Hof von innen Eine ganz klare Struktur Das Besondere an den Schwarzwälder Bauernhöfen ist der Umstand, dass in einem großen Haus fast die gesamte Hofwirtschaft untergebracht war. Es gab in dem Gebäude also nicht nur Wohn- und Schlafräume, sondern auch die Arbeitsbereiche und sogar die Ställe für die Tiere. Letztere waren in den oberen Stockwerken vorhanden. Darüber, also auf dem Dachboden, wurde Heu gelagert und gedroschen. Dies konnte dann durch eine Luke bei Bedarf in die Ställe geworfen werden. Folglich ist das Innere eines Schwarzwaldhofes auf eine ganz bestimmte Weise angeordnet. Das Konzept, alles unter einem Dach zu haben, sorgte für kurze Laufwege und förderte die Zusammenarbeit der Generationen, von denen stets mehrere auf dem Hof lebten. Man spricht hierbei von einem »Eindachhof«. Lediglich die älteste Generation wechselte, wenn sie nicht mehr in der Lage war, tatkräftig mitzuhelfen, in ein Nebengebäude, das sogenannte »Libding«. Das bedeutet wörtlich »Leibgedingen« und sinngemäß »etwas für die Lebzeit Ausbedungenes«, also kurz »Lebensrente«. Die innere Struktur der Schwarzwaldhöfe war auch dadurch bedingt, dass die Bauersleute in den meisten Fällen Subsistenzwirtschaft betrieben, was bedeutet, dass sie ihren gesamten Bedarf an Essen und Gebrauchsgegenständen (Besen, Rechen, Geschirr usw.) selbst herstellten, ein Umstand, der zur Folge hatte, dass die Menschen so gut wie nichts verdienten. So ist es nicht verwunderlich, dass die Bauersleute versuchten, mit der Herstellung von Uhren nebenher Geld einzunehmen. Diese Tätigkeiten wurden in der Wohnstube ausgeführt, vorrangig im Winter. Ein Badezimmer, wie wir es heute kennen, gab es in den Höfen nicht. Man wusch sich in einem Trog vor dem Haus, der mit frischem Quellwasser versorgt wurde. Außerdem unterscheidet sich das Innere der historischen Schwarzwaldhöfe dadurch von modernen Häusern, dass die Zimmerdecken verhältnismäßig niedrig sind. Wenn Du also groß bist, dann musst Du schon aufpassen, dass Du Dir nicht den Kopf stößt, wenn Du einen alten Hof besuchst.

  • Uhrmacherwerkstatt | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Uhrmacherwerkstatt Die Kuckucksuhr war nur der Anfang. Die Anfänge des Uhrmacherhandwerks im Schwarzwald reichen bis ins siebzehnte Jahrhundert zurück. So soll eine erste Uhr um 1667 entstanden sein, und zwar auf dem Glashof in Waldau, das heute zu Titisee-Neustadt gehört. Dort lebte damals eine Familie Kreutz, die zwar nicht die Uhr erfunden hat, aber die erste im Schwarzwald war, auf deren Hof eine gebaut wurde. Zu jener Zeit brachte Landwirtschaft kaum Gewinn für die Bauersleute, sondern diente allein dem Eigenbedarf zum Überleben. Da die Abende im Winter lang waren, boten sie sich geradezu dafür an, etwas zu tüfteln. Und weil es hier immer reichlich Holz gab, wurden daraus auch die Uhren hergestellt. Zunächst waren diese recht einfach, konnten nur die Stunden anzeigen. Sie bestanden aus drei geschnitzten Rädchen, einem Ziffernblatt mit einem einzelnen Zeiger, sowie einem waagerechten Balken. Daraus leitet sich die Bezeichnung »Waagbalkenuhr« ab. Angetrieben wurde sie durch einen Stein, der an einer Kette angebracht war. Die Uhr der Familie Kreutz aus Waldau war eine solche. Um 1738 soll dann das erste Exemplar jener Uhr entstanden sein, die auf der ganzen Welt mit dem Schwarzwald in Verbindung gebracht wird: die Kuckucksuhr. Es wird angenommen, dass sie auf den Schönwälder Franz Anton Ketterer zurückgeht. Fast zur selben Zeit, um 1740, entstand eine erste Pendeluhr, gebaut von Christian Wehrle aus Simonswald. Ab ungefähr 1770 werden Uhren mit einem Holzschild gefertigt, worauf mit Lack verschiedene Motive gemalt sind. Man nennt sie Lackschilduhren. Sie waren in der Folgezeit zunächst das Sinnbild der Wälderuhr, bevor sie zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts durch die Kuckucksuhr in Bahnhäusleform abgelöst wurden. Es gab aber noch weitere Uhrtypen, die im Schwarzwald entstanden, wie etwa die Männleuhren, die man am ehesten als Spieluhren bezeichnen kann. Auf ihnen waren kleine Figuren angebracht, die sich zur vollen Stunde bewegten. Ein Uhrmacher aus Hinterzarten, Jakob Herbstrieth, baute die nach ihm benannten Jockeleuhren, die die Eigenschaft besaßen, recht klein zu sein. Im Laufe des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts entwickelte sich das Handwerk zu einem wichtigen Wirtschaftszweig, was vor allem daran lag, dass die Schwarzwalduhren wegen des Baustoffes Holz billiger waren als solche aus Metall, die von Uhrmachern in den Städten konstruiert wurden. Außerdem wurde der Herstellungsprozess im Schwarzwald immer ausgefuchster. So wurden bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts die Uhren in zahlreichen kleinen Hauswerkstätten gefertigt, vor allem im Gebiet zwischen St. Georgen und Titisee-Neustadt. Man schätzt ihre Zahl auf ca tausend im Jahre 1840. Allerdings arbeiteten die Uhrmacher jener Tage nicht allein. Vielmehr existierte im Schwarzwald schon gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts eine recht ausgeklügelte Arbeitsteilung. Der Uhrmacher bekam nämlich vorgefertigte Einzelteile von anderen Handwerkern, nicht selten Schmieden, für seine Uhren. So wurden ihm etwa Glocken, Gestelle und Schilder gestellt. Schließlich bekamen sie sogar Räder aus Messing für das Uhrwerk. Verkauft wurden die fertigen Uhren auf Märkten, zu denen sie zuerst mit Hilfe der Glasträger gelangten. Da sich manche von ihnen auf das Vermarkten von Uhren spezialisierten, entstand der Beruf des Uhrenträgers. In der Folge gründeten sich Uhrenfabriken, vor allem ab der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Dies geschah zunächst in Lenzkirch und Furtwangen, später außerdem in Triberg und St. Georgen sowie in Titisee-Neustadt. Zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts folgten noch Schramberg und Schwenningen. Interessant ist für Besucher vor allem das Deutsche Uhrenmuseum in Furtwangen. Es präsentiert nicht nur die Schwarzwälder Uhrmacherei, sondern bietet mit ca 1.000 Exponaten und einem Gesamtbestand von 8.000 Stücken einen weit darüber hinausgehenden Querschnitt. Es wurde übrigens von Robert Gerwig begründet, dem Konstrukteur der Schwarzwaldbahn, der auch von 1850 bis 1857 der erste Direktor einer Uhrmacherschule war, die ebenfalls in Furtwangen ansässig war. Durch seinen Einfluss gelangte die sogenannte »Bahnhäusleform« der Kuckucksuhr zu ihrer weltweiten Verbreitung. Das Konzept, ein Bahnwärterhäuschen mit einem Ziffernblatt zu kombinieren, geht auf Friedrich Eisenlohr zurück. Eine Uhrmacherwerkstatt kann auch im Triberger Heimatmuseum besichtigt werden, in Vöhrenbach ein Uhrmacherhäusle von 1726. Auch in Titisee-Neustadt steht eine Uhrenwerkstatt für Besucher offen. Die Deutsche Uhrenstraße, eine beliebte Ferienstraße, verbindet auf ihrem Verlauf die ehemaligen Zentren des Uhrmacherhandwerks. Ein kurzer Text über die Anfänge der Uhrmacherei im Schwarzwald: Deutsche Uhrenstraße - Die ersten Schwarzwalduhren Eine der interessantesten Touren durch den Schwarzwald führt über die Deutsche Uhrenstraße. Hier gibt es ausführliche Informationen dazu. Hochschwarzwald.de - Deutsche Uhrenstraße Wie es in einer Schwarzwälder Uhrenmacherwerkstatt aussieht und zugeht, kann man sich auf dieser Seite ausführlich und reich bebildert zu Gemüte führen. Heimatmuseum Schwarzwald - Uhrmacherwerkstatt Eine kurze einführende Seite zum Deutschen Uhrenmuseum mit einigen Bildern: Hochschwarzwald.de - Uhrenmuseum Furtwangen

  • Köhlerei | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Köhlerei Armer Kohlen-Michel ... Auch die Köhlerei hat eine lange Tradition im Schwarzwald. In vielen Punkten verhielt es sich mit ihr ganz ähnlich wie bei der Glasbläserei. Im Schwarzwald wurde nicht nur schon früh nach Quarz für die Glasherstellung gesucht, sondern auch nach Kupfer, Eisen und sogar Silber. Für deren Weiterverarbeitung benötigte man große Hitze, wozu die Verbrennung bloßen Holzes, wie es die Glasbläser taten, nicht mehr ausreichte. Dafür waren die Köhler da, die das Holz so aufbereiteten, dass es verkohlte, seine Energiedichte gesteigert wurde, sodass es bei seiner Verbrennung höhere Temperaturen ausstrahlte. Der Köhler baute sich einen Meiler aus einer kegelförmigen Aufschichtung von Holzscheiten, die anschließend mit Reisig abgedeckt und mit Erde und Moos abgedichtet wurde. Lediglich eine Öffnung blieb übrig, durch die etwas Glut ins Innere des Meilers geschoben wurde. Diese Glut musste dann nach und nach auf das Holz im Meiler übergreifen und es verschwelen. Wichtig war dabei, dass die Temperatur im Inneren konstant blieb. Das Holz durfte nicht brennen, sondern nur schwelen, um zu Kohle zu werden. Da die Köhlerei ein sehr schmutziges Handwerk war, genossen die Köhler zumeist einen recht schlechten Ruf, für den sie jedoch nichts konnten. Diesen Umstand hat der Schriftsteller Wilhelm Hauff in seinem Märchen »Das kalte Herz« aufgegriffen. In diesem hat der arme Köhler Peter Munk beim Glasmännlein, einem guten Waldgeist, drei Wünsche frei. Zwei davon verplempert er für Reichtum, weshalb ihm der dritte zunächst verweigert wird. Daher wendet sich Peter an einen anderen, bösen Geist, der ihm noch mehr Geld gewährt, als Preis aber anstelle des Herzens einen Stein einsetzt. Als Peter immer geiziger und gefühlskälter wird, sogar seine Mutter vernachlässigt und seine Frau im Zorn erschlägt, will er sein Herz zurück, bekommt es aber von dem bösen Waldgeist nicht wieder. Dafür hilft ihm der gute mit einem Ratschlag. So sucht Peter den bösen Geist erneut auf und wirft ihm vor, das kalte Steinherz funktioniere nicht richtig. Der böse Waldgeist will das nicht wahrhaben und gibt ihm zum Vergleich sein echtes Herz zurück. Kaum dass das geschehen ist, gewährt der gute Waldgeist Peter Schutz und bringt ihn mit seiner Mutter und seiner wiederbelebten Frau zusammen. Zu diesem Märchen sowie zum Schriftsteller selbst gibt es in Baiersbronn übrigens das Hauff-Märchenmuseum. Den Köhlern erging es bald ähnlich wie den Glasbläsern. Da sie für ihre Arbeit sehr viel Holz benötigten, mussten sie immer mehr Wälder roden und ihre Meiler dem Standort des verfügbaren Waldes anpassen. Somit sorgten auch sie für den fast vollständigen Kahlschlag des Schwarzwaldes gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Auch heutzutage gibt es noch Kohlenmeiler. Ein Beispiel findet sich, ausführlich beschrieben, auf dieser Seite: Münstertal Staufen: Der Kohlenmeiler glimmt Ein Ort zum Verweilen und Träumen: Hauffs Märchenmuseum Baiersbronn Wir benutzen sie als Energiequelle, doch wie entsteht Holzkohle? Simplysience.ch - Holzkohle

  • Triberger Wasserfälle | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Triberger Wasserfälle Nicht die höchsten, aber höher als die Niagarafälle, wenn auch tausendmal wasserärmer In Triberg kannst Du die bekannten Wasserfälle besuchen. Sie liegen nahe des Ortskerns und sind über etliche Fußwege in unterschiedlichen Höhen sehr gut zu erreichen. So kann man ein Naturschauspiel der Sonderklasse aus nächster Nähe erleben. Die Triberger Wasserfälle bestehen aus mehreren Stufen. Das Flüsschen Gutach passiert, von Schönwald kommend, auf 872 Metern Meereshöhe zunächst die sogenannten Oberen Fälle mit einer Höhe von sechzehn Metern. Darunter folgt ein steiler Abschnitt, in dem das Wasser nochmals 51 Meter an Höhe verliert. Daran schließen sich die Hauptfälle an, die als der eigentlich bekannte Abschnitt gelten. Hier fällt das Wasser der Gutach in sieben Stufen von 805 auf 713 Meter Meereshöhe. Somit ergibt sich von der Oberkante der Oberen Fälle bis zur Unterkante der Hauptfälle ein Gesamthöhenunterschied von 159 Metern. Vergleicht man die Fallhöhe mit anderen weltberühmten Wasserfällen, wird deutlich, wie sehenswert der Triberger Wasserfall doch ist. So hat der Niagarafall an der Grenze zwischen Kanada und den USA eine Fallhöhe von lediglich 57 Metern, die Victoriafälle zwischen Simbabwe und Sambia 110 Meter. Allerdings führen sowohl der Niagara- wie auch der Victoriafall deutlich größere Wassermengen. Die Triberger Wasserfälle werden auch zur Erzeugung von Strom herangezogen. Da dies bereits Ende des neunzehnten Jahrhunderts geschah, besaß Triberg ab dem Jahr 1884 elektrische Straßenlaternen, als erste Stadt in Deutschland. Die Stadt Triberg liegt auf einer Höhe zwischen 600 und 1.038 Metern Meereshöhe. Seine erste urkundliche Erwähnung ist im Jahre 1239. Charakteristisch für das Stadtbild ist der tiefe Einschnitt des Gutachtales mit seinen steilen Hängen, wodurch sich die Kernstadt allein über 250 Höhenmeter hinstreckt. Bekannt geworden ist der Ort in erster Linie durch die Wasserfälle, aber auch durch seine Lage an der Schwarzwaldbahn sowie die früher sehr aktive Uhrenindustrie. Nicht zuletzt befindet sich hier die weltgrößte Kuckucksuhr mit über fünfzehn Metern Gesamthöhe, wobei deren Pendel alleine acht Meter lang ist. Du kannst sogar in sie hineingehen. Vielleicht fragst Du Dich, was der Name Triberg wohl bedeutet. Der erste Bestandteil kommt von der Zahl »drei«. »Triberg« heißt also »Dreiberg« und bezieht sich auf die drei Berge Kroneck, Kapellenberg und Sterenberg, zwischen denen die Stadt liegt. Ebenfalls sehr sehenswert, wenn auch mit einer Fallhöhe von insgesamt 97 Metern etwas kürzer, ist der Todtnauer Wasserfall im Hochschwarzwald. Außerdem hat auch die Wutachschlucht eine ganze Menge wildromantischer Wasserfälle zu bieten. Die Triberger Wasserfälle sind die wohl bekanntesten im Schwarzwald. Diese Seite bietet nicht nur viele Bilder, sondern auf einen Anfahrtsplan und weitere Infos. Hochschwarzwald.de - Triberger Wasserfälle Kurze Vorstellung von Triberg und seinen Wasserfällen: Schwarzwald-Tourismus.info - Triberg Die wunderschön gelegenen Todtnauer Wasserfälle werden hier vorgestellt, inklusive Infos zur Anreise und Öffnungszeiten. Hochschwarzwald.de – Todtnauer Wasserfälle Die weltgrößte Kuckucksuhr gibt es ebenfalls in Triberg zu bewundern. Diese Seite liefert einen Vorgeschmack samt Lageplan. Schwarzwald-Tourismus.info – Weltgrößte Kuckucksuhr

  • Dom St. Blasien | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Dom St. Blasien Groß und prächtig Der Ort St. Blasien liegt im südwestlichen Teil des Schwarzwaldes, in einem Gebiet, das man auch als Hotzenwald bezeichnet. Dessen westliche Begrenzung bildet der Fluss Wehra, die östliche die Schwarza, die auch durch den Schluchsee fließt. Tatsächlich ist St. Blasien gar nicht weit von diesem See entfernt. St. Blasien ist vor allem durch seinen imposanten Dom bekannt, der schon von Weitem das Ortsbild bestimmt. In seiner heutigen Form besteht er seit 1783. Er ist nach dem Vorbild des römischen Pantheons entstanden und insgesamt 62 Meter hoch. Herausragend ist seine Kuppel, die sich über 36 Meter spannt und die drittgrößte in Europa ist. Auch für sie hatte der Baumeister, der Franzose Pierre Michel d'Ixnard, ein wohlbekanntes Vorbild, nämlich die Michelangelo-Kuppel des Petersdoms zu Rom. Die Kuppel in St. Blasien besteht aus zwei ineinandergefügten Schalen, die von zwanzig korinthischen Säulen getragen werden. An ihrer äußeren Spitze ist eine goldene Kugel samt Kreuz angebracht. Es gibt auch eine Galerie, die an den zwanzig Säulen entlangverläuft. Eine Besonderheit: Würde man die Kuppel in ihrer Wölbung nach unten ergänzen, also eine runde Kugel aus ihr formen, so würde ihr tiefster Punkt genau auf dem Boden der Kirche liegen. Die Kuppel sorgt für eine angenehme Akustik, sodass der Dom zu St. Blasien heute gerne für Konzerte genutzt wird. An der Vorderseite des Rundbaus, den die Kuppel überspannt, erheben sich sechs Säulen, sowie an ihrer Außenseite zwei dreißig Meter hohe Türme, die insgesamt zehn Glocken beherbergen. Die letzte kam erst im Jahre 2005 hinzu. Bereits früh gab es an derselben Stelle schon eine Kirche. In der Zeit von 1088 bis 1104 soll sie erstmals geweiht worden sein. Sie wurde allerdings durch eine Brand im Jahre 1322 sowie während der Bauernkriege schwer beschädigt, sodass sie erneuert und 1538 ein zweites Mal geweiht werden musste. Doch wieder kam es zu Zerstörungen und Feuer, zuletzt 1768. Seit seinem letzten Neubau im Jahre 1783 ist der Dom jedoch unbeschädigt geblieben. Das Adelsgeschlecht der Habsburger hat eine Gruft im Dom, worin mehrere Gebeine gebettet sind. Der Name des Ortes St. Blasien geht auf den Heiligen Blasius von Sebaste zurück, der im Jahre 316 als Märtyrer starb. Ebenfalls sehenswert ist das Gerichtsgebäude des Ortes. Dort gibt es nämlich eine Sonnenuhr aus der Barockzeit zu bewundern. Informationen zum Dom St. Blasien inklusive Veranstaltungen und Wegweiser zur Anreise. Dom St. Blasien Auf der Homepage zum Dom gibt es umfangreiche Informationen zur Geschichte des Bauwerkes. Offizielle Seite des Doms St. Blasien So sieht die Sonnenuhr am Gerichtsgebäude von St. Blasien aus. Sonnenuhr St. Blasien

  • Mühle | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Mühle Es steht eine Mühle im Schwarzwälder Tal. Die Flussläufe des Schwarzwaldes mit ihren bisweilen beträchtlichen Gefällen eigneten sich seit früher Zeit zur Nutzung von Wasserkraft. Diese ist eine sehr alte Methode der Energiegewinnung und bereits ab dem fünften vorchristlichen Jahrhundert belegt. Erste Getreidemühlen gab es im dritten vorchristlichen Jahrhundert. Im Schwarzwald geschah die Wasserkraftnutzung zunächst durch herkömmliche Mühlen, die vor allem für die Getreideverarbeitung in der Landwirtschaft eingesetzt wurden. Daneben wurden auch Hammerwerke und Sägen für die Holzbearbeitung mit Wasser angetrieben. Sie alle wurden an den Hängen errichtet, wo das Gefälle des Wassers am größten ist und somit die meiste kinetische Energie entwickelt. Beim Mahlen wird das entstaubte Getreide in einen Trichter eingefüllt, aus dem die Körner nach und nach zwischen zwei Mühlsteine fallen. Einer der Mühlsteine steht am Boden und wiegt bis zu zehn Kilogramm. Über diesem ist ein zweiter Stein angebracht, der ungefähr halb so schwer ist. Dieser wird mittels Wasserkraft bewegt. Die durch die Reibung zermahlenen Körner gelangen in eine Trommel, die ebenfalls über das Mühlrad gedreht wird und wie ein Sieb fungiert. Da die obere Gesteinsschicht im Schwarzwald Sandstein ist, bestanden auch die Mühlsteine aus diesem Material. Für die Verarbeitung des Baustoffes Holz wurden Sägewerke benötigt. Bis ins neunzehnte Jahrhundert hinein war Holz das Material, aus dem der überwiegende Teil der Gebrauchsgegenstände wie etwa Geschirr und Behälter gefertigt wurde. Auch und vor allem für den Hausbau war es von zentraler Wichtigkeit. In der Region finden sich des Öfteren Gewannnamen mit dem Bestandteil »Säge«, etwa häufig ein »Sägedobel«. Eine sehr alte Schwarzwaldmühle kannst Du im Simonswälder Tal bewundern, nämlich die Hexenlochmühle. Ähnliches gilt für die Rankmühle in St. Märgen. Die Mönchhof-Sägemühle in Waldachtal kann besichtigt werden. Sie wurde bereits im fünfzehnten Jahrhundert erbaut und ist immer noch im Originalzustand, also auch funktionstüchtig. Sehenswert ist außerdem die Großjockenmühle, die im Jahre 1883 am Eingang der Ravennaschlucht errichtet wurde. Sie verfügt über eine bauliche Besonderheit: Das Wasser für das Mühlrad wird nicht von außen zugeführt, sondern fließt durch das Dach. Weiterhin einen Blick wert ist die Kobisenmühle bei St. Georgen. Sie ist restauriert und kann besichtigt werden. Interessant ist, dass sie über zwei Mahlgänge verfügt. Im Laufe der Zeit wurden vor allem die Sägewerke auf Dampfbetrieb umgerüstet, heute laufen sie natürlich mit Strom. Auf dieser Seite gibt es eine Übersicht über verschiedene Mühlen im Schwarzwald, jeweils mit Beschreibung und Lageplan: Schwarzwald-Tourismus.info – Schwarzwälder Mühlen Eine »richtige« Mühle mit allem Drum und Dran findet sich hier: Hexenlochmühle

  • Gerberei | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Gerberei Heute erinnern nur noch Straßennamen an dieses Handwerk Die Gerberei ist ein sehr altes Handwerk, das sich bereits bis in die Steinzeit zurückverfolgen lässt. Das ist nicht verwunderlich, denn schon damals gab es einfache Steinwerkzeuge zum Schaben und Schneiden sowie auch Felle, die man von erlegten Tieren abzog. Die Gerberei verarbeitet die Tierhäute und macht Leder daraus. Vor allem im Mittelalter war Leder sehr wichtig für die Herstellung von Kleidung, weshalb die Gerberei ein verbreitetes Handwerk war. Ebenso alt wie die Gerberei ist auch die Verwendung von Wolle von domestizierten Schafen. Die heutzutage weithin beliebte Baumwolle ist zwar ebenfalls alt, hat sich aber erst mit Beginn des neunzehnten Jahrhunderts global verbreiten können. Beim Gerben ging es darum, die Tierhaut so zu festigen, dass sie zu Leder wurde. War sie nämlich abgezogen, trocknete sie schnell aus, und kam sie mit Wasser in Berührung, drohte sie sogar zu faulen. Um diese Vorgänge zu verhindern, wurden Gerbstoffe eingesetzt. Zu Anfang waren dies Fette oder Öle, später dann auch Tran oder Baumrindenextrakte. Allerdings litten die Gerber unter einem schlechten Ruf, denn wer mit Tierhäuten arbeitete, lief Gefahr, sich durch den Verwesungsprozess oder über die in den Häuten enthaltenen Erreger Krankheiten wie Milzbrand einzufangen. Außerdem verbreiteten die Häute sowie die Gerbstoffe teilweise sehr üble Gerüche, weshalb man die Gerber mied. In Schiltach gibt es das Schüttesäge-Museum, das sich neben der Flößerei auch der historischen Entwicklung der Gerberei im Schwarzwald widmet. Davon abgesehen hat sich dieses traditionsreiche Handwerk in etlichen Namen erhalten. So gibt es nicht nur in Villingen eine Gerberstraße. Das Schüttesägemuseum in Schiltach bietet viele Ausstellungsstücke zu Flößerei, Holzwirtschaft und Gerberei im Schwarzwald. Schüttesägemuseum Schiltach

  • Wildtiere | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Wildtiere Die Tiere der Region und ein nicht immer beliebter Heimkehrer Der Schwarzwald bietet mit seinen vielen Wäldern Lebensraum für verschiedenste Tierarten. Wohl am häufigsten trifft man auf Rehe, Wildschweine und Füchse. Sehr zahlreich kommen Rehe im Schwarzwald vor. Sie werden maximal 1,30 Meter lang und 75 Zentimeter hoch und sind, wie man äußerlich leicht feststellen kann, mit Hirschen verwandt, jedoch kleiner als diese. So hat auch der Rehbock eine Art Geweih, »Gehörn« genannt, das im Herbst abgeworfen wird und über den Winter nachwächst. Es bekommt dabei jährlich neue Gabelenden, sodass ein Rehbock bis zu sechs Spitzen an seinem Gehörn hat, drei auf jeder Seite. Rehe haben im Sommer rotbraunes, im Winter eher graubraunes Fell. Junge Rehkitze kommen Anfang Juni zur Welt. Sie werden im Gras versteckt und bei Gefahr dort zurückgelassen. Es kann also passieren, dass Du im Wald ein solches Kitz auffindest, da seine Mutter vor Dir geflüchtet ist. In diesem Falle darfst Du das Kitz nicht anfassen, da es die Mutter sonst nicht mehr annimmt. Rehe leben zumeist in kleinen Gruppen und sind überwiegend nachtaktiv, da sie tagsüber zu oft im Wald gestört werden. Füchse sind weitläufig an den Hund verwandt und haben rotbraunes Fell, das am Bauch deutlich heller ist, sowie einen buschigen Schwanz. Sie fressen Mäuse und Vogeleier, gelegentlich auch Hasen und Rehkitze, daneben selten Früchte oder Pilze. Sie bewohnen unterirdische Bauten, die mehrere Eingänge haben, damit der Fuchs bei Gefahr unbemerkt fliehen kann. Wie fast überall in Deutschland gibt es auch im Schwarzwald Wildschweine. Das hat einen Grund. Diese Tiere scheuen auf der Suche nach neuen Revieren kaum eine natürliche Grenze. Wenn es sein muss, schwimmen sie auch durch breite Gewässer. Da stellt sogar eine Autobahn kaum ein Hindernis dar. Wildschweine leben in Gruppen, Rotten genannt, von miteinander verwandten Bachen, den weiblichen Tieren, zu denen sich die Jungen, Frischlinge genannt, gesellen. Männliche Wildschweine, die Keiler, dürfen sich den Rotten nur zur Paarungszeit nähern. Wildschweine können schlecht sehen, dafür aber gut hören und riechen. Mit ihren Nasen spüren sie Würmer, Insekten und Kleintiere auf, auch unter der Erdoberfläche. Oftmals zerwühlen sie dann den Boden, um an ihre Nahrung heranzukommen. Das sorgt bei Bauern für Unmut, wenn die Wildschweine die Felder umgraben, für den Wald ist es hingegen sehr von Nutzen, da nicht nur das Erdreich aufgelockert wird, sondern auch Wurzelschädlinge wie der Engerling aufgefressen werden. Wildschweine lieben es, zu baden und sich anschließend im Schlamm zu suhlen. Das hilft ihnen, lästige Insekten loszuwerden. Wieder eingewandert sind der Luchs, der sich aus der Schweiz in den Schwarzwald ausgebreitet hat, sowie der Biber. Der große, sehr geschäftige Nager wurde zunächst an der oberen Donau angesiedelt, von wo aus er flussaufwärts bis in die Schwarzwaldtäler gezogen ist. Außer seiner beachtlichen Gesamtlänge von bis zu einem Meter und einem Gewicht von bis zu dreißig Kilogramm beeindruckt der Biber vor allem durch seine Bautätigkeiten. In einem Gewässer errichtet er aus Reisig und Schlamm eine Biberburg, also einen Bau, in dem er seine Jungen zur Welt bringt und versteckt. Damit die Biberburg geschützt ist, liegt ihr Eingang immer unter Wasser. Da aber ein Gewässer je nach Jahreszeit und Wetter seinen Wasserstand ändert, greift der Biber selbst in den Lauf ein. Dazu errichtet er Dämme, um das Wasser aufzustauen und den Wasserspiegel zu regulieren. Steigt der zu stark an, öffnet der Biber den Damm und lässt Wasser ab. Somit bleibt seine Burg für andere Raubtiere unzugänglich. Der Biber ist außerdem ein sehr guter Schwimmer. Leider sorgt er mit seinen Bautätigkeiten mancherorts auch für Ungemach, wenn er zum Beispiel Wiesen unter Wasser setzt, weil er einen Damm gebaut hat. Außerdem braucht er Bäume, die er mit seinen Nagezähnen fällt. Die meisten Menschen im Schwarzwald freuen sich aber über den geschäftigen Heimkehrer. Heutzutage ist der Schwarzwald zu etwa 75% bewaldet. Das klingt nach einer ganzen Menge, doch stimmt das auch? Tatsächlich ist sehr viel Waldfläche vorhanden, doch wenn man sich diese genauer anschaut, stellt man fest, dass sie sehr engmaschig unterbrochen wird, meist durch Straßen. Somit kann gesagt werden, dass es nur in begrenztem Maße zusammenhängende, großflächige Wälder im Schwarzwald gibt, ein Umstand, der die heimischen Tiere einschränkt und gefährdet. Weiterführende Informationen über besondere Tierarten im Schwarzwald gibt es auf dieser Seite: Naturpark Südschwarzwald – Seltene Tierarten Nicht immer ganz willkommen ist der Wolf. Die Badische Zeitung hat hier einen Artikel zu dessen Wiederkehr geschrieben. Badische Zeitung - Wann kommt der Wolf wieder? Im Blog des Nationalparks Schwarzwaldwald findet sich ein Artikel über Hirsch, Reh und Wildschwein. Nationalpark Schwarzwal - Vor der Kamera

  • Schwarzwaldtal | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Schwarzwaldtal Wo Berge sind, gibt es auch Täler. Im Schwarzwald befinden sich etliche Berge mit einer Höhe über 1.000 Metern. Insgesamt sind es über hundert. Doch wo solch hohe Berge aufragen, gibt es natürlich auch Täler. An der Westseite des Schwarzwaldes, also aus Richtung des Oberrheingrabens, sind diese tief in die Flanken der Berge eingeschnitten. An der Ostseite hingegen fallen sie eher flach und hügelartig ab und die Höhenunterschiede zwischen Berg und Tal sind geringer. An den Hängen vor allem des Hochschwarzwaldes sowie der Höhenlagen des Nordschwarzwaldes haben sich während der letzten Eiszeit Gletscher gebildet, die durch ihren allmählichen Abfluss und den in ihnen mitgeführten Schotter einige Karseen geformt haben. In den Senken kommt wegen der allmählichen Auswaschung durch die Wasserläufe zumeist der Gneis zutage, der in Verbindung mit mehreren Granitkörpern wie etwa dem in Triberg das Grundgebirge des Schwarzwaldes bildet, während die Berge aus einer Deckgebirgsschicht bestehen, bei der es sich um Buntstandstein handelt. An der westlichen Seite, also zum Oberrheingraben hin, tritt das Grundgebirge sehr viel stärker in Erscheinung als an der Ostseite. An der Westseite führen die Bäche und Flüsse mehr Wasser als nach Osten hin. Generell ist die Buntsandsteinschicht im Nordschwarzwald stärker als im Südschwarzwald. Das Wasser der Schwarzwaldtäler gelangt in den Rhein oder in die Donau. Somit liegt auch die Europäische Hauptwasserscheide zu einem Teil im Schwarzwald, hat hier ihre westlichste Ausbuchtung. Einige der Flussquellen sind brunnenartig eingefasst, vor allem die Donauquelle bei Donaueschingen, wie auch die Neckar-, die Enz-, die Pregnitz- und die Berkelquelle. Der längste Fluss innerhalb des Schwarzwaldes ist mit 105 Kilometern die Enz. Ein paar Flüsse haben in der Vergangenheit ihren Lauf verändert, zum Beispiel die Wutach. In Zeiten vor ca 70.000 Jahren war sie noch ein Zufluss der Donau, was an ihrer östlichen Laufrichtung in ihrem oberen Bereich zu erkennen ist. Erst bei Achdorf knickt sie mit dem sogenannten »Wutachknie« um 100 Grad nach Süden hin ab und nähert sich dann dem Rhein. Ebenfalls eine enge Biegung vollzieht das Tal der Elz, wenn es sich um den Berg Gschasikopf windet. Ein anderes Tal ist nicht so sehr aus geologischen Gründen berühmt, sondern aus dem Fernsehen: Das Glottertal bot die Kulisse für die in den Achtzigerjahren sehr populäre Seifenoper »Die Schwarzwaldklinik«. Auch wenn die Serie nicht mehr läuft, ist das Glottertal einen Besuch wert. Das Höllental ist wegen seiner engen Einschnitte sehenswert. In ihm windet sich die nach ihm benannte Höllentalbahn von Freiburg ausgehend hinauf nach Titisee-Neustadt. An seinem oberen Ende schließt sich die vier Kilometer lange Ravennaschlucht an, die mit ihren Wasserfällen sehr urtümlich ist. Ebenfalls eher wild gibt sich das 25 Kilometer lange Simonswälder Tal mit seinen bis zu 700 Meter hohen Hängen. Es enthält ein Bannwaldgebiet und die vierzig Meter hohen Zweribacher Wasserfälle. Eines der markantesten Täler und zugleich die Grenze zwischen Nord- und Südschwarzwald ist das Kinzigtal. Bei Hausach liegt es 550 tiefer als die es umgebenden Berge und ist relativ breit. Zusammen mit ihren Nebenflüssen bildet die Kinzig das wasserreichste und am weitesten verzweigte Gewässer des Schwarzwaldes. Hier sowie in den Seitentälern fand schon früh Bergbau statt, Kobalt und Silber wurden bei Schenkenzell abgebaut. Dieses Tal war bereits von den Römern durch die Kinzigtalstraße erschlossen. Außerdem gibt es einige Höhlen, die Du besichtigen kannst, wie etwa die Erdmannshöhle in Hasel. Im Schwarzwald gibt es reichlich Flüsse und Täler. Eine kleine Auswahl ist auf dieser Seite zusammengestellt. Schwarzwald-Tourismus.info – Flüsse und Täler Höllental Bekannt wurde nicht nicht zuletzt dank der Schwarzwaldklinik, das Glottertal. Dass es darüber hinaus einiges zu bieten hat, kann man auf dieser Seite nachlesen. Schwarzwald-Toursimus-info - Glottertal Das Kinzigtal bildet die Grenze zwischen nördlichem und südlichem Schwarzwald, liegt also mittendrin in dieser faszinierenden Landschaft. Im Kinzigtal gibt es unglaublich viel zu entdecken. Diese Seite bietet einen umfassenden Überblick: Schwarzwald-Kinzigtal.info Deutschlands größten und ältesten Tropfstein findet man in der Erdmannshöhle. Die folgende Seite informiert über Anfahrt, Öffnungszeiten und so manches, was man in der Höhle entdecken kann. Schwarzwald-Tourismus.info – Hasel - Erdmannshöhle

  • Kuckucksuhr | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück (Schwarzwälder-) Kuckucksuhr »Kuckuck, kuckuck« rufts aus der Uhr. Die Kuckucksuhr ist das Wahrzeichen des Schwarzwaldes schlechthin. Die Wanduhr in der Form eines Häuschens, aus dem ein Kuckuck durch eine Klappe herauslugt und die Stunde ausruft, ist auf der ganzen Welt bekannt und ein beliebtes Souvenir für Deutschlandurlauber aus anderen Ländern. Es wird vermutet, dass eine erste Form der Schwarzwälder Kuckucksuhr um das Jahr 1738 in der Werkstatt des Schönwälder Uhrmachers Franz Anton Ketterer entstanden ist. Womöglich geht die Idee aber schon auf Ketterers Vater zurück. Auch Michael Dilger aus Neukirch und Matthäus Hummel sollen schon 1742 Kuckucksuhren im Schwarzwald gebaut haben. Von Friedrich Dilger weiß man zumindest, dass er 1712 in Frankreich sein Wissen über die Uhrmacherei vertieft hat. Ob das Konzept einer Uhr mit einem Vogelruf ursprünglich aus dem Schwarzwald stammt, ist nicht mehr sicher zu klären. So soll bereits der Kurfürst Johann Georg I von Sachsen eine Uhr mit Kuckucksruf anno 1619 in seiner Sammlung gehabt haben. Auch gibt es im Straßburger Münster eine künstlerisch ausgestaltete Uhr mit einem krähenden Hahn. Das könnte vielleicht eine Inspiration zur Kuckucksuhr gewesen sein. Zu Zeiten der Uhrmacher Ketterer, Dilger und Hummel sah die Kuckucksuhr noch nicht so aus wie heute. Es handelte sich zunächst um eine Holzuhr, die mit einem Kuckucksruf in Form zweier kleiner Orgelpfeifen versehen war. Die heute übliche, weltweit bekannte äußerliche Gestaltung der Kuckucksuhr geht auf eine Initiative von Robert Gerwig zurück. Der geniale Konstrukteur der Schwarzwald- und der Höllentalbahn war nämlich von 1850 bis 1857 der erste Direktor der Herzoglich Badischen Uhrmacherschule in Furtwangen, die im Jahre 1850 speziell für die Belange kleiner Uhrmacher gegründet worden war, um ein Gegengewicht zur zunehmend industriellen Massenproduktion von Uhren zu bilden. Gerwig suchte in einer Art Wettbewerb nach Entwürfen für neue, zeitgemäße Uhrenmodelle und heraus kam dabei die sogenannte »Bahnhäusleuhr«, deren Kennzeichen vor allem das Schrägdach ist. Von Friedrich Eisenlohr entworfen, ist sie im Wesentlichen einem Bahnwärterhäuschen nachempfunden, was zur damaligen Zeit etwas sehr Modernes war. Im Laufe der Jahre wurden diesem Grundkonzept von verschiedenen Werkstätten alle möglichen Verzierungen und teils kunstvoll ausgearbeitete Schnitzereien hinzugefügt, sodass die Kuckucksuhr trotz der Bahnhäusleform stets individuell gestaltet ist. Es gibt sogar Ausführungen, die außer dem Kuckuck noch zusätzliche Figuren aufweisen, die sich bewegen oder die Viertelstunden per Ruf anzeigen. Die meisten Kuckucksuhren sind recht klein, nur eine ist ziemlich riesig. Sie befindet sich in Triberg und ist über fünfzehn Meter hoch. Ihr Uhrwerk wiegt an die sechs Tonnen, doch das Tollste ist, dass Du ihr Inneres betreten kannst. Ist das nicht prima? Das ist wie ein Blick-Durch-Puzzle, nur in groß. Ist dies die älteste Kuckucksuhr? Blog des Deutschen Uhrenmuseums Und noch eine Folge aus dem Blog über die sehr frühen Kuckucksuhren. Blog des Deutschen Uhrenmuseums Hier gibt es einen Artikel über Robert Gerwig, Direktor der früheren Uhrmacherschule Furtwangen und Konstrukteur der Schwarzwaldbahn. Deutsche Biographie: Robert Gerwig Die weltgrößte Kuckucksuhr im Eble Uhrenpark in Triberg ist sogar begehbar. Weltgrößte Kuckucksuhr

  • Trinkhalle Baden-Baden | Schwarzwaldlexikon | DEINDESIGNWERK GmbH

    Zurück Trinkhalle Baden-Baden Fürsten und gekrönte Häupter erholten sich hier schon. Die Stadt Baden-Baden liegt am nordwestlichen Rand des Schwarzwaldes. Ihre Geschichte weist bis in die Zeit der Römer hinein, was mit den heißen Thermalquellen zusammenhängt, die sich unweit von ihr befinden. Nahe der Stadt erhebt sich der Merkur, nicht etwa der Planet, sondern ein Berg mit einer Höhe von 668 Metern. Noch etwas weiter nach Südosten befindet sich der höchste Punkt der Gemarkung, die Badener Höhe mit 1.002 Metern Meereshöhe. Die bebauten Stadtbezirke liegen jedoch im Tal des kleinen Flüsschens Oos. Von Baden-Baden geht die Schwarzwaldhochstraße aus, eine sehr beliebte Ferienstraße. Warum aber hat Baden-Baden so einen doppelt gemoppelten Namen? Um das zu erklären, muss man zunächst wissen, dass die Römer den Ort wegen der heißen Quellen »Aquae« nannten, was »Quelle« oder »Bad« bedeutet. Daraus ergab sich zunächst der einfache Name Baden. Im Laufe der Geschichte war das heutige Baden-Baden bis 1689 Residenzstadt der Markgrafschaft Baden, und deren Landesname »Baden« hat seinen Ursprung im Namen der Stadt. Nun gibt es aber mehrere Städte, die »Baden« heißen, eine liegt in der Schweiz, eine andere bei Wien, und ein »Badenweiler« hieß früher auch bloß »Baden«. So wurde »Baden-Baden« als Verdeutlichung benutzt, man meint damit also »Baden in Baden«. Ein besonderes Bauwerk der Stadt ist die Trinkhalle, die sich im Kurgarten befindet. Sie ist neunzig Meter lang und enthält sechzehn korinthische Säulen als Stützen. Entstanden ist sie nach Plänen des Architekten Heinrich Hübsch. In ihrem Inneren gibt es insgesamt vierzehn große Bilder, die von Jakob Götzenberger gemalt worden sind und jeweils eine mythische Sage aus der Umgebung Baden-Badens darstellen. Bekannt ist die Stadt vor allem wegen der Thermalquellen, die bis zu 68 Grad heiß sind. Ihnen verdankt Baden-Baden den Status einer Bäder- und Kurstadt, dem sie jedes Jahr viele Feriengäste – auch prominente – verdankt. Das Kurhaus beherbergt heutzutage etliche Konzerte und kulturelle Veranstaltungen. Daneben ist im alten Stadtbahnhof ein Festspielhaus entstanden, das das zweitgrößte seiner Art innerhalb Europas ist. Baden-Baden ist wichtiger Standort des Südwestrundfunks, der hier jährlich im September das New Pop Festival veranstaltet. Apropos Musik: Die ist in Baden-Baden ein zentrales Thema. Von internationaler Bekanntheit ist die Philharmonie Baden-Baden, deren Geschichte bis ins fünfzehnte Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Das Orchester tritt nicht nur in der Stadt auf, sondern gibt in vielen anderen Ländern Konzerte. Hinzu kommt das SWR Sinfonieorchster Baden-Baden und Freiburg. Seit 1997 werden in Baden-Baden überdies die Herbert-von-Karajan-Pfingstfestspiele veranstaltet, die seit 2003 die Verleihung des Herbert-von-Karajan-Musikpreises beinhalten. Und auch beim Thema Wald hat Baden-Baden etwas zu bieten: Sein Stadtwald ist nämlich der größte von Deutschland und umfasst eine Fläche von über 8.500 Hektar. Ansonsten findet man um Baden-Baden herum etliche Weinberge. Außerdem gibt es mit dem Battert einen 73 Hektar großen Bannwald auf der Gemarkung. Die Trinkhalle ist eine der bekanntesten Attraktionen in Baden-Baden. Auf dieser Seite wird sie anschaulich vorgestellt. Offizielle Seite von Baden-Baden - Trinkhalle Die Trinkhalle kann auch für Veranstaltungen genutzt werden. Wer daran Interesse hat, schaut hier: Kurhaus Baden-Baden - Wandelgang Die Thermalquellen sind eine besondere Sehenswürdigkeit in Baden-Baden. Hier kann man sich ausführlich darüber informieren, inklusive Anfahrtsplan. Die Thermalquellen Baden-Baden Musik auf internationalem Niveau, Veranstaltungen der gehobenen Art – all das bietet die Philharmonie in Baden-Baden. Auf ihrer Seite kann man sich ausführlich über sie informieren, inklusive Veranstaltungskalender. Offizielle Seite der Philharmonie Baden Baden Eine Tour durch den Baden-Badener Stadtwald gefällig? Hier kann man sich vorab informieren und planen. Der Stadtwald auf der offiziellen Seite von Baden-Baden

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